Farfara. — Fei.
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Petasites tomentosus DC., filziger Huflattig. Blätter nierenförmig.
Lappa vulgaris und Lappa Bardana Kunth . Klette. Blätter oval-herz-förmig, zugespitzt; auf der unteren Fläche mit hervortretendennetzförmigen Nerven.
Einsammlung und Aufbewahrung. Die Huflattigblätter werden nach derBlüthe der Pflanze, im Mai und Anfangs Juni gesammelt. 5—6 Theile geben1 Th. trockne. Sie werden geschnitten und durch Absieben von dem filzigenStaube befreit in Holzkästen aufbewahrt.
Bestandtheile. Die Huflattigblätter enthalten etwas eisengrünendenGerbstoff, wenig bitteren Extractivstoff und reichlich Schleim. Sie werdenmeist nur als Thee bei katarrhalischen Leiden der Respirationsorgane gebraucht.Die Blätter der anderen Tussilagoarten sind übrigens früher in gleicher Weisebenutzt worden.
Fei.
Bos Taurus, zahmes Rind, das bekannte Zuchtthier aus der Familie derWiederkäuer und Hohl-Hornthiere (Cavicornia).
I. Fei Tauri recens, Fei bovinnm reccns, Bilis bubnla, Bilis cystiea tanrina,frische Rinds- oder Ochsengalle ist eine in einem häutigen Beutel, der Gallen-blase, angesammelte, braungrüne oder dunkelgrüne, schleimig-dickliche,mit Wasser geschüttelt seifenartig schäumende, widrig bittere und schwachsüssliche, schwach alkalische oder neutrale Flüssigkeit von eigenthümlichemGerüche, welche in der Leber aus dem venösen Blute der Pfortader abge-schieden wird. Sie wird während der Verdauung in den Verdauungsapparatübergeführt und dient hier zur theilweisen Abstumpfung der Säuren, verhindertin gewissem Grade die faulige Zersetzung der Darmcontenta und unterstütztdie Lösung und Resorption der Fettstoffe. Das spec. Gew. der Rinds-Gallevariirt zwischen 1,018 — 1,026.
Bestandtheile. Die Rindsgalle besteht aus 8 —12 Proc. festen Stoffen undWasser. Die festen Stoffe bestehen aus ungefähr tO Proc. taurocholsauremund glykocholsaurem (oder gallensaurem) Natron, ferner aus Cholin(einer organischen Base), Harnstoff, Cholesterin (Gallenfett), Gallen-schleim, Gallenfarbstoffen, Fetten und mehreren verschiedenen Salzen,wie Chlornatrium, Chlorkalium, phosphorsauren und kohlensauren Salzen derKalkerde, der Magnesia, auch wohl Spuren Eisenoxyd. Die Formel der Gly-kocholsäure ist C 52 H 42 N0 11 ,H0; die der Taurocholsäure C 52 H 45 N0 14 S 2 . Wein-geist fällt aus der Galle den Gallenschleim, Aether löst die Fette, mit Kohleentfernt man die Farbstoffe.
Heilwirkung. Ueber den Heilwerth der Galle sind die Aerzte verschiedenerAnsicht. Allgemein glaubt man, dass sie die Peptonbildung verhindere unddie auflösende Kraft des Magensaftes aufhebe, sie also keine Stärkung derVerdauung herbeiführe. Mit dem Magensaft in Berührung unterliegt sie sofort
Hager Pharmac. Praxis. I. 65