Aqua.
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Wasser angetroffen, so fehlt auch nicht die Salpetersäure. Kürzer ist dieAusführung der Reaction auf Salpetersäure mittelst Brucins (vergl. S. 87).
Phosphor säure ist in entfernten Spuren vertreten, fehlt aber seltenim Wasser. Man prüft auf dieselbe mittelst Ammonmolybdänats (vergl. S. 99).
Salzsäure oder vielmehr Chloride werden in dem mit Salpetersäuresauer gemachten Wasser durch Silbernitrat erkannt.
Schwefelsäure wird in dem mit Salpetersäure sauer gemachten Wassermittelst Chlorbaryum erkannt.
Kohlensäure. Nach Mischung gleicher Yolume Wassers und klaren Kalk-wassers erfolgt bei Gegenwart von Carbonat und freier Kohlensäure eine Trü-bung. War Ammon nicht vorhanden, so gehört die Trübung nur der freienKohlensäure an.
Kalkerde. Das mit neutralem Ammonoxalat versetzte Wasser wirdbald oder im Laufe einer Stunde sich trüben.
Magnesia. Das mit einem Ueberschuss Ammonoxalat versetzte Wasserwird nach einer Stunde filtrirt, ammoniakalisch gemacht und mit Ammon-phosphat versetzt. Enthält das Wasser mehr als Spuren Magnesia, so wirdsich im Laufe einer halben Stunde eine Trübung sicher einfinden.
Kali und Natron werden in dem Wasser nach Absonderung des Kalk-oxalats und des Ammonmagnesiaphosphats nachgewiesen.
Als ungehörige und zufällige Bestandtheile des Trinkwassers,auf welche man sein Augenmerk zu richten hat und welche der Gesundheitnachtheilig sind, wären zu nennen: Schwefelwasserstoff, Leuchtgas, Jod, Arsen,Blei, Kupfer, Zink.
Die Gasarten lassen sich durch den Geruch erkennen. Um SpurenSchwefelwasserstoff nachzuweisen, giebt man circa 0,5 Liter des Wassersin einen Kolben, schliesst diesen mit einem Kork, in welchen ein offenes Glas-rohr eingesetzt ist, und schiebt in das äusserste Ende des Glasrohres zweiStreifen Papier, von welchen der eine mit ammoniakalischer Silbernitratlösung,der andere mit Bleiacetatlösung getränkt ist, und erhitzt das Wasser bis zumAufkochen. Höchst kleine Spuren Schwefelwasserstoff schwärzen das Silber-papier, stärkere Spuren auch das Bleipapier.
Jod muss im Verdampfungsrückstande aufgesucht werden. Ebenso Arsennach irgend einer unter Arsenum angegebenen Methode.
Blei, Kupfer, Zink entstammen den aus diesem Material bereitetenWasserleitungsröhren oder den Abfällen chemischer Fabriken und Färbereien inder Nähe des Brunnens. Diese Metalle werden in dem Verdampfungsrück-stande nachgewiesen.
Die in den Häusern eingelegten Röhren der Wasserleitungen bestehen ge-wöhnlich aus Blei und das aus diesen Röhren fliessende Trinkwasser ist imAllgemeinen nicht bleihaltig, so lange die Röhren mit dem Wasser gefüllt sindund das Druckwerk der Wasserleitung functionirt. Sind dagegen die Röhreneinige Tage nicht mit Wasser gefüllt gewesen, so zeigt das zuerst nach dieserZeit ausfliessende Wasser Spuren Bleigehalt, welcher aber in Zeit von 24 Stun-den in dem alsdann ausfliessenden Wasser wiederum fehlt.
IV. Kurzes empirisches Prüfungsverfahren zur Erkennung einesguten Trinkwassers besteht 1) in der Prüfung auf Klarheit, Färb-, Gerucli-und Geschmacklosigkeit. — 2) Man lässt in einem niedrigen blanken kupfernenKasseroi eirca 1 Liter des Wassers 5 Minuten kochen und nimmt es vomHager, Pliarmac. Praxis. I. 25