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Betula. — Bignonia.
Die Liqueurfabrikanten benutzen ihn als Arom des künstlichen Rums undAraks, im Uebrigen ist er das Material zur Erzeugung des Juchtengeruchs.
Zur Darstellung empyreumatischer fetter Oele ex tempore ist derBirkentheer ein ganz geeignetes Material. Das Ziegelöl, Oleum late-ritium, wird gewöhnlich aus 100 Th. rohem Rüböl und 3 Th. Birkentheergemischt.
(1) Essentia Rusci.
IV Olei Rusci 10,0
Spiritus Yini 100,0Misce, sepone per diem unum et filtra.
Wird zur Bereitung der Rumessenzgebraucht.
(2) Oleum Terebinthinae compositum.
Renköl. Recköl. Trecköl.
IV Olei Therebinthinae 100,0
Olei Rusci 5,0.
Misce et decantha.
Ein in manchen Gegenden viel ge-brauchtes innerliches und äusserlichesMittel. Innerlich zu 10—15 Tropfen.
(3) Tinctura Rusci.
iv Olei Rusci 20,0Spiritus YiniAetheris ana 30,0Olei LavandulaeOlei RorismariniOlei Rutae ana 1,0.
M. S. Aeusserlich (bei Gicht, Rheuma).
(4) Unguentnm cum Oleo Rusci W olff.W olff 's Theerpomade.
IV Unguenti cerei 42,0
Olei Rusci 8,0.
Misce.
Arcanum. Gichtbalsam von Apotheker Radig in Berlin. Ein mit Birkentheergeschütteltes Gemisch aus Riiböl und Terpenthinöl. 15,0 Grm. = 1,25 M. (Hager,Analyt.)
Bignonia.
Jacaranda procera Sprengel, Bignonia Copaia Aublet , ein in Bra-silien einheimischer Baum aus der Familie der Bignoniaceen.
Folia Bignoniae, Folia Carobac, Caroba, Oarobabllitter, Bignonienblätter. DieFiederblättchen der vorbenannten und auch anderer Arten der Jacaranda.Die Fiederblättchen der Jacaranda procera sind länglich stumpf, dagegenenthält die nach Europa gebrachte Drogue hauptsächlich etwas lederartige,spitze Blätter von verschiedener Form und Grösse. Diese sind stiellos, eilan-zettförmig oder eiförmig und mehr oder weniger zugespitzt, an der Basis schief, ober-halb etwas glänzend und netzadrig, am Rande umgerollt und unterhalb schwachfilzig weichhaarig, von bräunlich grüner Farbe und schwach adstringirendem,nur wenig bitterem Geschmack. Untermischt finden sich auch einige elliptischeund gestielte, nicht lederartige Blätter. In Deutschland scheint diese Droguenoch nicht eingeführt zu sein.
Anwendung. Die Carobablätter werden als blutreinigendes, die Ilarnsecretionbeförderndes Mittel empfohlen und auch als Antisyphiliticum äusserlich undinnerlich angewendet. Dosis 1,0—2,0 — 3,0 drei- bis viermal täglich.