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1 (1876)
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('era.

des geschmolzenen Wachses mit dünner Katroncarbonatlösung vollständig"extrahiren.

5. Prüfung auf Paraffin und Belmontin. Bei einem Gehalt von mehrals 15 Proc. Paraffin fühlt sich das Wachs beim Kneten seifig oder glatt oderschlüpfrig an und der Schnittfläche fehlt die eigenthümliche kreidige Trübung,sie ist vielmehr glatt und selbst oft glänzend. Ein paraffinhaltiges Wachs istendlich nicht oder kaum klebend beim Kneten zwischen den Fingern. Da»mit Paraffin von hohem Schmelzpunkte verfälschte Wachs zeigt dieses Ver-halten in weit geringerem Grade. Ferner wird das Wachs ein specifischesGewicht von weniger denn 0,945 aufweisen. Ist Belmontin das Verfäl-schungsmittel, so dürften die vorerwähnten Eigenschaften nicht vorhanden sein.Die Wägung des Paraffins im Wachs hat seine Schwierigkeit und dürfte durchCombination des HAGEß 'schen und LANDOLT 'schen Verfahrens am besten gelingen.2,0 des fraglichen Wachses werden in einem weiten Reagircylinder oder einemIvölbchen geschmolzen, dann eine Lösung von 1,5 Kalihydrat in 4,0 Wasserdazugesetzt und unter Agitiren l'/ 2 Minute lang in gelinder Kochung erhalten.Nachdem die Mischung um ein Weniges abgekühlt ist, versetzt man sie mit circa8,0 Benzol und schüttelt kräftig durch einander. Zu der noch warmen, jetztmilchähnlichen Flüssigkeit setzt man nun 5,5 Bleizucker in concentrirter Lösunghinzu und rührt oder schüttelt um. Jetzt scheidet das Benzol klar ab. Mandecanthirt es durch ein Bäuschchen Baumwolle und ersetzt es durch eine neuePortion Benzol, schüttelt damit die lauwarme Masse, giesst ab und wiederholtdieses Ausschütteln noch einmal. Die Auszüge lässt man in einem Kölbclienverdampfen, giesst auf den Rückstand circa 6,0 concentrirte Schwefelsäure underhitzt im Sandbade, bis alle Wachssubstanz verkohlt und zerstört ist. Manlässt erkalten, versetzt mit Wasser und sammelt das der Zersetzung entgangeneParaffin. Wäre dies aber wenig deutlich abgesondert, so verdünnt man nurmit wenig Wasser und extrahirt das Paraffin mit Petroläther bei einer Wärmevon circa 30° C. Die Petrolätherlösung lässt man in einer flachen Schalemit perpendiculärer Wandung abdampfen. Die Zersetzung durch Schwefelsäuredarf nicht in einem flachen Gefäss vorgenommen werden, weil dann ein nichtunbeträchtlicher Theil Paraffin verdampft.

6. Prüfung auf Harze der Coniferen. Harz, weisses Pech,.Kolophon machen das Wachs zäher und specifisch schwerer. Man kochteine Probe des Wachses mit einer 15fachen Menge einer Mischung aus 1 Th.Wasser und 2 Th. 90procent. Weingeist, lässt völlig erkalten, giesst klar aboder filtrirt, wenn die Flüssigkeit trübe ist, und vermischt das Filtrat mitgleichviel Wasser. Bei Gegenwart von Harz wird die Mischung milchig trübe.Harz lässt sich mit jenem verdünnten Weingeist vollständig unter Erwärmenund Schütteln ausziehen. Stearinsäure, Paraffin und Wachs werden davonnicht berührt.

7. Prüfung auf Pflanzenwachs. Man erkennt dieses leicht, wennman in einem Probirgläschen 0,5 Gm. Borax in 6 8 CC. destill. Wasserlöst und darin 0,3 0,4 Gm. Wachs unter bisweiligem Schütteln zerkocht.Das milchig trübe Gemisch scheidet sich in der Ruhe allmälig in' eine klare(bei gelbem Wachs eine klare gelbliche) Flüssigkeit und oberhalb schwimmen-des erstarrtes Wachs. Bei Gegenwart jenes Pflanzenwachses bleibt das Ganzemilchig und wird beim Erkalten nach dem Maasse der Verfälschung dickflüssigoder gallertartig oder starr. Aehnlicli verhält sich das Pflanzenwachs gegenKatroncarbonatlösung. Das Pflanzenwachs macht das Bienenwachs specifischschwerer.