Druckschrift 
3 (1726) Theatrum aerostaticum, Oder Schau-Platz der Maschinen zu Abwiegung und Beobachtung aller vornehmsten Eigenschaften der Lufft : es handelt dieser Theil von Barometris, Monometris, Thermometris, Hygrometris, Hyetometris, Plagoscopiis und dergleichen Wetter-Gläsern, Machinen und Instrumenten ; Da nicht nur angezeiget wird: Wie solche Instrumenta zubereiten, zu füllen, abzutheilen und die Experimenta damit zu machen, sondern es werden zugleich die Eigenschafften der Lufft und Ursachen der Veränderung nach Möglichkeit ausgeführet, auch mit andern hierzu dienlichen Instrumenten erklähret, ... ; alles in vielen deutlichen Figuren und 23 Kupffer-Platten entworffen
Entstehung
Seite
297
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Von dMM ^7etometri8. "I'ad. XVII.

297

K. uz.

Ein li/etometrnm ist ein Instrument dadurch man entweder nach dem Gewicht oder Maaß genau bemer,Ken kan: Wie viel es täglich, wöchentlich, monathlich oder »ahelich regnen und schueyel. Es haben dergleichenJnstrumenta schon viele von langer Zeit her gebrauchet. Uud die Köiiigl. Socielär in Paris giebt jährlich an:Wie viel des Wassers so vom Himmel kommen in einem Jahre gewesu,. Solchen habm auch viele in Teutsch»land und andern Ländern gesolget, deren wir, wannö zu was dienlich, unterschiedliche nahmkassr machen tönten.Die Herren Collectores der offr. belobten Breslauer Naiur. Geschichte, haben bis dato alle Monathe die Quan-tität der von oben herabkommenden Wasser angemerket; wicwohl sie nur auf die Proportion des Wassers, soein Monath oder ein Jahr gegen das andere gegeben, eigendlich gesehen. Denn sie haben nur ein gläsern Gefäßin Form eines Trichters genommen, so aber fast § einer Vierttl»Elle weit seyn soll, darbey etwas lang, und utt,ten spitzig zugehend, damit sie auch die geringste Quantität, >a f^t nur eiliche Tropften, ausmessen können. ..Zudem Ende haben wir ^wie sie pag. »59. im andern Versuch des Monaths OctobriS schreiben,^ ein beliebiges,.Maaß, von 25 bis zo Graden angenommen, wnl auch weder die stärksten PlatzRegen noch allge-..meinen Land, Regen diese Zahl, nach obig r Glaß, Grosse, binnen 24 Stunden zu übersteigen pflegen. Das».Maaß der Grade haben wir nach dem Gewichte genommen, imd zwar auf jeden Grad zwey Drachmas, und.,dem untersten Grad, der kleinen Rtsen wegen, nach den lübäivillü eines Drachma, erstlich in der aus,,,serlichen Spitze in Man . hernach ->cl Lcru^nl. l)r»cwu. llimicl. und endlich forthin iedm Grad gleich,,

durch in - Drachmen getheilct, und ob zwar in denen höheren G uden die Accuraresse nach Gran und Scru...pel nicht aitendiret werden kan, so wird solches nach unsern Absichten keinen so grossen Fehler geben, weil die.',kleinen Abtheilungen nur vor die kleinen Regen gemacher sind, da bey grossen Güssen solche Kleinigkeit nicht"viel zu sagen hat, zc. Wie denn auch mehrentheils der N gen nicht aller Orthen, ja auch in einer Stadt gleichtstarck fallet, zc> „ Ich habe hiervon x/7/. nur die Spitze, wegen ManZel des Raums, von

diesem Gefäß genommen, damit man die Abtheilung stehet, die hier nur auf ,5, dort aber auf 25 stehet. Dasgantze Gefäß ist, der Zeichnung nach, oben - mahl so weit uny 4 mahl so lang als die Linie ^ F.

