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1 (1876)
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Aurantium.

Atropin genügt gerade 1 Tropfen der officinellen Valeriansäure. Die Ver-bindung beider wird durch 2 Tropfen Weingeist sofort vermittelt.

ff Atropinum valerianicum saccliaratum wird aus 1 Th. Atropin-valerianat, 80 Tb. Zuckerpulver, 19 Th. Milchzuckerpulver ge-mischt oder auch extemporirt aus 0,1 Grm. Atropin, 4 Tropfen Valerian-säure, 6 Tropfen absolutem Weingeist, 16,0 Grm. Zucker und 3,8 Grm.Milchzucker. 1,0 der Mischung entspricht 0,01 Atropinvalerianat. DieMischung ist in einem dicht geschlossenen Glase aufzubewahren.

ff Trochisci (Pastilli) Atropini valerianici werden in Deutsch-land mit Cacaomasse constituirt und enthalten im Stück 0,0005 Atropin-valerianat.

Mixtura contra tnssim convulsiva«! Michea.

fy- Infusi Tiliae florum 120,0Atropini valerianici 0,001Syrupi Baisami Tolutani 10,0.

M. D. S. Halbstündlich einen Theelöffel.

Aurantium.

Citrus vulgaris Risso, Citrus Aurantium, varietas amara Linn.,Citrus Bigaradia Duhamel , Pomeranzenbaum, eine im südlichen Asieneinheimische, im südlichen Europa cultivirte, im mittleren Europa in Gewächs-häusern gezogene Aurantiacee.

I. Cortex Aurantii fruetus, Cortex Aufantiornm, Cortex Aurantii pomorum,Pflnicranzenschale , die getrocknete Rinde der reifen Pomeranzenfrucht, in Ab-schnitten, welche den vierten Theil der Fruchtschale darstellen. Die Ab-schnitte sind spitz, eirund, flach odernach aussen etwas gewölbt, 45 Millim.dick, 5 8 Ctm. lang, 3,5 4,5 Ctm. breit.

Die Sehale besteht aus zwei Theilen, aus einer äusseren grünlich- oderbraungelben, oder rothbraunen bitteren, wellenförmig runzligen, mit vielen ver-tieften Oelbehältern durchsprengten Schale (flavedo) und einer darunter-liegenden weichen schwammigen, schmutzig weissen, bitterlich schmeckendenMittelschicht, gewöhnlich Mark oder Parenchym genannt. Diese Pomeranzen-schale ist die in Deutschland allein officinelle, sogenannte Mallagasorte.

Eine vorzügliche Schale ist die Curagaoschale, curassavische Po-meranzenschale, Cortex Curassao, die Fruchtschale einer in Westindienvorkommenden Varietät der Pomeranze. Sie kommt ebenfalls in eliptischen,aber weit dünneren Stücken in den Handel. Aussen ist sie braungrün oderdunkel schmutzig grün und die Mittelschicht ist dünner und dichter. DieCura^aoschale ist heute eine seltene Waare. Was man etwa unter diesemNamen antrifft, ist oft nur die Schale halbreifer Pomeranzen oder die Frucht-schale einer in Frankreich vorkommenden grtinfrüchtigen Spielart der Citrusvulgaris.