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3 (1726) Theatrum aerostaticum, Oder Schau-Platz der Maschinen zu Abwiegung und Beobachtung aller vornehmsten Eigenschaften der Lufft : es handelt dieser Theil von Barometris, Monometris, Thermometris, Hygrometris, Hyetometris, Plagoscopiis und dergleichen Wetter-Gläsern, Machinen und Instrumenten ; Da nicht nur angezeiget wird: Wie solche Instrumenta zubereiten, zu füllen, abzutheilen und die Experimenta damit zu machen, sondern es werden zugleich die Eigenschafften der Lufft und Ursachen der Veränderung nach Möglichkeit ausgeführet, auch mit andern hierzu dienlichen Instrumenten erklähret, ... ; alles in vielen deutlichen Figuren und 23 Kupffer-Platten entworffen
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299
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c gp'IX, B on den ?I--°o5copiis. ^ XIX, 299

Das IX, Capitel.

Ion plaZolcopüs oder Instrumenten so die Gegenden

des Windes zeigen.

§. >»8.

eil man aus der Gegend deö Windes künssiiges Wetter öffters ju6iciren kan, auch sonst wegen derGesundheit in vielen Stücken nöthig ist, daß man weiß, woher der Wind wehet, so hat man je-derzeit sich angelegen seyn lassen, solche Jnstrumenta, so man insgemein Wind-oder Wetter,Fah-nen nennet, auf die Hauser, absonderlich aber aus die Thürme zu setzen. Die Figuren, so man

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Gort bey denen H.yden gewesen, und beynahe //. vorgestellet; doch daß er statt der Posau-

ne eine dreyfache Rohr. Pfeiffe und doppelten Delphinen. Schwantz hatte, in der Hand aber einen Stab, da-mit er auf denen 6 Seiten allemahl einen von denen Winden wiese; wie hiervon Vittuvlus weirlaufflig handelt.Der groste Fehler der Wind - Fahnen -st. daß sie sehr stocken und harte gehe»; so ist hingegen das beste, daß sieleichte, ja von dem schwächsten Winde sich bewegen lassen; daß sie also stocken oder fest sitzen, kommet vom Re-gen oder Nässe her, welches sich zwischen den n Hülßen und der Stange sehet, und also beydes zusammen rostet;denn da die unterste Hülße ^ Z/F»?-/? 5'/. x/x. unten auf dem Ansatz a s sie aufsitzet, daß das Was-ser, so bey ä hinein laüffct, unten nicht durch kan, und etliche Tage eine Wind-Siille folger, so muß alles ro-sten , und sich fest ineinander sitzen, daß es ohne dem starrsten Wind nicht kan geloset werden. Ich habe daherosolche verbessert, wie eine dergleichen ^ zu sehen, da über die gantze Srange oder Spindel «

ö eine Hülße gehet, und oben bey « auf nner harten Spitze von Stahl lauffet, also, daß keine Nasse; undfolgendlich auch kein Rost beykommen kan, so die Schnelligkeit verhindern kvnte.

Eine andere Acth habe ich gleichfals vorgestellet, da zwar keine gantze Hülße, den-

noch aber alles bedeckt ist wider den Regen; das obere Srück ^ hat ein Stück Hülße etwa in die 2 Zoll lang,so über die Spitze s hinweggehet; die untere HM- ^ ist auch bedecket mir einem Stücke Rohr 6daß über L hingehet, aber oben an ein gantz enges Rohr, so feste an die Spindel 5 verwahret ist, daßkein Regen hinein kan, auch so feste, daß die Fahne vom Wind nicht abgestützet wird; ob nun schon Wind-Fahnen mit dem Wind parallel stehen, dennoch aber weiß dadurch niemand, was es vor ein Wind ist, oderwie der da blaset, Heisset, und kan auch dieses n emand wissen, wenn ihm zuvorhero die Gegenden des Himmelsnicht bekandt sind, und muß er zum wenigsten einen O-th wissen, es sey Mitternacht, Mittag, Abend, oderMorgen. Bey denen Wind. Fahnen auf denen Kicch. Thürmen last sichs noch ziemlich treffen, weil meist alleKirchen von Abend gegen Morgen gesetzet sind, und der Altar gegen Morgen stehet; wo Sonnen, Uhren zuge-gen sind , kan man sich auch leichte helffen, Massen alle Zeiger, Stangen mit der Mittags, Linie oder Welt,Achse übereinkommen müssen, und also kan man von dar gar leichte auch bty der Wnd-Fahne die Welt,Ge.genden judiciren; weil aber dieses sich nicht alter Orthen findet, so ist es sehr wohl gethan, wenn man einen Pfeiloder Stab unter der Fahne an der Stange zugleich mit befestiget, und dessen Spitze nach Norden richtet, ^viezu Leipzig an der Waage zu sehen ^ und hier abgebildet stehet, da « 6 der Pfeil, des,

sen Spitze 6 nach Norden oder nach der Mittags, Linie gerichtet ist; weil aber vielen dieses nicht genug ist,sondern ein scharffes Verzeichniß suchen, so ist man dahin kommen.

§. 1-9»

Einen Wind^ Weiser zu machen, der im Zimmer entweder oben an der Decke, oder

als an einer Uhr, Tafel die genaueste Abheilung des Windes zeiget,x/x. zeiget sich die Wind. Tafel an der Decke eines Garten. Häußleins, da ^ s eineiserner Stab, der durchaus gehet von ^ bis L, da der Zeiger ^ 6 angestecket ist, und muß der Halmoder eine andere Fahne die gantze Stange ^ L zugleich umwenden; damit aber, wo die Stange durchsDach gehet, der Regen nicht mit durch kan, so ist eine Hülße e an die Stange befestiget, die über eineandere kleinere gehet, darinnen die Stange sich wendet, und oben in Forst des Hauses feste ist, wie derglei,chenauchzu sehen bey ^ da die Stange mit der Kugel 5 sich wendet in der Hülß? s,

darüber eine grössere ^ in Gestalt einer kleinen Kugel stehet, und die Oeffnung bedecket, daß kein Reaeneindringen kan: und eben auf diese Arth geschiehet es.^///. bey ^»- unten gehet das En,de durch die Decke, und führet den Zeiger auf der gleichen Abtheilung, wie an zu sehen;

Es kan auch solches geschehen an einer Wand, auf die Arth, wie ^ da die zwey Zeiger

ausser dem Hause zu sehen sind, hier aber kan die Stange und das Getriebe nebst dem Kamm, Rad ^ ' L e

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