Euphorbium. — Faham. 1023
Arcana. Acerbo's antivheumatisches Oel wird aus 10,0 Euphorbiumpulver,10,0 Weingeist und 80,0 Olivenöl durch Einkochen bis zum Verdampfen des Wein-geistes und Coliren bereitet. Dient als Einreibung bei Pferden. 100 Gm. = 4Mk.(Hager , Analyt.)
badnscheidt 'sches scharfes Oel, ein Digest aus 5 Euphorbiumpulver, 3 Can-tharidenpulver und 100 bestem Olivenöl oder aus 1 Euphorbium. 3 Cortex Mezerei,1 Weingeist und 20 Olivenöl. Es wird zum Einreiben der Wunden durch denbaunscheidt 'schen Lebenswecker gebraucht. Dieser Lebens weck er besteht ineinem Cylinder von Holz mit einer Anzahl kleiner Nadeln, welche in die Hautgeschnellt werden und auf diese Weise kleine Wunden hinterlassen.
Diese Manier der Heilung gichtischer Leiden ist schon seit mindestens 150Jahren von Schäfern und Kurpfuschern geübt worden und war unter dem Namen„Hacken" bekannt. Von Baunscheidt wurde sie nur marktschreierischausgebeutet und bekannter. Als Einreibung benutzten jene Schäfer Linimentumammoniatum.
Hundswuth (Wasserscheu), Rinderpest (Löserdürre). Unfehlbares und gründlicherprobtes Heilmittel gegen die genannten Krankheiten von Anton Patkiewicz.Dies ist das Titelblatt einer Broschüre von 24 Seiten. Das Hu ndsWuth mittel,welches der p. Patkiewicz gegen Einsendung von 6 Mark überschickt, ist in 2Gläsern enthalten. In dem einen Glase befinden sich drei in Wachspapier gehüllte,je 3,0 schwere und mit 1, 2, 3 verzeichnete Täfelchen von weissgelblicher Farbe,gleichend einem Gebäck aus Weizenmehl mit wenig Zucker und einer fettreichenSubstanz, wie es scheint, einem mit Kraut von Anagallis arvensis und Samen vonEuphorbia Latliyris gekochten Oel. Das andere Glas enthält ein Salbengemischaus Bleipflaster, Terpenthin und einem wahrscheinlich mit Kraut der Anagallis ar-vensis gekochten Oele. Diese Mittel sollen das Ausbrennen und Ausschneidender Bisswunden überflüssig machen. Die Täfelchen werden nüchtern, alle halbeStunden eines, genossen. ( Hager , Analyt.)
Fall am.
Angrecum fragrans Thouars , starkriechender Angurek, eine auf denMascarenhas einheimische Orchideeaus der Abtheilung der Vandeen.
F o 1 i a Fall am, Herba Angreci fra-grantis, Faaintkee, Faliamthee, Bourboiithee,
die trocknen ganzen Blätter mit bei-gemischten , von Blattseheidenrestenbedeckten Stielen. Die Blätter sind4—6 Ctm. lang, linienförmig, ganz-randig, stumpf, an der Spitze in Folgeeines Ausschnittes in zwei abgerun-dete Lappen auslaufend, lederartig,längs- und parallelnervig, mit auf derunteren Blattfläche vorstehenden Ner-ven und Mittelnerven, an der Basisden Stengel scheidig umfassend. DerGeschmack ist wenig merklich bitter,dem Geruch entsprechend. Letztererist tonka- oder melilothenähnlich, anVanille entfernt erinnernd.
Fig. 2fi0. Stiel aus dem Fig. 263. Platt aus demFahamtliee.