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Ralsamum Copaviae.
halten wird durch einen sehr geringen Zusatz von Wasser ( 1 / 4( , von der Mengedes Balsams) beschleunigt. Eine ähnliche Mischung mit Magnesiasubearbonatwird erst nach längerer Zeit zu einer plastischen Masse. 1 Tli. Magnesiasub-earbonat mit 4 Th. Balsam zusammengerieben geben (nach B lande au ) ineinigen Stunden eine consistente durchscheinende Masse (bei mittlerer Tempe-ratur). Gebrannter Kalk verhält sich wie die gebrannte Magnesia gegen denBalsam. Mit concentrirter Schwefelsäure mischt sich der Balsam unter Er-hitzen und giebt damit eine rothbraune consistente Masse.
Bestandteile. Wesentliche Bestandtheile des Copaivabalsams sind einfestes Harz und ein ätherisches Oel. Beide sind in einem nicht ConstantenVerhältnisse vertreten, bald beträgt das Harz, bald das Oel über 50 Proc.In dem dünnflüssigen Balsam beträgt der Harzgehalt 15—20 Proc., der Ge-halt an ätherischem Oel 80—85 Proc. Das Harz ist wieder eine Mischungaus mehreren Harzen (Alphaharz, Betaharz), von denen das eine (im Parabal-sam) sich durch Neigung zur Krystallisation auszeichnet. Ks ist dieses mitCopaivasäure (Alphaharz) bezeichnet worden. Mit den Alkalien giebt esklare seifenartige Verbindungen. Im Maracaibobalsam findet sich in Stelle derCopaivasäure eine ider Gurgunsäure nicht unähnliche Säure, welche StraussMetacopaivasäure nennt.
Aufbewahrung. Da der Balsam ein flüchtiges Oel enthält, so muss erauch in wohl "verstopften Flaschen und vor Sonnenlicht geschützt aufbewahrtwerden. Das Standgefäss in dem Dispensirlokal ist mit einem Glasstopfen
geschlossen, welchereine oder zwei Längs-rinnen hat, damit derbeim Zustopfen derFlasche am Stopfenaufwärts gedrückte. Balsam in das Stand-gefäss zurückfliessenkann; oder die Flascheist mit einem R eeb'sehen Ausgussstofpen(reeb 'schen Tropfen-fänger) versehen. Istdie eine oder andreVorrichtung nicht vor-handen, so fliesst derim Halse haftendeund von dem Stopfennach oben gedrängte Balsam über den Rand des Gefässes, dieses klebrigmachend und beschmutzend, oder er trocknet um den Stopfenkörper zu einerdicken schmierigen Masse aus. Wenn man jene Stopfen nicht zur Hand hat,so ist es noch besser, über den Hals der offenen Flasche nur eine gläserneKapsel zu stellen. Der äussere Rand der Flaschenmündung soll aus Reinlich-keitsrückßichten jedesmal nach dem Ausgiessen des Balsams abgewischt werden.
Anwendung. Die Wirkung des Copaivabalsams ist der des Terpenthinssehr ähnlich, jedoch weniger reizend und erhitzend. Er vermehrt die Secretionender Schleimmembranen und erhöht die Thätigkeit der Haut und der Harnwerk-zeuge. Die Absonderungen nehmen einen dem Balsam ähnlichen Geruch an. Es
Fig. 140. Glasstopfen auf Standgefässe des Copaivabalsam imDispensirlokal.