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Cereoli. — Cerevisia.
erwärmten Marmorplatte oder einer harten glatten Holzfläehe, von der nichtabgestumpften Seite («) anfangend, zu festen Cylindern auf, die man miteinem glatten Brettchen in derselben Richtung nochmals rollend soviel als
möglich fest zu machen sucht. Sind sie nicht glatt genug, oder fühlen siesich an der Oberfläche etwas rauh an, so zieht man sie schnell durch eineWeingeistflamme, mit der Vorsicht, dass nicht Wachs aus der Leinwandausschmilzt.
Dicke Darmsaiten werden in horizontaler Lage straff angespannt, unterReiben mittelst eines wollenen Läppchens, auf welches die Wachsmasse inkleinen Antheilen gegossen wird, mit der nöthigen Menge dieser letzterennach und nach überzogen. Sind die Darmsaiten rauh, so reibt man sie zuvormit gestossenem Bimstein glatt.
Jene Bougies sind jetzt durch entsprechende Arbeiten aus vulkanisirtemKautschuk verdrängt und fast absolet geworden. Die Gummibougies werden vondem Verfertiger chirurgischer Instrumente bezogen. Der Arzt bestimmt ihreDicke. Für Mastdarmbougies giebt es 12, für die Harnröhrenbougies 20Durchmessergrössen. Der Durchmesser der dünnsten Mastdarmbougie ist =1 Ctm., die folgenden Grössen steigen um circa 1,5 Millim., so dass No. 6einen Durchmesser hat von 1,75 Ctm., No. 12 von 2,7 Ctm. Die geringsteDicke der Harnröhrenbougie beginnt mit 1,5 Millimeter und steigt mit jederNummer ungefähr mit circa 0,45 Millimeter, so dass Nr. 10 einen Durchmesserhat von 4,5, No. 15 von 5,5 und No. 20 von 7,5 Millimeter.
Die Bougies werden mit verschiedenen medicamentösen Stoffen in Formvon Salben, Extractlösungen etc. bestrichen in die Harnröhre eingeführt.
(1) Cereoli satarnini. (2) Cereoli simplices.
b
n
Fig. 196.
Cereoli mitigantes.
Cereoli exploratorii.
Cetacei 3,0.
Liquatis inter agitationem admisce
R- Cerae flavae 100,0
iv Cerae flavae 100,0
Ofei Olivae optimi 15,0.
Calore balnei aquae liquatis linteum 1.a. imbuatur, quocl in cereolos redigatur.
Aceti plumbici 2,0.
Liquore calido linteum 1. a. imbuatur,
Fiant cereoli.
Cerevisia.
< erevisia, Biel', das bekannte durch Gährung aus Wasser, Gerstenmalzund Hopfen dargestellte Getränk, wurde früher häufig, in letzteren Jahrennur höchst selten, als Menstruum mehrerer medicamentösen Stoffe benutzt.