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2 (1896) Die Choristopetalen. 1
Entstehung
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117
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oder seltener lederartig, zusammengedrückt, umgekehrt eiförmig, ellipsoidiscli oder kreisförmig, gerandetoder flach, an den Seiten aufspringend. Die hängenden Samen sind meist mit einem Mantel [strophiola)versehen. Ausdauernde Stauden oder Halbsträucher oder Sträucher mit spiralig gestellten, selten kreuz-gegenständigen oder quirligen Blättern ohne Nebenblätter. Blüthen meist in endständigen Trauben, seltenin Rispen, ansehnlich und bunt oder unansehnlich, klein, grün oder gelblich.

Etwa 430 Arten in den gemässigten und wärmeren Gegenden beider Hemisphären, in Australien abernur wenige, im tropischen Theile.

Polygala Senega Linn.

Tafel 93.

Ausdauernde Staude mit einfachen, stielrunden Stengeln, lanzettlichen, oblongen oder fast rautenförmigenBlättern und endständiger, reichbllithiger Traube; Kelchflügel fast kreisrund; Samenmantel tief zweilappig,beinahe den Grund des Samens erreichend.

Polygala Senega Linn. Spec. pl. ed. I. 704; Amoenit. acad. II. 2; Willd. in Berl. Jahrb. 1804. t. 3;Woodv. Med. pl. III. t. 162; Plenck,. Pliarmac. I. 549; Bot. Mag. t. 1051; Pursch, Fl. Amer. II. 464;Hook. Fl. Boreal.-Amer. 85 (nicht P. DC. Prodr. I. 330); Nees, Düsseid.. t. 410; Loddig. Cab. t. 1380;Guimp. ii. Schlecht.. Pliarmac. t. 176; Hayne, Abbild. XIII. t. 21; Torr, and Gray, Fl. North Amer.131; Berg u. Schmidt, Dar st. u. Beschr. t. X a ; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 29; Flück. and Hanb. Phar-macogr. 72; Flück. Pharmacogn. 442; Baill. Bot. med. II. 907. fig. 2624, 2625; A. Gray, Gen. II. 223. t. 183,Man. ed. VI. 120; Chodat, Monogr. Polyg. 278; Arth. Meyer, Drogenkunde. I. 283.

Senegapßanze; englisch: Snakeroot, Senega or Senekaroot; französisch: Polygale de Virginie.

Die zuweilen sehr kräftige, weissliche oder hellbräunliche, ausdauernde Wurzel zeigt eine sehr ab-norme Holzstructur, sie ist unregelmässig gekrümmt, häufig gedreht und in den Windungen binnenseitsgekielt (ob nur durch das Trocknen?); aus ihr erheben sich mehrere bis sehr zahlreiche Stengel d. h.Sprosse aus schuppigen Niederblättern der vorjährigen Achsen; sie sind einfach, aufrecht im Innern hohl,zart, unten dünner, nach oben hin dichter behaart und erreichen eine Höhe von 40 cm; gewöhnlich aberzeigen sie nur die Hälfte dieser Länge, ihr Durchmesser übersteigt kaum 2 mm.

Die untersten Blätter sind schuppenförmig, allmälig gehen sie in die Laubblätter über; diese sindsitzend oder sehr kurz gestielt, 2,55 cm lang und 0,51,3 cm breit, lanzettlich, linealisch lanzettlichoder oblong, seltener rhombisch, beiderseits spitz oder am oberen Ende stumpflich oder zugespitzt, krautigoder etwas lederartig, ganzrandig oder sehr fein gefranst-gesägt und hierdurch etwas schärf lieh, beider-seits kahl. Der traubige Blüthenstand ist endständig, vielblüthig, cylindrisch, zugespitzt und wird obenvon Deckblättern schopfig überragt; er ist 23, endlich aber bisweilen bis 8 cm lang, die Spindel istverhältnissmässig ziemlich kräftig. Die eiförmigen, im Schöpfe eioblongen Deckblätter messen kaum1,5 mm und sind sehr hinfällig; die des Schopfes aber bleiben; die Blüthenkuospen aus den letzterenentwickeln sich nicht.

Die Blüthen sind sehr kurz, kaum 1 mm lang gestielt. Die flügelartigen Kelchblätter sind gelblicli-weiss, 2,53 mm lang, mit fiedernervigen, nicht anostomosirenden, grünlichen Adern; die kleineren sindkaum ein Drittel so lang, oblong und stumpf. Die obersten Blumenblätter sind vollkommen fehlgeschlagen,die mittleren schief oblong-lanzettlich, stumpf lieh, sie überragen kaum oder überhaupt nicht die Flügel.Der Kiel ist stumpf und trägt am Vorderrande zwei, am Grunde genäherte, breite häutige Lappen, sowieeinen Kamm aus 56 keulenförmigen, bisweilen an der Spitze getheilten, etwas papillösen, kurzenZipfeln; die Blumenblätter sind fast bis zur Hälfte zu einer oben längs gespaltenen Röhre verwachsen.Die röhren- oder topfförmigen Staubbeutel sind kürzer als die Fäden, kaum 0,5 mm lang, sie springen miteiner fast dreiseitigen Öffnung auf und sind kahl. Der Fruchtknoten ist fast kreisrund, seitlich stark