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1 (1876)
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Arum.

(1) Buchholz ' Epilepsiemittel,

Aroana. Sie bestehen aus einer Mixtur(Epilepsietrank) und einem Thee (Epi-lepsiekräuter). Waldenburg und Simonhalten folgende Mischung: für einen nahe-kommenden Ersatz der Epilepsiemixtur.

Radicis ArtemisiaeRadicis Paeoniae ana 15,0.

Coque cum aquae fontanae q. s. ad cola-turae 250,0. Tum addeTincturae Artemisiae 15,0Syrupi Cinnamomi 30,0.

D. S. Drei- bis viermal täglich einenEsslöffel.

Nach Hager lautet die Vorschrift:

fy- Radicis Artemisiae recentis

Eadicis Paeoniae recentis ana 40,0.Concisa et contusa affundeAquae CinnamomiYini rubri ana 120,0Spiritus Yini 60,0.

Digestione peracta exprimendo cola.In colaturae filtratae 320,0 solve

Sacchari albi 40,0,tum adde

Tincturae Artemisiae 20,0.

(2) BucnHOLz'sche Epilepsiekräuter.

fy Herbae Artemisiae

Foliorum Auraritii ana 30,0

Foliorum SennaeLigni Guajaci ana 10,0.

Minutim concisa misceantur.

Diese angeblichen Epilepsiemittel wer-den von einem gewissen Buchholz inBerlin gegen einen exorbitant hohenPreis verkauft.

Pulvis antepileptieus Bresler.

ly Kadicis Artemisiae pulveratae 20,0Sacchari pulv. 40,0.

M. D. S. Viermal täglich einen Kaffee-löffel.

Wepler's Epilepsiepulver,

ein von einem Apothekenbesitzer inBerlin angepriesenes Geheimmittel, ent-spricht nach Hager folgender Zusammen-setzung :

ly Magnesia albae 5,0

Radicis Dictamni albi 15,0Kadicis Artemisiae 8,0Khizomatis Zedoariae 12,0Fuliginis e taeda 0,5Sacchari 15,0

Olei Valerianae Guttas 10Olei Cajaputi Guttas 5.

Misce inter terendum exactissime, utfiat pulvis griseus, qui dividatur in tri-ginta (30) partes aequales. D. ad chav-tam ceratam. Für diese Pulverportionworden 5 Mark bezahlt.

Arum.

I. Arum maculatum Linn ., gefleckter Aronstab, eine in feuchten undbergigen Waldungen durch Mitteleuropa auch in Südeuropa verbreitete, inIndien cultivirte Aro'idee.

Rhizoma Ari, Radix Ari, Tubera Ari, Radix Draeontii minoris, Zehnvurz, Aron-Wurz, das getrocknete Rhizom der vorbenannten Aroidee, kommt gewöhnlichdurch Schälung von dem gelblichen oder schmutzigweissen Periderm und denWurzeln befreit, auf Bindfaden aufgereiht in den Handel und bildet indiesem Zustande dichte, rundliche oder länglich runde, weisse, 11,6 Ctm.dicke Knollen, welche ein weisses geruchloses, mehlig schmeckendes Pulvergeben.

Das Rhizom wird im Frühjahre und Herbst gesammelt. Frisch ist esohne Geruch, enthält aber einen scharfen giftigen Milchsaft von anfangs mildem,liintennach brennend scharfem, ätzendem Geschmack. Beim Zerquetschen reiztes Augen und Nase heftig und zieht auf die Haut gelegt Blasen. BeimTrocknen des Rhizoms geht diese Schärfe fast gänzlich verloren.