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Jacobi Theodori Tabernæmontani Neü vollkommen Kräuter-Buch : Darinnen Uber 3000. Kräuter/ mit schönen und kunstlichen Figuren/ auch deren Underscheid und Würckung/ sam̄t ihren Namen in mancherley Sprachen beschrieben ; Deßgleichen auch/ wie dieselbige in allerhand Kranckheiten/ beyde der Menschen und des Viehs/ sollen angewendet und gebraucht werden/ angezeigt wird
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v. ^xOOOKI

Die i. Section.

Das I. Capitel.

Von Rägelein.

Muttcmägleln. ^nro^kvlli. L Nägletn» LkÄt^opk'lll'l ver'l Lluil!.

e s werden allhie der edlen Näglek.

Nägiei». drey Geschlecht von dem ^urbare

fürgestellet/welche ihren Underscheidzum theil auch an der Frucht selbst

Der weltberühmte ?errus ^näreasIvizrrkioluz schreibet/ daß die Naglein eine Frucht seyeeines Baums in India / welcher sich mit seinemStamm und dem Holt? dem Buchsbaum vergleiche /mit den Blättern aber dem Zimmctbaum / alleindaß sie ein wenig runder und kürtzer seyen/ und ver-meldet darbey/daß man sie im Sommer abschwinge/wann sie zeitig worden: Mit welcher Beschreibungdas erste und letzte Geschlecht scheinen überein zukom-9 men / ausgenommen daß die Frucht am ersten Ge-schlecht grösser ist/ und wird genennct Mutternägleinoder Mißnäglein/ das ist/grobe ungerathene Näg-lein/so man Lateinisch ^mopb^Ios nennet: Im letz-ten aber sind sie kleiner und geringer/ eines lieblichenGeruchs und Geschmacks.

Qarcias ab I^orto beschreibet die Näglem Iik>. I.cie»rom.!M.c.2l.elwaö weitläufftigcr/fürnemlichaber

^ das ander Geschlecht / und saget / daß die Naglein einFrucht seyen einesBaums/welche sich mir seiner Ge-staltund seiner Grösse demLorbeerbaum vergleiche/sei-ne Blätter seyen auch den Lorbkerblätterngleich/ausge-nommen daß sie etwas schmäler sind: Der Baum seymit viel Aesten besetzt/und blühe gar voll/die Blum seyerstlich weiß/darnach werde sie grün/ endlich rothlecht/und wann sie hart worden/werde sie zur Frucht/ welcheman Näglein nennet/ dieweil sie sich mit ihren spitzigenKöpffen den eisern Nägelein vergleichen/wan man die-selbige darnach samler und ausdörret/so bekommen sie/wie cbritt. zCoiia vermeldet / ein schwartzlechte Färb.

Man sagt / daß die grüne Blum alle andere Blu-men am Geruch übertreffe. Es meldet auch Larcias.daß die Einwohner die Frucht von den Bäumen ab,schwingen / trucknen sie ein Tag zween oder drey/ dar-nachverwahrens/ und schickens in andere Länder.

Welche Nägelein am Baum hangen bleiben / diesollen vielgrösserund dicker werden/ haben aber keinenUnderscheid von den andern / allem daß sie älter seyn/und derowegen ^vicenns weit geirret/ welcher diesegrobe Nägelein für das Männlein gehalten hat.

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