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1 (1876)
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499
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Asa foetida.

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Aufbewahrung. Die Aronwurz wird in dichtgeschlossenen Blech- oder Glas-gefässen aufbewahrt, indem sie als stärkemelilhaltige Substanz sehr leicht demWurmfrasse unterliegt.

Bestandteile. Buchnek fand in 100 Theilen des trocknen Arumrhizoms71,4 Stärkemehl; 18,0 tragantähnlichen Stoff; 5,6 Gummi; schleimzuckerähn-lichen Seifenstoff und 0,6 fettes Oel. Jener Seifenstoff wurde von E nz alsSaponin erkannt, von Bibd für ein Alkaloid (Aronin) gehalten. Das trockeneRliizom dürfte nur 0,2 Proc. dieses Seifenstoffes enthalten. Dass derselbegiftig sein sollte, ist nicht wahrscheinlich, da auch die Aronwurz das Materialzum Portlandsago liefert.

Anwendung. Das Arumrhizom ist bei uns in Deutschland fast nicht mehrim Gebrauch, findet sich aber aus alter Zeit her noch immer unter den Vor-räthen der Materialkammer. Das Pulver war zuweilen Bestandtheil einigerMagenpulver, in welchen es durch das Pulver der Florentiner Veilchenwurzpassend ersetzt wird. Dioskokides rühmte das Aronrhizom gegen chronischeBrustentzündung, Asthma, Verschleimung der Luftwege etc., später empfahlman es auch gegen Eingeweidewürmer, als Stomachicum, bei chronischem Rheuma,Schwindsucht ete. In Algier soll man die Abkochung gegen calculöse Affek-tionen der Harnblase gebrauchen. Bei Licht betrachtet ist das trockene Arum-rhizom ohne allen therapeutischen Werth.

(1) Pulvis stomachicus Birkmann.

Pulvis Ali compositus. Pulvis Ari alka-linus. Birkmann'sches Magenpulver.

Vf Khizomatis Ari 20,0Rhizomatis Calami 10,0Radicis PimpinellaeConcharum praeparatarumCorticis Cassiae cinnamomeaeNatri bicarbonici ana 5,0.M. F. pulvis subtilis.

D. S. Zwei bis dreimal täglich einen

Theelöffel voll (bei Magenbeschwerden,Verdauungsstörungen).

(2) Pulvis stomachicus

Pharmacopoeae pauperum.

iv Bhizomatis AriRhizomatis CalamiRadicis Gentianae ana 30,0Rhizomatis ZingiberisOorticis AurantiiKali tartarici ana 15,0Olei Carvi 2,0.

M. F. pulvis. D. S. Theelöffelweise.

II. Radix (Tultera) Ari Indira, Dragoii ro#t, Indian turnip, Indianische Aronswurz,Zehrwurz der Nordamerikaner, wird von Arisaema triphyllum Schott ( Arumtriphyllum Linn .) entnommen. Sie enthält frisch einen sehr scharfen Saft,welcher aber beim Trocknen verloren geht. In feuchtem Sande lassen sichdie Knollen ein Jahr lang frisch erhalten.

Die Indianische Aronswurz hat einen Ruf als Mittel gegen Lungenphthisis,chronischen Katarrh, Asthma, Rheuma, Magenverschleimung, Bleichsucht etc.erhalten. Das Pulver (Cupresspo wder) wird wie unsere Florentiner Veilchen-wurzel als Cosmeticum gebraucht. Dosis: 0,50,751,0.

Asa foetida.

Scorodosma foetidum Bunge, Ferula Asa foetida Linn ., eine in denSteppen zwischen dem Aralsee und dem Persischen Meerbusen heimische Um-bellifere. Der aus künstlichen Einschnitten in die lebende Wurzel austropfendeund an der Luft erhärtete Milchsaft liefert den Stinkasant des Handels.

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