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Faham. — Farfara.
In den Deutschen Handel sind die Fahamblätter noch nicht gekommen.In Frankreich war es besonders die Firma Bousquin (Paris, Galerie vivienne26, 28 et 30), welche diese Waare von den Inseln Reunion und Mauritiusimportirten und als Ersatz des Chinesischen Thees empfahlen. (Eine Portion(von 70,0) zu 70 Tassen Tliee = 2 Mk.)
Bestandtheile sind Cumarin, Spuren flüchtigen Oels, etwas Eisen braun-fällender Gerbstoff.
Anwendung. Diese ist dieselbe wie von Asperula odorata und Aya-Pana.Hauptsächlich ist der Fahamthee ein angenehmer Ersatz des ChinesischenThees für Diejenigen, welche letzteren nicht vertragen. Der Fahamaufguss(1,0 auf 120,0 Wasser) ist nicht aufregend, bewirkt nicht Schlaflosigkeit, wirktvielmehr tonisirend und die Digestion belebend. Getrunken hinterlässt er imMunde einen angenehmen Nachgeschmack.
Mit dem Fahamthee lässt sich Maitrank alle Zeit bereiten (vergl. S. 514).
Farfara.
Tussilago farfara Linn ., Iluflattig, eine perennirende, durch Ausläufer
wuchernde, auf kalkreichem feuch-tem Boden durch ganz Europahäufige Composite, aus der Ab-theilung der Tussilagineen.
Fo 1 ia Farfarae, Horba Far-farae. Helba Tussilaginis, Huitattig-bliitter, Iluflattig, die getrockne-ten wurzelständigen Blätter. Siesind rundlich herzförmig,buchtig eckig (ungefähr 7-eckig) und ausgeschweift gezähnt.Die Zähne sind au ihrer Spitzeetwas gebräunt. Die Blättersind ziemlich breit, circa 10 Ctm.im Durchmesser, flach, oberhalbglatt, hellgrün, rothaderig, unter-halb weissfilzig, von schwachemGerüche und schwach bitterem,schwach zusammenziehendem undschleimigem Geschmacke.
Verwechselt können dieHuflattigblätter werden mit:Petasites ofßcinalis Moench.(Tussilago Petasites Linn.)grossblättriger Iluflattig. Blät-ter 2 — 3mal grösser, mehrnierentörmig, kaum eckig. Auf der Unterfläche nur fein behaart.