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1 (1876)
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507
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Asellus.

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Brauner Leberthran wird aus dem Rückstände der Lebern, nach Gewin-nung der vorhergehenden Sorte, durch Auskochen mit Wasser erhalten, andessen Oberfläche er sich ansammelt.

Unter dem Namen Berger Leberthran versteht man die besseren Leber-thransorten. Die beste ist der Dampfleberthran, von den Droguistenzuweilen mit Oleum Jecoris Aselli albissimum vapore paratum be-zeichnet, von mildem Geschmack und strohgelber Farbe. Dieser Sorte folgtder hellblanke oder blanke gelbe Leberthran, das Oleum Jecoris AsellicitrinumBergianum Ia, welcher sich von dem Dampfleberthran nur durchdie Farbe, weniger durch den Geschmack unterscheidet. Eine dritte Sorte istder braunröthliche oder blanke hellbraune Leberthran, das OleumJecoris Aselli IIa, madeirafarben der Droguisten. Die drei er-wähnten Sorten sind in therapeutischer Beziehung nicht verschieden. Desbesseren Geschmackes wegen werden die beiden ersten Sorten in den Apo-theken gehalten.

Vor ungefähr 15 Jahren hatte sich ein weisser Leberthran, OleumJeeoris Aselli album, im Handel eingefunden. Er war entweder ein farb-loses Fischfett, aber kein Leberthran, oder er war ein durch Kunst (durchBehandlung mit Kohle oder Pottaschenlösung, Kalkhydrat) farblos gemachter.(denaturalisier?) Leberthran und ist trotz aller Reclame in Vergessenheitgerathen. Im Handverkauf versteht man im Allgemeinen unter weissemLeberthran den blanken gelben, zum Gegensatz zu dem früher officinellgewesenen ekelhaften, schlecht schmeckenden braunen Leberthran.

Eine untergeordnete, wenigstens von den Aerzten nicht gelobte Handels-sorte istder Neufoundländer oder Labrador-Leberthran, von Farbe undGeschmack des Berger Dampfleberthrans, nur unterscheidet er sich von diesemdurch einen grösseren Stearingehalt, denn bei +5 bis 7° C. fängt er an,weissliche Ausscheidungen zu machen. In neuerer Zeit versteht man übrigensdiesen Stearingehalt zum grösseren Theile zu beseitigen. Diesem Thrane man-gelt meist die saure Reaction.

BASCiiiN 'scher Leberthran, eine von Baschin in Berlin verkaufte Waare,ist ein gewöhnlicher Dampfleberthran, welcher sich nur auf dem Wege derReclame des Verkäufers bei einigen Aerzten von beschränktem Nachdenken undbei dem leichtgläubigen Publikum Eingang verschaffte und theuer bezahlt wird.

De JoNGH 'scher Leberthran, Peter Möller's natureller Medicinal-D#rsch-Leberthran sind nichts weiter als gute Qualitäten Dampfleberthran,welche nur weit theurer bezahlt werden müssen.

Ozonisirter Leberthran wurde vor 15 Jahren aus Paris in den Handelgebracht, war aber nur ein hellblanker Leberthran. Die angebliche Ozonisationwar nur eine marktschreierische Reclame.

Bestandteile. Der Leberthran ist ein Complex von Glyceriden der Oel-säure, Palmitinsäure, Stearinsäure etc. und enthält neben Gallenbestandtheilenund Gallensäuren einige freie Fettsäuren, wie Essigsäure, Buttersäure, Gadin-säure (nach Luck ), ferner (nach C. Schaper ) Spuren Ammon und Trimethylamin,Zucker. Endlich enthält der Leberthran grössere Spuren Jod, Chlor, Brom,Schwefel, Phosphor. Diese letzteren Substanzen, besonders die Haloide, sindin einer solchen Verbindung darin vorhanden, dass ihre Nachweisung auf demgewöhnlichen Wege nicht möglich ist, sie können aber durch Verseifung des