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1 (1876)
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Cacao.

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Cacao.

Theobroma Cacao Linn ., Kakaobaum, Theobroma angustifolium Sesse,Theobroma bicoJor Humboldt und andere Theobromaarten , in feuchtenWäldern des tropischen Amerikas einheimische Bäume aus der Familie derBuettneriaceen.

I. Sem011 Cacao, Semina Theobromatis, Fabae Cacao, Cacao, Kakaobohnen.

Erwähnungswerth ist die Einsammlung der Samen, welche im frischen Zustandeeinen herben unangenehmen Geschmack haben, welcher aber durch Gährungund Trocknen der Samen verloren geht. Die vom Fruchtbrei befreiten Samenwerden entweder schnell und scharf getrocknet (ungerotteter Cacao) oder mitanhängendem Fruchtbrei zu Haufen aufgeschüttet oder in die Erde vergrabender Gährung überlassen und dann scharf getrocknet (gerotteter Cacao). LetztererCacao hat eine mehr braune Farbe.

Die besseren Kakaosorten, wie der Mexicanische, Caracas-, Esmeraldas-,Guatimala-, Guayaquil-Cacao, sind gerottete. Die ungerotteten Sorten, wie Bra-silian-, Para-, Cayenne-, Trinidad-, St. Domingo-Cacao, haben einen etwasherben und bitteren Geschmack und meist eine lebhaft braunrothe und reineSamenschale.

Die Kakaobohnen des Handels sind eiförmig, mehr oder weniger platt-gedrückt, 2 bis 2,5 Ctm. laug und 1,01,3 Ctm. breit, am stumpfen Endemit einem flachen Nabel versehen, von welchem nach dem spitzeren Ende zubis zur Chalaza längs des stärker gewölbten Randes ein deutlich erkennbarerNabelstreifen ausläuft, der sich hier in mehrere Gefässbündel, welche als zarteStreifen in der Samensehale über die Samenflächen zum Nabel zurücklaufen,verästelt. Die Samenschale ist rothbraun oder braun, zerbrechlich, papierartigund genervt, auf der Innenfläche mit einem zarten durchsichtigen Häutchenbekleidet, welches sich unregelmässig in die Substanz der Samenlappen ein-drängt und diese in viele kleine eckige, dicht an einander lagernde Stücketheilt.

Kleine unansehnliche missfarbige modrige Kakaosamen müssen verworfenwerden.

Bestandteile. Lampadius fand 100 Th. Kakaobohnen bestehend aus12,2 Th. Schalen und 87,8 Kernen, und 100 Th. der letzteren enthaltend53,1 Fett; 16,7 eiweissartiges Kakaobraun; 10,9 Stärkemehl; 7,75 Schleim;2,0 Kakaoroth; 0,9 Cellulose; 5,2 Wasser. Bei der Destillation der Kernemit Wasser wurde ein aromatisches Destillat, aber kein flüchtiges Oel gewonnen.100 Th. Kerne gaben gegen 2 Proc, Asche. Alfked Mitsciiehlich fandin 100 Th. Guayaquil-Kakao 45 49 Fett; 1418 Stärkemehl; 0,34Glykose;0,26 Rohrzucker; 5,8 Cellulose; 3,5 5,0 Pigment; 1318 Proteinstoffe;1,21,5 Theobromin; 3,5 Asche; 5,6 6,3 Wasser. Die Kotyledonen ent-halten bis zu 1,5, die Schalen bis zu 1 Procent Theobromin.

Das Kakaoroth ist ein indifferentes, carminrothes, wenig bitter schmecken-des Pigment, in Wasser und Weingeist löslieh, in Aether und flüchtigen Oelenunlöslich, welche von Alkalien in ein schmutziges Blau umgesetzt wird.

Theobromin (C 14 H 8 N 4 0 4 oder C 7 H 8 N 4 0 2 = 180), ein wichtiger alkaloi-discher Bestandteil der Kakaobohnen, bildet rein ein nicht alkalisch reagirendes,weisses, aus kleinen mikroskopischen rhombischen Nadeln bestehendes Pulvervon anfangs geringem, hintennach sehr bitterem Geschmack, löslich in 700 Th .