Butyrum.
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Milchrahm und 50—60 Grm. Kochsalz unter fleissigem Umrühren bis zumErstarren beigemischt.
Wesentlich ist die Verwendung eines frischgepressten Rüböls. Dasselbekann auch im Nothfalle durch ein frisch gepresstes Leinöl ersetzt werden, dasProduct ist dann nur weniger dauernd.
Pulvis butyrum eonservans, Conservirpulver für Einlegebutter. Ein Pulver,womit man die in Töpfen eingelegte Butter behufs Conservation für den Winterbestreut, besteht aus 10 Th. Zuckerpulver, 10 Th. Kalisalpeter, 15 Th. Koch-salz und •! — 5 Th. präcipitirtem Kalkphosphat (praecipitirter Knochenerde).
Einen aus Spaa kommenden Butterconservirungsteig fand Wittsteinbestehend aus 52 Kochsalz, 23 Kalisalpeter und 25 Zuckersyrup (500,0Grm. = 2 Mark).
I!litte rfarltc aus Paris. Ein Gemenge von 40 Proc. Chromgelb undeinem durch Orlean gefärbten Fett. ( Flueckigek und Weil , Analytiker.)
Butterp iii vc r der Firma Tomlinson u. Comp , zu Lincoln in England.Gewöhnliches, mit 3 / 4 Proc. Orlean gefärbtes Natronbicarbonat. 1 Kiste ä 4Kilo = 7,5 Mark. 1 Dosis (160 Grm.) = 1,2 Mark. (Dr. Karmkodt , Analyt.)
Bilttcrpulver. Unter diesem Namen wird häufig ein Pulver gefordert,welches die Butterabsonderung beim Buttern fördern soll. Es wird dafürTartarus depuratus (10,0 auf 10 Liter Milchrahm) dispensirt.
Butteruntersuchung. An den Pharmaceuten tritt häufig die Anforderung,Butter auf Verfälschung zu untersuchen, heran. Farbe, Geschmack, Geruch,Consistenz der Butter sind ungemein abhängig von der Art des Futters undder Fütterung, dem Gesundheitszustande, der Beschaffenheit und der Tiare derRinderkühe. Die Güte einer Butter kann nur durch den Geschmack bestimmtwerden. Man unterscheidet Sommer-, Winter-, Mai-, Stoppelbutter, von denender Güte nach die Maibutter obenansteht. Im Handel unterscheidet manMarktbutter und Fassbutter. Erstere, auch Tafel- oder Tischbuttergenannt, wird von den Landleuten in den Handel, besonders auf die Wochen-märkte gebracht. Die andere wird in hölzernen Fässern und Tonnen (ausMecklenburg, Schlesien, Holstein, Holland, Russland) in den Handel gebrachtund dient gewöhnlich als Kochbutter. Von der letzteren Waare ist dieSchmelzbutter, Butterschmalz oder Dauerbutt er hervorzuheben, welchebei der mikroskopischen Untersuchung ein anderes Verhalten zeigt als dieMarktbutter. Diese Schmelzbutter wird nämlich in der Weise behandelt, dassman sie in grossen Kesseln schmelzt, abschäumt, absetzen lässt und eolirt, siealso von anhängenden Milchtheilen sorgsam befreit und dann entweder ingrosse Töpfe oder hölzerne Kübel gefüllt versendet.
Die Butter ist entweder gesalzen oder nicht gesalzen. Die Fassbutter istgewöhnlich stark gesalzen und enthält 4 — 6 Proc. Kochsalz, mitunter mehr.Da dieser Gehalt sich durch den Geschmack leicht erkennen lässt, so kanneine Gewichtsvermehrung durch eine übermässige Menge Kochsalz nicht als einebetrügerische Verfälschung angesehen werden. Sie ist es aber dann, wennz. B. in einem Fass Butter die untere oder mittlere Schicht weit über 10Procent Salz enthält. Im nördlichen Deutschland wird die Butter immergesalzen. Der mittlere Salzgehalt, welcher dem Geschmacke im Allgemeinenconvenirt, ist zu 2,5 Procent anzunehmen, und sollte in einer guten Markt