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1 (1876)
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Argentum.

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Versilberung. Der Apotheker wird häufig angegangen, Versilberungs-flüssigkeiten darzustellen. Da in vielen derselben Cyankalium oder Kalium-cyanid ein Bestandtheil ist und diese höchst giftige Substanz die grösste Vor-sicht erfordert, so kann er die Compositioneu mit Cyankalium nur an sicherePersonen und immer nur gegen Giftschein verabfolgen. Wo dies nicht thunlicherscheint, wähle er Compositionen, welche nicht Cyankalium enthalten.

Compositionen zur Versilberung unedler Metalle und Legirungen aufgalvanischem Wege. 1) Eine Lösung von 1,0 Silbercyanid und 4,0Kaliumcyanid in 50,0 destillirtem Wasser. 2) Eine Lösung von10,0 Silbernitrat in 300,0 destillirtem Wasser wird mit soviel einerlOproc. Kaliumcyanidlösung versetzt, bis der anfangs entstandene Nieder-schlag wieder in Lösung übergegangen ist. Eisen oder Stahl und Zink wer-den vor der Versilberung mit Kupfer überzogen.

Compositionen zur Versilberung auf chemischem oder nassemWege. Man unterscheidet eine glänzende und eine matte Versilberung.Verdünnte Versilberungsflüssigkeiten erzeugen die erstere, concentrirtere dieletztere. Behufs Erzielung einer dauerhafteren matten Versilberung legt manden aus dem Silberbade genommenen und mit Wasser abgespülten Gegenstandeinige Minuten in kochendes Wasser und lässt ihn dann an der Luft freiwilligtrocken werden. Dies geschieht auch bei Anwendung der galvanischen Ver-silberung. Befinden sieh an dem zu versilbernden Gegenstande Stellen, welchenicht versilbert werden sollen, so deckt man diese mit einem Lack, Deck-grund, einer Lösung von 2 Th. Wachs, 4 Th. Asphalt, 1 Th. VenedischemTerpenthin in 1015 Th. Französischem Terpenthinöl. Nach der Versilberungwird dieser Deckgrund mit Terpenthinöl beseitigt.

1) tf 10,0 Silbernitrat und 25,0 Kaliumcyanid, je es in 50,0des tillirtem Wasser gelöst, werden gemischt und dann mit soviel Schlämm-kreide versetzt, dass ein dickflüssiger Brei entsteht.

Der blankgeputzte Gegenstand aus Kupfer, Messing, Argentan wird mitdiesem Brei berieben.

2) ff Eine Lösung von 1,0 Silbernitrat und 3,0 Kaliumcyanidin 3,0 destillirtem Wasser. Gebrauch wie vorhergehend. Sehr giftig!

3) ff 10,0 Silberchlorid, gelöst in 70,0 80,0 Salmiakgeist, werden miteiner warmen Lösung von 40,0 krystallisirtem Natroncarbonat, 40,0 Kalium-cyanid, 20,0 Natriumchlorid in 1000,0 destillirtem Wasser vermischt, danneine Viertelstunde hindurch in einem Glaskolben oder einem Porcellangefässgekocht und filtrirt. In das kochend heisse Filtrat wird der zu versilbernde,gut gereinigte Gegenstand (aus Kupfer, Messing, Argentan) gelegt oder gehängtund während dieser Zeit mit zwei Zinkstangen in Berührung gehalten.

4) ff Argentine-Water (nach S chiblitz ). 10,0 reducirtes Silber werdenunter Anwendung einer sehr gelinden Wärme in einem Glaskolben in 26,0einer reinen Salpetersäure von 1,185 spec. Gew. gelöst und die erkalteteLösung mit einer Lösung von 85,0 Cyankalium in 1000,0 destill. Wasser und20,0 Schlämmkreide mit 50,0 Wasser angerührt gemischt. Mit der durch-schüttelten Flüssigkeit (welche in einem verdunkelten Glase aufbewahrt wer-den soll) werden, nachdem sie mit einem doppelten Volumen Wasser verdünntist, die zu versilbernden Metallgegenstände mittelst eines Leinwandlappens ein-gerieben, oder der Gegenstand wird in die Flüssigkeit gelegt. Nach geschehenerVersilberung wird der Gegenstand mit Schlämmkreide abgerieben, dann mit

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