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izi6 D. Iac. Theodori Taber. Das Ander Buch / Von Kraut.
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Schleim
ausführen^
Von den Namen.
rmodactyll wir!) Lateinisch i4ermo6a6i^!u8.^lris ruberota folio snAujotö - L.L. k^ermocla^-lus veruz, ^Izrrb. I.ußci. Iris cuizerosz, Oc>6. ^1.
I^uZä. LM. In« bulbotz prXcox, L!u5.ckiris mzjor-Ozli. Sar^riumzLXs. ^ genennet.
Von der Natur / Krafft und Eigenschafft.
'U^Lmelius schreibet/ daß der Hermodactyll warm-17 und trucken sey im Anfang des andern Grads.Innerlicher Gebrauch.L ^^IeHermodactyllwurtzeln haben ein Natur undKrafft die zähen Schleim auch aus den Glei-chen und Gliedern zu ziehen/und durch den Stulgangauszutreiben/vder auch schwach u.gemachsam/also daßman jederzeit mit stärkeren Artzneyen fchärpffen muß.
Sie schwächt den Magen / und macht viel ,derowegen sie mitKümmel/Ingwer/ Myrobalanenoder Spicanardi muß corrigiert werden.
Man kan diese Wurtzeln nimmer allein gebrauchen/derowegen sie zu Pillulen gemachet / und andern pur-gierenden Artzneyen vermischetwerden/und pilulsear-rkriric-L oder 6e kermociatt^Iis genennet werden.üVoN den Pillulen cie i ^ermocjaöi^liz.^ Ereite sie also: Nlm Hermodartelwurtzeln/Aloe/der gelben Myrobalanrinden/ Turbithwurtzel /
1) Trochiscen von Coloquinth/ Gummi Bdeiii, undSerapini/jedes anderthalb Loth: Bibergeil/ Gum-mi Sarcocolle/Euphorbii/Opopanacis/wilden Rau-ten und Epfichsaamen jedes j. Quintlein/Saffi an i.Qumtlein: die Gummi läutere/ und zerlaß in Wein/dann zerrreib sie mit einem warmen eisern Stösser/dasübrige stoß rein zu Pulver: die Stück alle vermischeund feuchte mit dem Safft von Köhlkram / darausmache einen Klotzen / und wann vonnöthen / so nimmeinQuimlein darvon und mache Pillulen daraus.
L Von den Pilulin Hrretic !F.
^.Je Pilulin , das istfür das Gesicht und Pvdagram.
-^Podagram / sollen auffsolgende Weiß bereitetwerden: Nimm Hermodattelwurtz / Turbith / weißDannenschwamm/jedes i.Loth/scharpfferSimetröhr/fremdenSpicanardi/Näglein/Balsamrüthlein/Jng-ber/Mastix/ rorhe gedonre Rosen/ Fenchel und Aniß-saamen / Sreinbrechfaamm / Mäußdornsaamen/Spargenkörner/Mecrhirß/ Salgemine/jedes i.halbQuintl.Aloes s.Loth/stosse dieseStückalle zuPulver/feuchte es an mitFencheljäfft/ mache ein harten Teig
^ daraus zu Pillulin/und gebrauchs wie die vorigen.^
Diese ?lluI-L sind gut wider die Lähme der Gliederxäbme derAber sie schaden offtermals mehr als sie nutzen/müssenderowegen mit Bescheidenheit gebraucht werden.
Das xll. Capitel.
Von Roßhub.Roßhub.
(Diß Krautseile eigent»lick in die-sem anderngleich»er der Pe-fiilenhwiir-Hen sieben;,st also die-sem Theilhier ange-henckt wer-ben. )
L
Roßhitkr.
