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1 (1876)
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Arsenum. Artemisia.

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streifen macerirt wird. Die Schwärzung durch Schwefelwasserstoff verschwindetsofort, die durch Antimon- und Phosphorwasserstoff bewirkte nur allmälichim Verlaufe von 1 2 Stunden, die Schwärzung durch Arsenwasserstoff ver-schwindet dagegen nicht, die Schwärzung verliert nur an Intensität und gehtin Braun über.

VII. Methode von Reinisch . Dieselbe lässt sich nur zu Präliminar-untersuchungen auf Arsen anwenden und bietet dann immer noch Zweifel inBetreff der Erkennung des Arsens. Sie beruht auf der Reduction der Arsenig-säure oder Arsensäure in deren salzsaurer Lösung durch Kupfermetall undder Verbindung des Arsens mit Kupfer zu Arsenkupfer (AsCu 5 ), welches dasreducirende Kupfermetall als ein grauer bis dunkelgrauer Ueberzug bedeckt.In einen Reagircylinder giebt man die salzsaure Giftlösung, stellt einen Streifenblanken Kupferblechs hinein und erwärmt im Wasserbade 15 20 Minuten.Nach dieser Zeit ist bei Gegenwart von Arsen der Kupferbleehstreifen, so weiter von der Giftlösung bedeckt war, mit einer eisengrauen oder dunkelgrauenArsenkupferschicht bedeckt, Aehnliche Ueberzüge geben Salzverbindungen desAntimons, Wismuths, der Schwefligsäure, auch des Quecksilbers. Das Arsenkupferlässt sich in heisser Ferrichloridlösung lösen, und daraus nach Zusatz vonconcentrirter Salzsäure als Chlorarsen abdestilliren.

Die gewichtsanalytische Bestimmung des Arsens geschieht alsMagnesiaarseniat (2Mg0,As0 5 ). Das Arsen wird in Arsensäure überge-führt, am besten durch Salzsäure und Kalichlorat oder rauchende Salpetersäure,dann durch üebersättigung mit Aetzammon und Fällen mit Magnesiamixtur(siehe unter Magnesiumchlorid). Der Niederschlag wird nach mehreren Stundengesammelt, mit ammoniakalischem Wasser gewaschen, getrocknet, im Sandbadebis zur Austreibung des Ammons erhitzt und dann in einem porcellanenenTiegel schwach geglüht, mit Salpetersäure angefeuchtet und wiederum schwachgeglüht. Sein Gewicht xO,4839 = As; x 0,63871 AsO 3 ; x0,742 = As0 5 ;x 0,79355 =AsS 3 .

Maassanalytisch bestimmt man das Arsen als Arsenigsäure mittelstZehntelnormaljodlösung (AsO 3 u. 2J u. 2K0 geb. 2KJ u. AsO 5 ) oder mittelstZehntelnormal-Chamäleonlösung (5AsO :1 u. 6HC1 u. 2K0,Mn 2 0' geb. 5As0 5 u.GHO u. 2KC1 u. 4MnCl).

Artemisia.

Artemisia vulgaris Linn ., Beifuss, ein durch ganz Europa verbreitetesStaudengewächs aus der Familie der Compositae Artemisiaceae.

I. Herba Artemisiae, Beifuss, Jungfernkraut, Weiberkraut, die getrocknetenblühenden Rispen, von den dickeren Stengeln befreit, mit halbstengelumfassen-den, oberhalb glatten und grünen, unterhalb kurz weissfilzigen, unteren doppeltfiederspaltigen Blättern mit lanzettlichen spitzen Lappen; Blüthenköpfchen