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Auran tium.
so hat man es auch mit Kupfer, Blei, Eisen verunreinigt angetroffen. DieReinigung geschieht in diesem Falle durch wiederholte Destillation.
In Betreff der Darstellung im pharmaceutischen Laboratoriumist zu bemerken, dass nur ein völlig von Ammon freies Brunnenwasser zuverwenden ist, dass das Brunnenwasser, mit circa 2,0 Gm. krystallisir-tem Natroncarbonat auf ein Liter versetzt, in der offenen Destillirblasezuerst 15— 20 Minuten lebhaft kochend zu erhalten ist, und in das auf98 — 95° herabgegangene Wasser die frischen Pomeranzenblüthen einge-tragen werden müssen. Erst dann wird die Destillation in Gang gebracht.Bedient man sich der Dampfdestillation, so bedarf das Wasser für dieDampfentwickelung einen geringen Alaunzusatz, und die Orangenblüthenzum Besprengen ein ammonfreies Wasser, welches circa 1 Proc. reines krystalli-sirtes Natroncarbonat enthält. Das Verhältniss bei der gewöhnlichen Destil-lation zur Darstellung der Aqua triplex in Deutschland ist: 2000,0 Blüthen,80,0 krystallisirtes Natroncarbonat, 10 Tropfen Oleum Naphae optimum,Wasser q. s. Destillat 10000,0. In Frankreich sind folgende Verhältnisseüblich: Eau de fleurs d'oranger double, 2 Th. Destillat aus 1 Tb.Blumen; Eau triple, 1 Th. Destillat aus V/i Th. Blumen; Eau qua-druple, 1 Th. Destillat aus 1 Th. Blumen. Es ist also Eau triple gehalt-reicher als Eau quadruple.
Aqua Naphae ex oleo, Orangenwasser aus Oel bereitet, fürZwecke der Darstellung einiger Cosmetica, Liqueure etc. Zwei Tropfen desfeinsten Neroliöls werden in einer geräumigen Flasche mit 1,5—2,0 Literdestillirtem Wasser, welches auf circa 40° C. erwärmt ist, gegeben, damitkräftig durchschüttelt und nach Verlauf eines Tages filtrirt. Dass diese Mischungnie die Qualität superfein beanspruchen kann, ergiebt sich aus der oben vonSoubeiran gemachten Beobachtung.
Oleum Aurantii florum, Oleum Horum Naphae, Oleum Xaphae, Oleum Neroli,Pomeranzenblüthen»], Jferoliül, wird durch Destillation aus den Pomeranzenblüthenim südlichen Frankreich bereitet. Es ist im Anfange farblos oder strohgelbund wird erst bei längerer Aufbewahrung röthlichgelb. Es ist dünnflüssig undhat einen schwach bitterlichen Geschmack und einen starken, aber sehr lieb-lichen Wohlgeruch. Sein spec. Gew. schwankt zwischen 0,85 und 0,90. Esist neutral, in 1—2 Th. Weingeist löslich; darüber aber hinaus verdünnt,opalisirt die Lösung und ein Stearopten scheidet in Flocken aus. Bei nichtsorgfältiger Aufbewahrung wird das Oel dunkler und selbst unangenehm riechend.Durch Rectification mit Wasser wird ein solches verdorbenes Oel wieder gut ge-macht. Mit Jod fulminirt es. Frische Blüthen geben gegen 0,014 Proc. Oel.Nach Soubeiran besteht das Pomeranzenblüthenöl aus zwei verschiedenenOelen, von welchen das eine den angenehmsten Geruch hat und, mit Wasserdestillirt, sieh in diesem auflöst, während das andere in Wasser nicht odernur wenig löslich ist. Ersteres Oel wird durch Schwefelsäure roth gefärbt.
Im Handel giebt es mehrere Sorten Pomeranzenblüthenöl, von welchemjedoch das allein aus den Blüthen des Pomeranzenbaumes durch Destillationgewonnene (Oleum genuinum, No. 00, Neroli p^tales) das officinelle ist.Eine zweite Sorte istNeroli Bigarade fleurs aus den Früchten von CitrusBigaradia macrocarpa , sowie die schlechteren Sorten Nerolisuperfin, fin,petit grains, sind aus den Blättern des Apfelsinen- und Pomeranzenbaumsdurch Destillation gewonnen.
Das Pomeranzenblüthenöl ist als ein sehr theures Oel auch vielen Ver-fälschungen ausgesetzt. Eine solche mit den vorstehend erwähnten gerin-