Anderes Buch. zz/
We gehen. An statt dieser Meffruchen gebrauchet man Leometr. I.eZz/. ck.5.7. dieses seye genug von
witerweilen ein Rt,d/absonderlich die Meilen zumessen/ denen zur Feld-Meß-Kunst gehörigen Instrumenten:
viä.Loler. 6eci's. (Zerrn, p. l. 6ec. 216. S: v^ekn.c.l. Wieaberund durch was Instrumenten die Messung als-
Dahero dann die Sächsische (ZIol? an vorberührter dann anzustellen/ wann man von einem Ort nicht zu den
Stell also davon reder: Man Pfleger die Meilen mit andern kommen kan/ solches wird von dem^mkors im
einem Rade ?» messen/ welches 7. und ein halbe Eli nachfolgenden Cap. angezeiget,len im Circkel hac. ^cicl. KiegZer. Oilp. InsuZ. äe
Das ^>1. Capitel.
Bon Maasen.
Innhalk. then und etlicher Stäben selbige vom Anfang biß züni
§. I. VonderMaasen durchgehender Unq?."ichheit/ waspabeyzu Ende ohne Ausweichung weder zur Rechten noch zurLin-
thun. h. 2. Worin sie bestehe h. z. Wie man sich bey Mes- cken gerad und fleisslg ab. Wann aber das Ende nicht
sungder Linien und WnMct zu verhalten §4.5- Die' gar einen Schuh betrifft/ so wird das übrige mit einem
S Z°B-ib/od-rwmmmm-smchtsoMrP>iauhab«n.il>/
10. Was bey verbottenen oder umwegsamenOrten zn thun. NUl Mit oder ?, Ms. w. Schuh ausgemessen. Oder
die Linien sind s 2.) bucklicht und uneben/bald höber/bald
§.!. tieffer/als die Linie gehen soll. Diese müssen qleichsalls
L.5nge oder Gwste der Maastn be- mit der Meßketten und Stäben aber nicht schräg / Berq
treffend/ ist es fast unmöglich etwas st- ausoder ab / sondern ^onzionrsi oder Wasserpaß geniest
cheres und gewisses davon zu sagen / in- sen werden.
demsolche an einemOrt großamandern §.4. Die VOincke! betreffend/ wi.solche auf dem
klein / und abermal an andern Orten grös- Felde zu messen/ und zu Papier / oder vom Papier
ser und kleiner/und fast durchaus ungleich und unrichtig/ auf das Feld zubnugen/kan auf zweyerley Arten ge-
und nichts ungemessenersals dieMaaß felbsten ist: daher scbehen; entweder mit-oder ohne Instrumenten,
der jenige/ der was zu messen Beruf oder Willen hat/sich Mit Instrumenten die Winckel auf das Feld zu brin-
nach dem Ort richten/ daer wohnet/oder dahinerkom- qen/ist gantz leicht. Man stecket die Transporteurs oder
mer/ und nebst den Sitten auch die Maase des Orts an-- das grosse Instrument aus dem Felde / allwo man den
nehmen / und sich darnach reguliren/ dem Gewissen aber Winckel verlangt/ perpenciiculsrirer ein/ und richtet die
allein Gottes Wort zur Regel und Maaß fürlegen muß. Regul ausdem l'ransporreur nach den Graden/wie groß
§. 2. Die Ungleichheit aber solcher Maafen beste-- man den Winckel haben will / alsdenn last man sich nach
het in folgenden: An einem Ort hat der Fuß 12. Zoll/ dem Absehen auf dem 1r-lnsporreur an die Seite einen
am andern 16. Item an einem Ort hält die Ruthe! 2. Srab stecken/ und nach dem Absehen aufder Regul an die
Fuß/am andern 16. Oder sie haben auch wohl einerley andere Seite auch einen ; nachdem nimmt man das
Abtheilung /indessenabersinddieFüsse/Zoll/u.s.f. an ei- Instrument hinweg / und stellet an dessen Steileeinen
