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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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563
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Drittes Buch. 56?

und zum anbauen bequemer gemachet werden : Derglei- gefunden. Zur seib^t nZeir jlnd die Dünen oder Sand-chen Felder sind zum Beyspiel die /eilige / so leimicht und berge / so man am Holländischen Gestade siehet / aus demzähe sind / bey welchen die Steine verursachen / daß sich Grund des Meers erhoben/und als ein grosser Wall vordie Erde nicht akhu fest zusammklebe. Hieher gehören die das Land geleget / ja gar der Rhein verstopfet worde.,/Sand - und ToWine / welche man zwischen der Mosel daß er einen andern Auslauft'ins Meer suchen müssen/ wieund dem Fluß und dem Landlein / welches zwischen aus denenHistorien selbiger Zeit und in denen Land Char-Trier/Aüiichund Cölnlicget/ oderin den Grafschafflen ten zu sehen. Von einer andern K4acKins dasWassecMandei scheid/ Blanckenheim / Keil und Gerolstein / zum aus denen Wiesen zu bringen / wird der kluge HausvanerZusatz und zur Tüngung der Aecker brauchet. Wann im vorhergebenden andern Buch / bey dem Bauwesennun derHausvalter die seinem Acker/ ausser diesen/ schad- mehr Bericht bereits eingenommen haben,liche Steine zusammen klaubet/ kaner damit die sumpfich- §. 4. Insonderheit aber hat ein kluger und verstan-und morastichre Fahrweege ausfüllen ; oder / so dieses digerHausvatter auch 4) dahin zusehen / wie er seinennicht prsäicirlich / in seinem Acker eine Grube machen/ Acker / wann derselbige vielleicht zu Undicht oder zu lei-dieSteine darein schütten/und mit Erde wieder bedecken/ micht ist / oder auch eise andere unartige Eygenschasft anda es dann nichts desto minder/wann es dem andern gleich sichhat/ welche dem Wachsthum im Weege stehet / mitgeebnet und geackert wird / Korn tragen kan. Wiewol fieiffiger Dungung helffen / und desselben Fruchtbarkeitetliche solche Stein an einen abgelegen und sonst unbrauch- befördern solle; dann weil allesWachsthuM durch Feuch-baren Ort zusammenführen / und auf einen oder mehr tigkeit und Wärme/und durch Jährung oderkermcnri-Haussen legen / welches der Willkührund Klugheit eines rung befördert wird / auch ohne dieselbe nichts wachsenHausvatters überlassen wird. kan / als muß man denenjenigen Aeckern und Feldern/§. z. Weilen auch das Wasser/Schlamm/Morast welche nicht warmer und feuchter / sondern kalter undimd Dimpfel; item / die Binzen / Röhr / und das starcke trockner / oder kalter und feuchter Natur / und solchem-Graß denen Aeckern und Feldern schädlich / und zu ihrem nach unfruchtbar sind / mit Mist und Düngung zu HülffeWachsthum fthr verhinderlich/ soll z) ein kluger Haus- kommen: damitselbigegkichfallscinegutel'emperarur,vatter ferner dahin bedacht seyn / wie er dieser schädlichen diewarm undfeuchtist/ und den Acker fruchtbar machet/Sache begegnen könne / und solchem nach soll er nicht mü- bekommen möge; von denen Arten der Düngung aber/de werden/das Wasser durch gemachte Wasser-Furchen/ und was noch ferner hierbey zu mercken / soll unten nochfürnemlick wann der Acker für sich etwas Thal^ Hangicht weiter gehandelt werden. Zwar ein sandichter Bodenist / auszuleiten / die allzu tiessen Oerter auszufüllen / die hat noch sein Lob / und wird für das Marck der Erden anWasser-Furchen fleissig auszuräumen / oder einen liessen vielen Orten gerühmet: wann er nur nicht zu mager undGraben um das Feld herum zu machen/und mir der aus- Staub-ähnlich / und doch mir Kiesel und andern rundengegrabenen Erde das niedere Feld zu erhöhen / und also Steinen vermischet ist: Der jenige aber / welchen dasdiestmUnrath vorzubauen. Absonderlich abermuß der Meer auswirsst/und an der Färb gar gelb