298 Cap.VIII. Von denen ^yewmetns. I'ab, XVIII.
§. li6.
Ein Regen-Maaß, wodurch zu erfahren: Wieviel es entweder jede Stunde, oder
wie viel es ,eden Tag geregnet, ohne daß man nöthig hat täglich oder stündlich nachzusehen.
^ch habe hier die gantze Machine nicht gezeichnet, sondern nur eine Anweisung Nß. XV. l^nIgXVll. gegeben.Da ^ ebenfals ein Trichter von einen halben oder ganhen Fuß, unter solchen ist ein langes Bret o L in die 4bis 6 Kuß, nachdem man nun die Machine einrichten will, solches gehet auf zwey oder mehr Waltzen, wie hiere c ^n das Bret -v 6 sind Kammen oder Zapssen ^ eingesetzet, daran alle Stunden oder <age, wlemanö 'einrichtcnwill, der Zapften oder Stifft ^ so an einer Welle 5 feste ist, einen fortschiebet, und alsoaucb allemahl einen andern Kasten unter dem Trichter bringet. Wie dergleichen Kasten oder Gcfasse zu Samm-luna des Wassers mit c ^ / u. s. f. gezeichnet sind. Diese Gesäß muß man einzeln wegnehmen und ausgieMkönnen zum messen. Die Welle ^ aber muß an eine starcke Uhr mit einem etwas langen Perpendicul, derhalbe Secunden fibriret, appliciret werden.
Ein mehreres hiervon zu sagen erachte nicht nothig, weil die Sache an sich selbst klar, und der Mechani-smus doch nicht nach allen Stücken kan beschrieben werden, sondern auf einen verständigen Mechanicum ankom-met. der schon weiter siehet was darbey zu thun, so aber ein Unverstandiger dennoch nicht fassen wird, wenn, manauch ein besonder Buch davon schriebe.
§. »7.
Des ^mori8 Mckine, so das Regen-Wasser nach gewissen Maaß
oder Gewlchr anmercket.
Es zeiget sich solche 7^5»/- in denen ersten 4 Figuren, da durchgehends bey jeden Stück'einer-ley Zeigen behalten werden; ^ zeiget 5-5^ /. im Perspectiv, und //, in Grund. Riß einen Trichter,dessen jede Seite 1 Fuß lang, dessen Vessuung oder Auskauft' s ist, ans welchen das Wasser in ein Kästgenetwa eines Zolls weit und lang, mit / gezeichnet, so forneher von 6 bis - etwas schreg gemachetist, damit sich das Wasser desto leichter ausschüttet, lauftet; dieses Gefäß oder Käsigen / ist aus einem beyzwey Fuß langen Stab N / feste, davon das andere Ende in einer Welle tt stehet; welche mit ihren Zapf-ten in denen beyden Säulen - beweglich wird, von dar gehet ein halb so langer Arm » X hinaus,an dem ein Stück Bley zum Gegen - Gewicht mit einer Schraube zum fest stellen befindlich, an dem einem Zapf-ten ist ein Sperr, Riegel oder Arm welcher allemahl, wenn der Arm // hernieder gehet,einen Zahn von dem Rad N fortschiebet, also daß :'n -omahlen solches einmahl herum ist, dieses hat aufder andern Seite ein Getriebe von 6 Stäben, und greiftet ins Rad von 6c? Zähnen, und dann ? in9. und L. in K. also, daß wenn K einmahl herum ist, 9^ ismahl, 10-zmahl, ^ loczOmahl,Md A5 l aoosmahl herum seyn müssen, weil jedes Rad 6o Zähne und 6 Triebstecken hat, also, daß der Zei.qer / die iofachen, F die »OLfachen, ^ die loosfachen, und / die loooosachen Zahlen bemerckct: derKupfferstecher hat Zahn und Getriebe nicht genau observirct, weiches aber hier zur Sache nichts thut. DerStab I 51 k ' mit seiner Achse und Welle so nichts andres ist als eine Schnell-Waage, wird durchdas Gewicht also lange gestellet, bis accurat ein Loch Wasser, so in das kleine Gefäß gelauften, dasselbe kippendmachet, daß es nieder schmeißet, sich auslediget, und wieder in die Hohe kommet, mit dem Stifft oder Arm, an die Platte >- stösset, und den Arm s ^ in die Hohe treibet, daß das andere Theil oder Blätleinso inzwischen das Löchlein ^ verschlossen gehalten, daß nichts vergeblich weglauffen können, weil es aus-qe'schüttet; aus solche Weise wird allemahl, wenn ein Loch Wasser sich gesencket, es solches ausgiessen, unddurch die Zeiger cmmercken; selte man es genauer habcn wollen, könte es nur aus ein halb Loch eingerichtetwerden, und würde bey M Psund der letzte Zeiger / erstlich einmahl herum kommen, und also bey einemLoth 372 Pfund. Es ist diese Machine hauptsächlich vor einem der nicht viel Zeit hat, um allemal seine Machi-ne nachzumessen, weil man in langer Zeit nicht nachsehen darff, und so man das fünssre Nad anfügen wolte,würde solches erstlich in xz^Oomahl einmahl herum kommen, und müste inzwischen 1560 Pfund, wenn es nuraus ein halb Loth gerichtet wäre, oder zu gantzen 3-20 Pfund regnen, so aber kaum in vielen, geschweige ineinem Jahr geschiehet; alles muß im übrigen recht spielend und willig gehen, und nirgend stocken, auch allesin guter Schmiere gehalten werden. Die gantze Machine wird bedecket, also, daß nur die Oessnung vom Trich,ter bleibet; dahero man sie aller Orthen hinstellen kan. Das wichtigste was darbey zu consideriren ist: wennes nicht so viel regnet, daß es ein Loth oder ein halbes machet, und hernacher sehr lange inne halt, daß es in,»wischen dieses evaporiret, und also nicht angezeiget wird, welches aber doch gar selten geschiehet, und beyder grossen Menge, wenn man es nicht so gar scharss nehmen will, eben so viel nicht zu sagen hat; denn wirwerden es doch auf wenig Archen so gar accurat treffen, daß so gar nichts mangeln solte: ein fleißiger Obser-vator, der zugegen ist, könte auch, nachdem es sich gäntzlich aufgehellet, und kein Regen mehr zu vermuthen,nachsehen, und solches selbst auch notiren; dahero das Gefäß mit Linien in gantze und halbe Quentlein kan abge-theilet werden. Bey dem Waagbalcken 1 k muß das Centrum der Schwehre höher als das Centrumder Bewegung gesetzet werden.
Das