PTYCHOTIS Koch.
Blüthen aktinomorph, die randlichen kaum deutlich zygomorph, alle gleichförmig, zwittrig. Frucht-knoten unterständig, zweifachrig mit sehr undeutlichen Rippen, glatt oder von feinen Papillen matt.Kelch meist in der Form eines kurzen, mehr oder weniger deutlich fünfzähnigen Wulstes ausgebildet.Blumenblätter umgekehrt eiförmig, durch die eingebogene Spitze tief zweilappig. Frucht von der Seitezusammengedrückt, eiförmig, kahl oder papillös, stets in zwei Theilfrtichtchen zerfallend, die an demFruchtträger hängen; letztere von 5 fadenförmigen Rippen durchlaufen, unter den Thälchen mit einzelnen,an der Fugenfläche mit gepaarten Olcanälen. — Einjährige oder zweijährige Kräuter mit mehrfachgefiederten Blättern, letzte Ausgliederungen derselben meist schmal. Dolden zusammengesetzt, mit oderohne Hüllen, Hüllchen vielblättrig; Blüthen weiss.
Etwa 15 Arten im Mittelmeergebiete, Arabien, Ost-Indien und am Cap.
Anmerkung. Die Gattung ist mit Carum durch Ubergänge so allmälig verbunden, dass man sie mit Recht ein-gezogen und die Arten jener zugerechnet hat.
Ptychotis Ajowan P. DC.
Tafel 74.
Die letzten Ausgliederungen sämmtlicher Blätter linealisch; Hülle und Hüllchen mehrblättrig; Blättchenselten getheilt; Frucht weiss, papillös, sehr stark nach Thymian duftend.
Ptychotis Ajowan P. DC. in Mern. soc. gen. IV. 39, Prodr. IV. 109; Wight, Icon. t. 566; Bentl.and Trim. Med. pl. t. 120.
Ligusticum Ajouan lioxb. Cat. hört. Calc. 21.
Ligusticum Ajowain Itoem. et Schult. Syst. VI. 556; Fleming, Ind. med. pl. in Asiat, research. I. 170,in Journ. bot. IV. 200.
Athamantha Ajowan Wall. ms. in P. DC. Prodr. I. c.
Ammi copticum Linn. Mant. I. 56; Boiss. Fl. orient. IL 891; Flüclc. and Hanb. Pharmacogr. 269;Aschers, et Schwfth. Illustr. fl. d'Egypte 80.
Ptychotis coptica P. DC. Prodr. IV. 108.
Carum copticum Benth. in Benth. et Hook. Gen. pl. II. 891; Flück. Pharmacogn. 731; C. B. Cl. inHook. fil. Fl. Brit. Ind. II. 6S2.
Daucus copticus Pers. Enchir. I. 307.
Tracliyspermum copticum Lk. Enum. pl. hört, berol. I. 267.
Bunium copticum Spreng. Umbellif. 28.
Bunium aromaticum Linn. Mant. II. 218.
Seseli ammoides Jacq. Hort. Vindob. t. 52.
Sison Ammi Jacq. Hort. Vindob. t. 200.
Ajowan; englisch: Juvanee, Ajouan, Ajawain, True Bischops weed; französisch: Ajowan.
Die dünne, weisse, fast ganz gerade Pfahlwurzel der einjährigen Pflanze macht nur wenige Aste.
Der am Grunde einfache, weiter oben verästelte Stengel wird 30—90 cm hoch; er ist stielrund, weissgestreift, aber kaum gerieft, entweder völlig kahl oder spärlich behaart, fast nur papillös.
Die am unteren Theile des Stengels stehenden Blätter sind verbältnissmässig lang, die oberenkürzer gestielt; der auf der Oberseite mit einer Regenrinne versehene Stiel erweitert sich am Grunde zueiner weiss berandeten Scheide; die Spreite ist zwei- bis dreifach, die obersten sind nur einfach gefiedert,die Fiederchen sind schmal linealisch, zuweilen fast haarförmig und bis 3 cm lang.
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