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Foeniculum.
zu einer krystallinischen blättrigen Masse. Ein Oel, welches selbst bei +18°erstarrt, enthält nur Stearopten und entsteht durch Zufall, wenn z. B. derDroguist das Flüssige von einem halb erstarrten Fenchelöle zum Verkauf ab-giesst, so dass das Stearopten zurückbleibt. Altes Oel hat oft die Eigen-schwere des Wassers und ist weniger zum Erstarren geneigt. Manches Fen-chelöl, welches wenig Stearopten enthält, erstarrt selbst bei einigen Kältegradennicht. Es besteht aus einem Stearopten und einem Elaeopten, von welchenletzteres weit löslicher im Wasser ist. Je nach dem Maasse des Stearoptenge-haltes ist es in 1 bis 2 Th. 90proc. Weingeist löslich. Mit Jod verpufft esnicht. Das bei der Darstellung der Aqua Foeniculi in kalter Jahreszeit ge-sammelte Oel besteht fast nur aus Stearopten und kann nicht als Fenchelölverwendet werden.
Aufbewahrt wird das Fenchelöl wie andere flüchtige Oele in gut ver-stopfter Flasche am schattigen Orte. Man giebt es meist in Form eines Elaeo-saccharum, seltener in Tropfen. Gabe 0,05—0,1—0,15 (2—4—6 Tropfen).
Tinctura Foeniculi. 20 Th. zerquetschter Fenchelsamen und 1 Th.Fenchelöl werden mit 100 Th. verdünntem Weingeist übergössen,einen Tag hindurch digerirt, einen Tag an einen kalten Ort gestellt, dannausgepresst und filtrirt. j
Tinetura Foeniculi eoinposita,! Roinershausen's Augenessenz. 100 Th.Fenchelsamen, 25 Th. frische Blätter des kleinen Wegerich (Plantagominor) oder frische Spinatblätter und 2 Th. Fenchelöl werden mit 600 Th.verdünntem Weingeist übergössen, einige Tage an einem kühlen unddunklen Orte macerirt, ausgepresst und filtrirt. Die Tinctur ist an eiuemdunklen Orte aufzubewahren. Sie wurde von einem gewissen Apotheker Geissals Geheimmittel in den Handel gebracht und wird jetzt häufig in den Apo-theken gefordert. Sie wird mit 5—10 Th. Wasser gemischt zum Waschender Augen behufs Erhaltung, Herstellung und Stärkung der Sehkraft gebraucht,nützt aber nicht viel.
II. Radix Foeniculi, Fenclielwurzel, die im Herbst gesammelte und ge-trocknete Wurzel. Sie ist cylindrisch circa 2 Ctm. dick, 25 Ctm. lang, untenzweitheilig, aussen blassbräunlich, querrunzelig, innen weiss und fleischig, be-setzt mit starken Wurzelfasern. Frisch hat sie einen fenchelartigen Geruchund Geschmack, welcher aber beim Trocknen total verloren geht. Sie istübrigens reich an Stärkemehl, Zucker und flüchtigem Oel, welches jedoch vondem Oele der Früchte verschieden ist. Sie ist völlig obsolet.
(1) Elaeosaccharum Foeniculi.
ijc Olei Foeniculi Guttam unamSacchari pulverati 2,0.
M.
(2) Pulvis Foeniculi compositum.
Pulvis Magnesiae compositus. Pulvisgalactopoeus Rosenstein , Pulvis lacprovocans Rosen . Ammenpulver.
Fructus Foeniculi 15,0Corticis Aurantii 5,0Magnesiae subcarbonicae 30,0Sacchari albi 10,0.
Misce. Fiat pulvis subtilis.
I). S. Täglich 4mal einen gehäuftenTheelöffel voll mit einer Tasse Milchoder einem Glase Bier zunehmen.
(3) Species diureticae
Pharmacopoeae Franco - Gallicae.
Radices quinque aperitivae.
Radicum siccatarumApii graveolentisAsparagiFoeniculiPetroselini
Rusci aculeati ana paites.
Concisae misceantur.