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1 (1876)
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434
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Argentum.

wendung nicht hinderlich ist. Man hüte sich nur vor einer Unterschiebungvon unechtem Blattsilber, Silberschaum, Metallsilber, welchesaus einem mit etwas Zink versetzten Zinn wie das echte Blattsilber be-reitet wird.

Das Versilbern (1er Pillen geschieht mittelst des Blattsilbers in einerkugelförmigen, aus 2 Hälften bestehenden Kapsel von Glas, Porcellan, IIolz

mit Porcellaneinlage, Holz oder Horn.Ist eine solche nicht zur Hand, so ver-sieht ein Porcellantöpfchen allenfalls den-selben Dienst. Ein Bäuschchen Blatt-metall wird mittelst einer Scheere in dieeine Hälfte der Kapsel und darauf diefrisch gedrehten, aus möglichst festerMasse formirten Pillen, ungefähr 6 bis8 Gm. gelegt, die Kapsel geschlossen undnun stark geschüttelt. Die mit einerglänzenden Metallschicht überzogenenPillen werden alsdann von dem etwaigenRückstände des Blattmetalls abgeschüttet.Manche Pillen nehmen das Metall sehrwenig oder gar nicht an. In diesemFalle nimmt man die Pillen wieder ausFig. 113. Kapsei zum versilbern der puien. der Kapsel heraus und rollt sie mit der

Handfläche (oder Rollscheibe) auf derFläche eines reinen glatten Schreibpapiers (oder des Tellers des Fertigmachers),welche mit einigen Tropfen Mucilago Gummi Arabici nur sehr unbedeutendbestrichen ist, so lange im Kreise herum, bis sie gleichmässig damit ange-feuchtet sind. Nachdem dies geschehen, wird die Versilberung oder Vergoldungwiederholt. Die Pillen durch Behauchen zur Annahme des Metalls fähig zumachen, ist wider die Regeln des Anstandes und der Reinlichkeit. Der metal-lische Ueberzug ist auch um so dauerhafter, je derber die Pillenmasse war.Pillen, welche Asafoetida , besonders aber Sulfur und Schwefelmetalle wie Hydrur-(jyrum sulfur (dum, Stibium sulfuratum aurantiacum, Stibium sulfur atumrubeum enthalten, müssen in Sonderheit aus einer derben Masse formirt werden,wenn sie zu versilbern oder zu vergolden sind. Die Schwefelantimone und Schwefel-quecksilber sind bei gedachter Vorsicht anfänglich ohne wesentlichen Einflussauf die die Pillen umgebende Metallschicht, später nach einigen Tagen schwärztsich aber diese letztere. Desslialb ist folgendes Verfahren zu beobachten:Die Pillen mit den Schwefelmetallen werden von möglichst derber Consistenzgemacht, einige Stunden an einem lauwarmen Orte an ihrer Oberfläche abge-trocknet, hierauf mit Collodium überzogen, mit Gummischleim klebrig gemachtund versilbert.

Tabletten versilbert man in der Weise, dass man die Tablettenmasseauswalzt, mit dem Silberblatt soviel als möglich gleichmässig belegt und diesesfest walzt. Einzelne Stellen, welche von Silber unbedeckt blieben, bedecktman mit Stückchen Blattsilber und walzt dieses fest. Dann wendet man dieScheibe Tablettenmasse um und verfährt in derselben Weise. Will die Massedas Silber nicht annehmen, so bereibt man sie mittelst eines leinenen Läppchensoder eines Schwammes mit Gummischleim und versilbert sie. Dann wird siezerschnitten und zu Tabletten geformt.