^»Oßhub hat Blätter/ gestaltet gleich dem Ep-Heu/ aber viel grösscre/etwan sechs oder sieben/nicht hoch von der Wurtzeln/ undenher weiß-lecht/ von oben grün / welche sich in viel Ccken aus-theilen: der Stengel/so ohngesehr einer Spannenboch/zusamtden Blumen/kommen in den ersten Früh-lingstagen/ vor den Blättern hervor / (dahero dißKraut von den Lateinern/ der Sohn vordem Vattergenanntwird) verschwinden und vergehen aber gäch-tings wiederum / und werden über ein p^arTag nichtgesehen; also daß etliche vermeynt / diß Kraut wachseohn Stengel und Blumen hervor: die Wurtzel ist sehrdünn/an welcher/ (wie lUanbiolus berichtet) ein weis-ser Flaum wachset/ welcher/ so er in Laugen mir etwas
O Salpeter geschärfft/ ein wenig zwischen einem Tüch-lein gewesen/ und wiederum an der Sonnen getruck,net / ein vortrefflichen Zunder abgebe. Diß Krautwächst an feuchten und wässerigen Gründen/ bey Mes-sendem Brunwasser,an Flüssen/und deren Gestaden.
Von den Namen.AOßhub/Huflattich/ oderBrandlattich; heißtGriechisch L^<o>>-Late!nischi'uMzAo. kecbium,
I^Iarcli. kucbs. I^cin. Ooci. vul^zriz, Lzm. l^n-Auls Lslzallina, pertonzria« örunf. l'rzA. OKcin.fzr-.sarz. Jtaliän. c/i
Hifpan.I/^/^i/e^/no.Frantzös./'-i^
Englisch Foole Foot. Dänifth Hestehow/ Hewblud.Niederländisch Hoefbladeren/Peertsklauw.
L Von der Natur/Würckung und Eigenschaft.
<^ÄßKraur wird für ein gut Brust-undtungen-kraut gehalten / weilen es in truckenem Hustenund Engbrüstigkeit sehr behülfflich. Dessen grüneBlätter und Wurtzen sind mehr temperiert / die ge-döruenaber etwas schärffererund wärmerer Natur.
Innerlicher Gebrauch.
^>Je dürren Blatter und Wurtzen/wann sie aufdie Glut gelegt/und der Dampffdarvon/ durchein Trichter in den Mund/ und durch den Zlthcm ein- Truckenergezogen wird; ist sehr dienlich für den dürren truckiienHusten/und Enge der Brust/ auch kurtzei, Athem/ er- keir. 'öffnet und bricht die Lungengefchwär und verhärtetenEiterbeulen. Die Wurtzen m Hydromelgekocht/ und ^getruncken/ treibt die todte Leibsfrucht ab. Man hal- Tvdte Leibs-tetauch darvor/wann der frisch ausgetruckteSafft/9. frucht.Tag nach einander getruncken wn'de/ solle er das vier-tägige Fieber vertreiben. Der Sprup / so aus dem ViertägigSafft der Blättern wie auch derBlumen/aufgemeine Irup.Weißgemachtwird;wieauch derZucker von denBlu- S"ckcr-men;dasdist!llierte Wasser;uii Brustleck;so heutiges Wasser"^Tags in den Apothecken sehr üblich;werden bey jungenun alten Leuthen/in truckenem Husten und Lungenge-schwären/gebraucht fthr embsig und fmchtbarlich.
Eusieriicher Gebrauch.
<7>AsPulvcrderzerstdßtMttTläkttr nnlHonizuiberi'as lauf- Lauffende«äsende Feurund alicbi?-iqen Gcftiiwnlsicn gcjmchcn: dau'pf-ftt lind lcqct die Gesckiviilst: Wicwoleii die ü^llieleqten grimmun^i'risÄxn Dlii^er kieiin wie auch in den k>i^iaenGcsch'v<n'en/für n-'ch krasski ir acliallcn werde 1: Die Vlätker und Blumenin WriN liekocsik/lind hemachMasiir ?^yrrk>en undSilbcrglät/ Kalt Branddariun jerl^iitnüst ein stkr dcrrlichcS Mittel: zu Vcrlmtnnq dks »» offenenkalten Brands/an dcn rinnenden wasserittchllgenSchcnckclii. Schenckeiu
ENDE des Andern Tbeils dieses Kräuterbltchs.