nem Ort Z i 5-. und dergleichen kleiner oder grösser als Stab / so hat man den begehrten Winckel. Solcher
amandern. Wollen demnach nur dieLange undGrösse wird alsdann durch Hülffder kleinen Transporteur von
der im Nürnbergischen Lande jetziger Zeit gebrauchlichen so viel Graden auch auf dem Papier mit einer Nadel ab-
Maasen beschreiben. Anderer Orten Maase wird der gestochen und mitLinien zusammen gerissen,
geneigte Leser in andern (Geometrischen ^r^aren zur §. s. Mir dem MeM/chlein aber einen Winckel
Gnüge beschrieben finden. Im Nürnbergischen Gebiet ausdas Feldzu bringen/geschieht also : Man reistet erst-
tbun 16. Stadt-Schuh eine Ruthe/ ein solcher halber lich solchen auf das Papier/ so auf dem Tischlein ausqe-
Schuh ist ä L 5-g. ,z. Die Lange eines solchen gantzen klebt/ nachmals heffcet man die Requl in solchem Win-
Schuhs aber wird in 12. Theil / Zoll oder Daumen ge- ckel auf/ richtet selbige auf heede Linien des gerissenen
theilet/ ein solcher Zoll ist L L>. Dieser kan ferner in 4. Wmckels / und lässet sich nach derselben beeden Absehen
Vierthel oder nochmals in 12. Theil oder Gran abgethei- Stäbe im Felde stecken/letztlich fallet manvon dem Punct
letwerden. Eine Quadrat-Ruthe aber thut 2s6.Qua- des Winckels eine perpenälculÄraufdie Erdemit einem
drat-Scbuh: Weilen 16. Scadt-Schuh in die Länge perpenäicul an einer Schmir/thut das Meßtischlein hin-
mit 16. Stadt-Schuhen in die Breite muiripliciret so weg/und stecket einen Stab in den gefundenen Punct/so
viel bringen oder ausmachen. Dieser Quadrat-Ruthen ist der Winckel abgesteckt,
nun 2oc>. thun zu Nürnberg einen Morgen oderTag- §.6. Ohne Instrument mit blossen Stab-und
werck/ im Feld-Wiß-und Äaldmaaß / und wann solche Meßketten einen Winckel auf das Feld zu bringen / ge-
2Oo. Quadrat-Ruthen mit 256. Quadrat« Schuhen scbicht: Wann der gegebene Winckel auf dem Papier
mulnplicirt werden/ so kommen 51200. Quadratschuh gerissen/so traat man von einem kleinen Maßstab aufbee-
sür einen solchen Morgen. Diese sind die Maase Nürn- de Linien desselben etliche Schuh vom Winckel hinaus /
bergischenLandes /welche wir zu unserm Fürhaben gebrau- alsdann misser man von einem Ende biß zum andern ditz
chen werden / und wie wir mit solchen/also können die Weite des Winckels auch ausobqedachten kleinen Maß-
Liebhaber anderer Orten mit ihrigen Maasen verfahren, stab / und bringet dann ferner solchen nach denen Maasen
Gehe:, demnach weiter/ und zeigen/ ins grosse mit cstäb und Ketten aufs Feld. Besihe ?iA
§. z. Erstlich/ wie man sich bey Messung der ?4. den Winckel L V L.
Linien und VOmckel zu verhalten. Die Linien so auf §.?- Einen reckten VOincke! oder psrpenöicular
dem Felde zu messen fürkommen/ sind entweder gerad und aber im Felde abzustecken kan am fügliMen naG des
eben. Diese bedörffen nicht viel Wesens/sondern man I>yckgßor«lnvenrion geschehen. Nemlich man gibt der
misset uur mit der ausgedehnten Meßkette oder Meßru- einen Seiten des rechten Winckels z. oder 50. Schuh
Uu mit