Argentum.
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schied von Schwefelquecksilber). — Kaliumferrocyanid erzeugt in Silber-salzlösungen einen gelblichweissen, Kaliumfericyanid einen rothbraunen Nieder-schlag. Die unedlen Metalle, die Leichtmetalle der Erden, die Hydrüre desArsens, Antimons, Phosphors etc. wirken reducirend, ebenso solche Substanzen,welche begierig Sauerstoff aufnehmen. Vor dem Löthrohre geben die Silber-verbindungen auf Kohle ein Metallkorn ohne Beschlag.
Quantitativ bestimmt wird das Silber gewöhnlich als Chlorid. Die Fällunggeschieht aus der verdünnten, nur mit einer massigen Menge Salpetersäuresauer gemachten Lösung mittelst Salzsäure. Durch starkes Schütteln bewirktman die baldige Abscheidung des käsigen Silberchloridniederschlages. UnterAbschluss des Tageslichtes lässt man absetzen und sammelt den Niederschlagim Filter, wäscht ihn mit stark verdünnter Salzsäure und Wasser aus, trocknetihn erst im Wasserbade, dann bei 120 —130° C. und wägt, oder man äschertdas mit Salpetersäure betropfte Filter in einem Porzellantiegelchen für sichein, giebt dann das Silberchlorid dazu und erhitzt bis zum Schmelzen. AgClx 0,75261 =Ag oder x 1,184669 =AgO,NO 5 . Man übergiesst das Silber-chlorid auch wohl mit Salzsäure, giebt ein Stückchen reines Zinkmetall dazu,digerirt bis zur Auflösung des Zinks, wäscht das reducirte Silber mit Salzsäure,dann mit Wasser, trocknet und wägt es.
Volummetrisch bestimmt man das Silber mit Kochsalzlösung, Normal-Kali-bichromatlösung, Normal - Rhodankaliumlösung.
Gay-Lüssac's Methode der volummetrischen Bestimmung des Silbers er-fordert eine empirische Normal-Natriumchloridlösung, von welcher 1 Liter genau10,0 Grm. Silber, oder je 1 CO. 0,01 Grm. Silber angeben. Die Normal-Natriumchloridlösung (A) besteht im Liter aus 5,417 Grm. reinem Natrium-chlorid und Wasser. Der Titer wird auf eine Silbernitratlösung, welchemit Salpetersäure sauer gemacht ist und im Liter 10,0 Grm. oder im CC.0,01 Grm. Silber enthält, gestellt. Aus dieser titrirten empirischen Normal-Natriumchlorjdlösung wird durch Auffüllen von 100 CC. auf das Volumeneines Liters eine Zehntel-Normal-Natriumchloridlösung (B) dargestellt. DieLösung A kommt zuerst in Anwendung, die Lösung B erst dann, wenn dieTrübungen in der mit Salpetersäure stark angesäuerten Silberlösung beginnen,schwach aufzutreten. Als Indicator - Substanz dient Jodstärkeband. So langenoch Silbersalz in Lösung ist, tritt Entfärbung des röthlichblauen Bandes ein.Nach jedem Zusätze der Natriumchloridlösung zur Silberlösung muss letztereheftig umgeschüttelt werden, um die Ausscheidung und das Absetzen des ent-standenen Silberchlorids zu fördern.
Bequemer ist die volummetrische Bestimmung mittelst Normal-Rhodan-kaliumlösung, welche im Liter 96,0 Grm. Rhodankalium (KC 2 NS 2 ;, aus Wein-geist krystallisirt und scharf getrocknet, enthält. Gegen den Schluss der Be-stimmung wendet man eine Zehntel-Normal-Rhodankaliumlösung an. Die schwachmit Salpetersäure angesäuerte Silberlösung wird mit einigen Tropfen Ferri-sulfatlösung, welche hier als Indicator dient, versetzt und dann unter Umrührenmit der Rhodankaliumlösung geprüft. Jeder Zusatz derselben erzeugt eineschnell verschwindende blutrothe Wolke, so lange Silber noch zu fällen ist, dieblutrothe Färbung wird aber stationär, sobald alles Silber als Rhodanid ge-fällt ist.
irgentnm foliatum, Blattsilber, wird zum Versilbern der Pillen undTabletten gebraucht. Zu diesem Zwecke genügt der Abfall aus der Blattsilber-bereitung, welchen man von den Droguisten unter dem Namen Pillensilberbezieht. Es enthält gewöhnlich 1 — 2 Proc. Kupfer, was jedoch seiner An-
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