kommet/auchHausvarrer dahin krachten / wann der Grund inwendig Salz mit sich führet / ist gar nichts zum Ackerbau dienlich,feucht und morasticht ist / wieer solchen Morast wegbrin- Insonderheit muß über voriges die guteDünguna viel zurge/die Grüben und vampfel austrockne undassosei- Verbesserung dieser Felder thun: Nochmehr aber/wannnen unfruchtbaren Feldern nach allerMögl»chkeit zu Hülss sie zu gewisser Zeit angebauet oder brach liegen / und sichkomme / weiches durch gemachte Graben und Canale / in gleichsam besinnen »der erholen lässet.Es ist auch sehr rath«welchen sich hernach ein guter Grund zur Tungungtamm- sam/ was die Bauern im fandigten Boden um Nürnberglet/wie nicht weniger auch durch bieyerne oder kupferne ge- in Übung haben: daß man mit dem Saamen immer wech-bogene Röhren / geschehen kan. Die Binzen / Röhr / und sele, und in diesem Jahr Rocken / das andere Linsen oderdas starcke Gras aber wird durch ein - oder zweymalen be- Erbsen und dergleichen drein säe.scheheneAushauung/wievor erwahnet/mitSchnitt oder §. 5. Fünfftensist nicht zu vergessen / daßman denGrabung wol weggebracht werden können. Was andere Acker in einem warmen und feuchten Zeichen brache / undvon denen mitten im Acker zumachenden ungeheuren Gru- zur Saat pflüge / mithin in allen Stücken die rechte Zeitden/und so vielen daran zuhängenden Graben/die sich alle seines Feldbaues wohl in Acht nehme / weil man doch inwieder in einen grossen Graben ausleeren sollen/schreiben/ dem Feldbau/ aus der langen Erfahrung / das Aug nochisizu unbequem/nimmet zu viel Platz weg/und gehet nicht immer nach der^SroloZie und Stemm Einfluß zu kel^allezeit an. Wer das Mittel praAiciren könnte / wie es ren pfleget/und ein Ackermann/der seine Felder recht be-dieämsigenHollandergethan/welcheimJahrChr.1612. stellenwill / sowol auf die Art und Natur der Felder undeindamals vertrunckenes / und vor Zeiten ein sehr gutes des Saamens / als auf die Zeit im Jahr / welche sümem--undsmchtbares Land / welches sie die Beemster genennet/ lich von der Sonnen/ und der Sternen Auf - und Nieder«wieder zu recht gebracht / der würde auch keine unnütze gang eingerichtet; icem aufdas monatlicheGewitter/wel,Mühemhmen. Sie haben nemlich dieses ersoffene Land ches sürnemlich durch des Mondes Lauff beherrschet wird/mit gewGnMühlwercken / welche beym Herzn l^uclolf fleissig und fürsichtig sehen soll; von welchen allen wirüber das 1612. Jahr p-m.z z7.und 95. im Kupfer zu fe- theils an andern Orten bereits gehandelt haben / theilshen/ausgemahlen und trucken gemachet/auch mit Däm-- auch noch unten mitmehrern der Ordnung nach handelnmen wohl verwahret / daß es wieder gebauet und bewoh- werden. Endlich soll auch 6) der Hausvatter nach voll,net werden können. Man erzehlet davon / daß bereits brachte? Erndte die Stoppeln ausden Feldern ausbauen/vor 300. Jahren ein unbeschreiblicher langwieriger grau- und dieselbige gebührend umackern lassen / wann er an»sanier Sturm ausNord-Westen dieSee aus demGrund derst will / daß ein solcher Acker das andere Jahr wiedererreget / und fast ganz Holland/sonderlich aberobgenanq- tragen solle. Ware das Land leimicht / gar zu fett undten etwas niedrig liegenden Ort überschwemmet. Wie starck ? so muß man es mit tiefer - und breitem Furchenman denselben jetzogetrucknet / hat man mit grosser Ver- durchackern / aufdaß das Wasser sich nicht si> leichtlich er«wunderung die Bäume / weil sie stets mit Wasser bedeckt giessen könne. Kreidigtes Land / und wo sich Mtel setzet/gelegen / noch unverfaulet / und zwar wie der Sturm ge- ist ein gesundes Erdreich / aber hart zu bauen. Wird ge-gangen / vom Nord -Westen gegen Süd-Osten liegend bessert / wann man ein und anders GeDme dc.re n iaet

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