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Artemisia.
länglich, aufrecht, mit glattem ßlüthenboden. Der Geschmack ist kaum merklichbitter, etwas herb, aromatisch, der Geruch angenehm aromatisch.
Einsammlungszeit: August. 100 Th. frisches Kraut geben circa 25 Th.trocknes. Das Trocknen geschieht in der Weise, dass man die einzelnenRispen auf trockene Bretter an einem trocknen luftigen Orte neben einanderlegt. Im anderen Falle werden sie sehr leicht schwarz.
Aufbewahrung. Hölzerne, besser aus Weissblech gefertigte Kästen auf derKräuterkammer. Man hält die ganzen Rispen, ihrer Länge nach gleichmässigin die Kästen eingeschichtet, jedoch in geschnittener Form und als Pulver nur einekleine Menge vorräthig. In Deutschland ist der Beifuss obsolet, nur in wenigenOrten ist das Publikum daran gewöhnt, Beifuss in ganzen Rispen für culina-rische Zwecke in der Apotheke zu fordern. Er ist jährlich frisch einzusammeln.
Anwendung. Diese ist meist nur eine ökonomische, nämlich als Gewürzdes Gänsebratens. In Frankreich ist der Beifuss officinell und als Emmena-gogum und Antihystericum im Gebrauch, auch benutzt man ihn zu Dampf-bähungen bei unterdrückter oder schmerzhafter Menstruation. In Frankreichist auch ein wässriges Extract und ein Syrupus officinell. Wahrscheinlichist der in Frankreich gesammelte Beifuss bitterer und aromatischer.
Der weisse Filz auf der unteren Seite der Blätter hat man zur Bereitungder Brennkegel (Moxen) gebraucht. Dieser Filz wird bei der Bereitungdes Pulvers gesammelt.
(1) Fomentum enimenagogiuii.
Vf Herbae Artemisiae
Herbae Absintliii ana 100,0Radicis Valerianae 50,0.
Concisa misceantur.
_ S. Zu wässrigen Dampfbähungen (aufdie Sexualregion, einige Tage vor Ein-tritt der Regeln).
(2) Syrnpus Artemisiae compositus.
Sirop dArmoise compose PliarmacopoeaeFranco-Gallicae. Sirop de Feknel.
iy Summitatum florentium recentiumArtemisiae,
Nepetae Catariae,
Mcnthae Pulegii,
Juniperi Sabinae ana 100,0;
Ocimi Basilici,
Hyssopi officmalis,
Origaui Majoranae,
Pyrethri Parthenii,
Rutae graveolentis ana 50,0;
Radicum recentiumInulae Helenii,
Foeniculi dulcis,
Levistici officinalis ana 10,0;Corticis Cinnamomi CeylaniciFructus Anisi ana 12,5.
Contusis incisisque affundeAquae 1500,0Spiritus Vini 125,0.
Digere per horas viginti quatuor calorebalnei aquae, tum destillando 175,0 eli-citis exprime. Colatura (liquoris in vesica)albumine ovi ope defaecata cum
Sacchari albi 1250,0in syrupum (1,26 densitatis) redigatur.Hic syrupus pondere examinatus eva-poret, donec pondere 175,0 deminutusfuerit, deinde cum
Mellis depurati 625,0et illo liquore destillando collecto com-mixtus denuo coletur.
Dosis 20,0—40,0—60,0 zwei bis dreimaltäglich. Dieser Syrup soll stimulirendeund krampfstillende Eigenschaften be-sitzen und bei Amenorrhoe nützlich sein.
II. Radix Artemisiae, lteifusswunel. Ziemlich lange, bis zu 2 Mm.
dicke, liinundhergebogene, wenig ästige, längs runzelige, hellbraune,innen weisse, aus einem senkrechten cylindrischen holzigen, bis zu2,5 Ctm. dicken Rhizom ringsum hervortretende Wurzeln. Die Quer-