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1 (1876)
Entstehung
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989
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Curcuma.

Eigenschaften. Es kommen zwei Arten Kurkuma in den Handel: 1) dierunde, 2) die lange. Oft sind beide Arten durchmischt. Die Kurkumaist entweder eirund wall-nussgross (runde Kur-kuma) oder walzenrund,bis zu vierzehn Millime-tern dick (lange Kur-

kuma), fest, schwer, fast br

hornartig, aussen gelb- p^SU hr

bruche etwas flach, pome- aiMH

ranzengelb und mit einem ^

versehen; von schwachem

Ingwer - Geruch, beim g f&Sm

Kauen im Munde bren- j i

nend, den Speichel gelb ^ä§

färbend und von bitter-

lichem Geschmack. Wj ßti SpC- 1 - ^- r

Fig. 247. C. I, Curcuma longa. C. r. Curcuma rotunda. Natürl. Grösse.Ik Seitentrieb (Lateralknolle), br Blattstielreste, n Narben der abge-schnittenen oder abgebrochenen Seitentriebe, mo Nebenwurzeln.

Auf dem Querschnittder Kurkuma findet manein dichtes hartes safran-gelbbraunes harzglän-zendes Parenchym undeinen dunklen, die bei-nahe 1 / 4 des Durch-messers ausmachendeRindenschicht von demHolzkörper trennendenRing, die Kernscheide.

Die Zellen des Paren-cliyms mit ihrem Inhaltwerden durch Jodwas-ser gleichförmig blaugefärbt, ohne dass Stärke-mehlkörnchen gegenwär-tig sind. Dieser Verhaltberuht auf dem Ver-fahren, die Kurkumavor dem Trocknen mitheissem Wasser zu be-handeln (zu dämpfen),um ihre Vegetationskraft,welche bei dem lang-samen Trocknen nicht unthätig bleibt, zu zerstören. Das Stärkemehl ist dahernur noch als eingetrockneter Stärkekleister vorhanden.

Die als gemahlene Kurkuma in den Handel kommende Waare ist fürden pharmaceutischen Gebrauch ungeeignet. Sie soll häufig mit Erbsenmehlverfälscht sein. Dies wäre mikroskopisch an den intacten Stärkemehlkörnchenzu erkennen.

Cure.

Fig. 248. Querschnitt fies Kurkumarhizoms. Jmalige Lin.-Vergr.ar Aussenrinde, mr Mittelrinde, k Kernscheide, h Holzbündel.