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1 (1876)
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Curara.

Curcuma.

eine verschiedene. Nacli v. Schroff und Husemann sollte jedes beschaffteKurare durch physiologischen Versuch geprüft werden. Im Allgemeinen istdie Gabe zu 0,001 0,0025 0,004, die stärkste Einzelngabe zu 0,005, diestärkste Gesammtgabe auf den Tag zu 0,02 anzunehmen. Meist findet Kurareeine hypodermatische Anwendung. Die Injectionsdosis kann zu 0,002 0,0040,006, die stärkste zu 0,015, die stärkste Gesammtinjectionsdosis auf den Tag zu0,1 anzunehmen sein. Nach v. Schroit ist die Injectionsdosis eines Kurare,welches zu 0,001 ein Kaninchen tödtet, zu 0,005 0,010,02 zu bemessen.

Nach Didichin soll das nach Art der narkotischen Extracte aus demfrischen Kraute des Cynogbssum officinale bereitete Extract auf das Nerven-system der Wirbelthiere genau wie Kurare wirken, was durch Versuch sichjedoch nicht bestätigte.

Curarinum, Curarin (C 1() H J5 N), Alkaloid aus dem Kurare, bildet aus derchloroformigen Lösung farblose, vierseitige, hygroskopische Prismen von starkbitterem Geschmack und schwach alkalischer Reaction, leicht löslich in Wasserund Weingeist, schwierig in Amylalkohol und Chloroform, nicht löslich inabsolutem Aether, Schwefelkohlenstoff, Benzol. Concentrirte Schwefelsäurelöst es mit blauer oder carmoisinrother Farbe (Unterschied vom Strychnin),concentrirte Salpetersäure mit purpurrotherFarbe. Die Schwefelsäurelösungmit wenig Kalibichromat oder Ferridcyankalium in Berührung wird violett inRoth übergehend, die Farbe dauert aber länger wie bei Strychnin. Die sogenanntenAlkaloidreagentien sind auch auf Curarin wirksam. Einer wässrigen saurenund alkalischen Lösung kann in keiner Weise Curarin durch Ausschütteln miteinem Lösungsmittel entzogen werden. Es gehört zu den tetanischen Giften,soll innerlich genommen nicht (?) giftig sein, aber endermatisch oder durchWunden in das Blut gebracht schon in so minimalen Mengen letal wirken,dass dann der chemische Nachweis des Giftes kaum möglich wird.

Schwefelsaures und salzsaures Curarin krystallisiren leicht.

(1) Injectio subcutanea Curarae.

IV Curarae 0,1Solve in

Aquae destillatae 10,0.

Funde per lanam vitream.

D. S. Einspritzung (mit 0,150,2 be-ginnend und allmälig steigend).

(2) Injectio subcutanea ( Demme,Dräsche).

h - Curarae 0,05Solve in

Aquae destillatae Guttis 100.

D. S. 6810 Tropfen zu injiciren.

Curcuma.

Curcuma longa Linn . (Amomum Curcuma Jacquin ) und Curcuma viri-diflora Roxbourgh , in den Ländern des südlichen und östlichen Asiens ein-heimische Scitamineen.

Rliizoma Curcumae, Radix Curcumae, Kurkuma, kurkume, (iurkuiuei, Gilb-wurzel , Gelbwurzel, gelber Ingwer, (ielbsuchtwurzel, die von den Wurzeln befreiten,mit heissem Wasser gedämpften und getrockneten Wurzelstöcke.