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Asa foetida.
Asa foetida, Cummi-Rcsina Asa foetida, Stinkasant, Teufelsdreck kommt in dreiverschiedenen Sorten in den Handel, von welchen die zunächst folgende denVorzug verdient.
Stinkasant in Massen, Asa foetida in massis amygda lo'ides,in den Preiscouranten der Droguisten gewöhnlich mit No. I. bezeichnet, bildetformlose Klumpen, aus einer dunkleren, etwas schmierigen Masse, welche mehroder weniger von homogenen, im Bruche milchweissen oder blass violettfarbigenThränen oder Mandeln durchstreut ist, bestehend. Je reicher die Masse andiesen Mandeln ist, um so besser ist sie. Die frische weissliche Bruchflächenimmt an der Luft bald eine dunkel pfirsichblüthrothe Farbe an, die nach einigenTagen ins Köthlichbraune übergeht. Anklebend oder beigemischt in Folge derEinsammlung finden sich häufig wenige Leinenstücke, PHanzenreste, llaare,1—2 Proc. Sand. Der Geruch ist lauchartig widerlich, der Geschmack etwasbitter, scharf und widerlich.
Stinkasant inThränen oder Körnern, Asa foetida in Iacrymiss. in granis. Er bildet unregelmässig rundliche, 1—3 Ctm. dicke, mehroder weniger plattgedrückte, glatte, blassbräunliche, wachsglänzende, in derKälte harte, in der Wärme erweichende Stücke, welche oft noch so weichsind, dass sie mehr oder weniger zusammenkleben. Auf dem Bruche sind siemilchweiss opalartig, glatt und nehmen auf der Bruchfläche an der Luft inkurzer Zeit eine violettröthliche, ins Gelbliche und Blassbräunliche übergehendeFarbe an. Spec. Gew. 1,3. Obgleich diese Sorte ein schönes Ansehen hatund auch theuer ist, so zieht man den Stinkasant in Massen für den medi-cinischen Gebrauch vor.
Steiniger Stinkasant. Mit diesem Namen umfasst man alle schlechtenund sandigen Sorten, welche sich nicht zum Arzneigebrauch verwenden lassen,aber für den gemeinen Mann zu sympathetischen Kuren von vielen für gutgenug gehalten werden. Es giebt an gewissen Handels-Orten eigene Laboratorien,wo die schmierigen Stinkasantsorten mit Gyps, Sand, Bolus zusammengeknetetund dann in den Handel gebracht werden. Da der Stinkasant in der Vieh-arznei ein schätzbares Mittel ist und doch nur in seltenen Fällen zu sympa-thetischen Kuren gebraucht wird, sollten die Apotheker diese schlechte Waarenie kaufen. Auf diese Weise würde der gedachte schmutzige Betrug von selbstaufhören.
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Bestandtheile. Der Stinkasant besteht in 100 Th. aus circa 50 Harz(Ferulasäure), 20 Gummi, 6—10 Bassoringummi, 3—5 flüchtigem schwefelhal-tigem Oel, 10—15 verschiedenen Salzen, Holzfaser, Feuchtigkeit etc. Dasflüchtige Oel ist gelblich dünnflüssig und entwickelt bei längerem Stehen ander Luft oder bei starker Erhitzung Schwefelwasserstoff. Es hat eine ähnlicheZusammensetzung wie das flüchtige Knoblauchöl. Seine hauptsächlichen Bestand-theile sind zwei Schweflungsstufen des Allyls oder eines dem Allyl verwandtenRadicals.
Aufbewahrung. Den Stinkasant bewahrt man in gut verschlossenen hölzernen,mit Blech ausgeschlagenen Kästen oder in starken Steintöpfen, wenn möglichentfernt von den anderen Medikamenten, an einem trocknen Orte auf. Behufsder Pulverung, sowie der Dispensation hält man mit Asa foetida signirteSiebe, Mörser, Waagschalen, Pillenmaschinen, obgleich eine Reinigung dieserGerätschaften und die Befreiung von dem Gerüche mit Sodalösung sehr wohlausführbar ist.