Cacao.
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Aehnliche Zusammensetzungen sind unter Namen wie Tanakub, Palmyrene,Allatalm du harem, Faecula analeptica in den Handel gebracht worden.
Wakaka des Indes, ein (ursprünglich mit Orlean tingirtes) Palyergemisch aus50 Th. Cacaomasse, 150 Th. Zucker, 25 Th. Yanilia saccharata und 6 Th. Zimmt-kassie.
III. Olenm Cacao, Rutvrum Cacao, Kakaoöl, Kakaobutter, wird vom Droguistenbezogen oder im pharmaceutischen Laboratorium dargestellt.
Darstellung im pharmaceutischen Laboratorium. Die Kakaobohnen werdenzuvörderst von ihrer Schale befreit, indem man sie in einer Kaifeetrommeloder in einem eisernen Kessel unter Umrühren so weit röstet, bis sich dieSamenschalen mit den Fingern leicht abdrücken lassen. Hierauf werden dieSamen nach Absonderung der Schalen in einem grossen eisernen Mörser-,welcher auf 3 in ein Viereck gestellten Mauersteinen steht und durch Unter-legen glühender Kohlen anhaltend auf 70 — 80° C. warm gehalten wird, durchanhaltendes Reiben mit dem Pistill präparirt, bis eine gleichmässige, fastfliessende, zwischen den Fingern wenig fühlbare zarte Masse entsteht (welcherman zuweilen circa y l0 ihres Gewichtes heisses Wasser beimischt). DieseMasse bringt man in einen Sack von dichtem hänfenem Tuche und presstzwischen den erwärmten Pressplatten mit nur sehr allmälig verstärkter Kraft.Hierbei ist eine Presse mit hohlen und durch heisses Wasser anhaltend zuerwärmenden Pressplatten ganz besonders geeignet, die Arbeit zu erleichternund die Ausbeute zu vermehren. Das Oel wird durch ein zuvor gut ausge-trocknetes Filter, welches man in einen weissblechenen Trichter legt, ineiner gelind erwärmten Ofenröhre oder in dem Trockenschranke, oder auchin einem Trichterwärmer oder einem lleissfiltrirtrichter (Opodeldoktrichter)filtrirt. Das Pressen der Samen in Papier ist empfohlen worden, dennoch istdieses Verfahren hier weniger passend, als wie bei dem Pressen der Mandeln.Nicht unvortheilhaft ist es jedoch, die weiche nicht angefeuchtete Masse in Fliess-papier zu bringen und in ein leinenes Tuch dicht anliegend einzuschlagen. Beivorsichtigem Pressen gewinnt man alsdann das Oel bald filtrirt. Die Ausbeutebeträgt 30 bis 35 Proc. der in Arbeit genommenen Kakaosamen. Die rückständige Kakaomasse wird erkaltet gepulvert und durch ein Pulversieb geschlagenals nährendes und gutschmeckendes Mittel (entölter Kakao, Gesundheitschocolade)verbraucht.
Eigenschaften. Das Kakaoöl ist frisch gelblichweiss oder nach längererAufbewahrung mehr weiss, von festerer Consistenz als das Schöpsentalg; aufder Zunge im Munde zerdrückt, zerfliesst qs allmälig und zeigt dabei eineiimilden angenehmen, fast kühlenden Fettgeschmack. Der Geruch ist schwach,dem Kakaosamen ähnlich. Es löst sich klar in Aether, Chloroform und Ter-penthinöl. Spec. Gew. ungefähr 0,90. Das Kakaoöl schmilzt bei 25° C. understarrt bei circa 20° C. Nach Speciit und Gössmann besteht es haupt-sächlich aus Stearin, nebst Palmitin und Elain. Vor allen anderen Fettenhat es die geringste Neigung zum Ranzigwerden.
Aufbewahrung. Das filtrirte Oel wird geschmolzen und entweder für denbaldigen Gebrauch in weissblechene Kapseln ausgegossen oder behufs längererAufbewahrung in trockne Glasflaschen gegossen, welche man dicht mit Korkschliesst. In letzterer Weise erhält man das Kakaoöl Jahre hindurch in besterBeschaffenheit. Auch pflegt man das in Tafelform gebrachte Oel in Stannioleingehüllt aufzubewahren.
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