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1 (1876)
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Foeniculum.

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kielten gelblichen Rippen gezeichnet sind. Die Thälchen zwischen den Rippensind breit, flach dunkelbraun, je mit einem Oelstriemen. Der Geruch ist an-genehm gewürzhaft, der

Geschmack gewürzhaft,süsslich anisähnlich. DerRömische, Kretische oderItalienische Fenchel, Se-men Foeniculi Roma-num, kommt aus Italien.

Er besteht aus Spaltfrüch-ten, welche um die Hälftebis doppelt so gross alsder gewöhnliche Fenchel,auch blässer an Farbe, aberweit süsser und ölreichersind. Seine Mutterpflanzeist eine Varietät von Foeni-culum ofßcinale (Foeni-culum dulce DC.). Die Rippen der Frucht sind stärker, schärfer gekielt,die Thälchen schmäler. Die Farbe ist röthlich - braun. Der aus Apulienkommende Fenchel gleicht dem in Deutschland gewonnenen, schmeckt aberetwas angenehmer.

Fig. 267. Früchte von Foeniculum offic. a. in natürlicher Grösse,&. vergrössert. d. Theilfrucht. c. Querdurchschnitt, r. Kippen./. Furchen.

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Bestandtheiie. Fenchelfrüchte enthalten 2,5 4 Proc. flüchtiges Oel,-12 Proc. fettes Oel.

Aufbewahrung. Der Fenchel wird von Steinchen und Sand gereinigt ganzund als grobes und mittelfeines Pulver vorräthig gehalten, das Pulver aberin gläsernen Gefässen aufbewahrt.

Anwendung. Der Fenchel ist ein beliebtes Carminativum, welches imAufguss mit Milch den kleinen Kindern, welche der Mutterbrust entbehren,gereicht wird. Auch wird er als Expectorans und Milchsecretion beförderndesMittel (Galactagogum) gebraucht. Die Franzosen halten ihn für diuretisch.

Aqua Foeniculi, Fencliclwasser, das Destillat von 30 Theilen aus 1 Theilzerquetschten Fenchelfrüchten und der genügenden Menge Wasser.

Beim längeren Stehen des filtrirten Fenchelwassers an einem kühlen Orte,wie im Keller, scheidet sich stets etwas des darin gelösten Fenchelöls inkrystallinischen Schuppen aus, die sich theils am Grunde, theils an der Ober-fläche des Wassers ansammeln. Dieses Oel sollte nicht durch Coliren abge-sondert werden, sondern es wäre richtiger, das Wasser durch Hinstellen aneinen warmen Ort auf 40 50° C. zu erwärmen und das ausgeschiedene Oeldurch Schütteln wieder darunter zu mischen. An einem kalten Orte scheidetfast das ganze Oel aus, und nach dem Filtriren erhält man ein kaum schmecken-des und riechendes Wasser.

Oleum Foeniculi, Fenchelöl, das durch wässrige Destillation aus demFenchel gewonnene Oel. Es beträgt 3,5 4 Procent von der Menge desFenchels. Es ist ein dünnflüssiges farbloses oder gelbliches Oel, von demGerüche und Geschmacke des Fenchels. Spec. Gew. 0,94 bis 0,997. Bei +5°C.,zuweilen, wenn es viel Stearopten enthält, schon bei +10° erstarrt dieses Oel