Wer nun noch genauer gehen und wissen will: Wie viel Wassr auf ein Fuß Landes komme? der setze einGefäß auf, das eines Fusses breit und lang ist, und mache hernach sein Zacit darauf, entweder daß er solches miteinem Maaß ausmesse, oder durch Gewichl abwäge.

§. 114.

Des Durons gantz simples Regen-Maaß.

Ich bin vor etlichen Jahren von einer vornehmen Standes-Person an auswärtigen Orthen ersuchet wo»den, ein gantz simples Regen. Maaß zu verfertigen und zu übersenden. Dahero ich eiiun viereckigten Trichter evon Zinn machen lassen, dessen Flache nicbr dem Maaß, sondern dem Annbalt nach, F Fuß betraff, und solchenauf einen andern viereckigten Kasten, ebenfals von Zmn, wie^5///. 7^/«^ ^ ^ Zeiget, qcnauaufgerichtet, daß mchts cvapomen könne. Der Boden /) war als ein Kessl formiret, und in der M tteder Hahn c' gesteller, durch welchen man das Regen »Wasser, so aus dem T'ichler laustet, und sich im tza,sten ^ L sammlet, auslassen und messen kan. Bry ^ ist ein klein Rohr unter sich gebogen, wodurchdie Lufft weichen kan. Hierzu wurden zwey Maaß gemachet, davon das eine accurat 1 Pfund, da? andere abernur ein Viertel--Pfund fassete, der Hals war im Dn.merer erwa , Zoll weit, die gantze Hohe, so das viertel,Pfund einnahm, war in Lothe und Quemlein eingetheilet. Wolle man nun die Quantität von eines Fusses breitwissen, wurde es nur duplirt.

>/ §- "s.

Hn. Leutmanns Regen Maaß.

Er stellet dieses Instrument ln dem schon össrers angeführten Tractat pag. t 27. Vll. dar. Hier er,scheinet es, wicwohl in einer etwas grösseren Figur l'-,!,. XVll. ^Zuri, Xiv. da ^ ein viereckigter Trichter, jedeSeite accurat eines Fusses lang. ^ Die Spitze so unten rund ist und eine Oessnung in Grösse einer kleinen Erbsenhat, stehet in einer gläsernen Röhre 6 5 von saltsamer Weite, 2 oder z Zoll im Diameter, und r oderz Fuß hoch. Die Spitze vom Trichter ^ muß wohl hinein passen. Die gläserne Röhre ^ ö bekömmt unteneinen engen Hals, daß sie also nur etwa ein Viertel, Zoll weit bleibet, und wird mit einen meßingenen Hahn Hbeschlossen, daß man nach Belieben das gesammlete Wasser auslass n ksn. Uberdiß ist noch eine kleine und vielengere gläserne Röhre -5 6 gemacht, etwa z oder ^ vom Zoll im Diamerro, und bey 2 oder z F- ß tang,deren Ende gleichsals mit einem Hahn 6 versehen ist. Die weile Rohre ist in gantze, halbe und Viertel.Psundabgetheilet, die kleine aber nur aus 7 Quemlein; hier aber in unserm Riß auf 32 Loth, jedes Loth in 4 Quent,lein, dörffte aber auch nur ein Viertel, Pfund seyn, weil die grosse bis ins Viertel, Pfund gehet. Die Äbthei,lung geschiehet, daß man bey der kleinen Röhren allemahl « Quemlein oder i Loth Wasser hinein giesset, undselbiges mit einer Linie oder Ziffer bemercket. Bey der grossen aber ein Psund Wasser nach dem andern eirigies,set, und den Terminum noriret. Die Zwischen,Theile, oder halben Psund und Viertel, können nur mit ei-nem Zirckel abgetheilet werden. Dergleichen auch bey denen Lothen und Quemlein cbenfals am allerfüglichstengeschehen kan.

77^6/?'. Ddd §. ns.