Dmrede.
chervnd Leotbefcheis^r Viel/die etwa eyn kraut oder wuryet/deren sie viel haben mo-^tzen/ sonder vnderscheydt/ Gott geb sie kennen die oder nicht/ es seie^negüreArgencioder gifft/vnd schreiben ihnen eyn kraffr/ gemeynlich wider solche gebrechen/ so vo:>Handen sindt/vnd vnder dem gemeinen man am meisten regieren/daruon mancherdas leben müs^assen/ wie offt gesehen wirdt / wer e^nauffmercken darauffhar/vnndsolches vernimpt/wie auch eyner in der nechst vergangenen Frankfurter ^erbstme^der wuryeln des kraute/bei den Griechen vnnd auch zu Latein Colchicum vnd E^he-»Meron genent / vo: e>fne treffliche arynei rvldder die pestileny verkaufst/vnd nennetein stadc weit von dannen / da sie viel leut geholffen so! haben / wie denn jhr gebrauchvnd gewonheyt ist / !7lu ist es gewiß das sblche wuryeln von allen naturerkundigernbis auffden heutigen tag / vo: todtliche gifttige wuryelm gehalten werden/ vndMdauch solche/ Dcnnichhabstlbcrvore'sner zeit gesehen/dasein thorechtes weibdieseskraut abgeschnitten hat / mit kleien gekocht vnd den Sewen zu esfen gegeben / welchedarnach alle gestorben sindt / Auch siehet man das /wen das viche/ Gchsen oderMeiner wiesen wenden/ da solich kraut wechst/ so wirdt es von keinem angcrürt/wiegrossen Hunger sie auch habe. Sind sie nu alsi> kün/das sie sölchs thün dÄffen in einerGtat/da solche menige von volck zusamen kompt/ vn mit einfältigen vnucrmischtenMcken / das volck Zl betriegen sich vnderstehen / da sie sich ja sorch ten sollen / jhr be->trug mächt erkandt werden / was meinet jhr/ thun sie in jh:en aryenclcn / die sie vcr->Mischt/vnd vielen stücken zufamen gefcyet/ nachfüren/ vnd an örteren da sie sich-er sind/ das niemand jren betrug kennet/ bei schlechten vnerfarnen leutten/ Golicheshab ich auf vielen dergleichen gefchicht/ die mir bewust sind/ diezu lang werenalle zuerzelen/devhalben angezeigt/ das man wissen sol/das es von nöcen ist/ allen gezeug zuerkennen/vnd 05NM vndersche^d wissen zwischen dem schedlichen gifftigen gezeug vnvnschcdllchcn / welchsauf demDioscoridee^n jeder lernen mag / vnd auch das manMt leichtlich etwas gebrauche/ manvoissedmvochin was es ist/auch eynem jeden niebalde glauben gebe/ noch den leib vnd leben mtkichrkch vertrawe denen / jo on alle»«gründe vnd verwandt/ auffgüt beduncfen / vnnd geradt wol/ sich der Aryenei anne--«nen/vndjhre künstlinanmir vnnd dirrnderstchenznuersuchen/Sonderdaswil icheynem jeden trewlich geraten haben/daser thu wie Jesus Gyrach in dem acht vnnddreißigsten Capitel lernet/ da er vermanet / wen wir kranck stind / das wir zum erstenmal vnstre sünde bekennen sollen/ busse thün / Gott den^erren in? glauben anrüjseif/zum anderen m der Christlichen gemein vor vns bitten lasten / zum leitenden Aryeeberuften / aber doch nicht osttem jeden/ so sich für eynen Aryt ausgibt/ sondern c^ncnfrommen Gottfürchtigen/ erfarnen vnnd gelerten Aryt/den: mag man alsdann inanliegender not vnnd kranckhe^t wol vercrawen / vnnd wenn mann soliche mitte!Gottes/denAryt vnndarynei haben mag/nicht verachten. Auch ist es vo: gutangesehen/den Dioscoridem zuuerteutschen/der Apotecker halben/Denn dieweil dieApotecker mn diesen tagen alle Arynei cinsämmelen / kauffen / zubereiten / verkalkfett/vnd sie doch ke^ne Sucher haben/ daraus sie besser kündten lernen erkennen/len gezeug/ denn den Dioscoudem/vnd jrer der mehrerteyl nie so gelert ist / das siedcnDioscoridem in der Griechischen vnd Lateinischen sprach vernemen/VNd verstehen kündten / bin ich dadurch bewegt worden/ den 2lpo>keckeren mit dieser meiner arbeit auch zudienen/ Der gemeineso sich der Apotecken gebraucht/zü güt/vnd Sottdem Herren zu lob vnnd ehren/ Darmit seiGott in gnaden beuolhen.
Amen.