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1 (1876)
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Aqua.

lösung, so titrirt, dass 6 CC. derselben hinreichen, um 10 CC. Oxalsäurelösungzu oxydiren , welche in 1000 CC. 0,398 Grm. Säure enthält, setzt man imUeberschusse zu, so dass nach längerem Kochen die rothe Farbe nicht ver-schwindet. 10 CC. dieser Oxalsäurelösung entfärben die Flüssigkeit, und diesewird dann bis zur schwachen Röthung mit übermangansaurem Kali zurücktitrit. Das übermangansaure Kali, welches nöthig war, um 10 CC. Oxalsäurezu oxydiren, ist bekannt, und somit ist das mehr verbrauchte übermangansaureKali zur Oxydation der vorhandenen organischen Stoffe verwendet worden.Um den Ungenauigkeiten bei vorhandener salpetriger Säure, Chlorüren undOxydulen zu begegnen, titrirt Kübel eine Probe kalt mit Kalihypermanganatbis zur röthlichen Färbung. Die verbrauchten CC. werden dann von dem Ge-sammtverbrauche derselben abgezogen.

II. Eine zweite wichtige Aufgabe ist die Bestimmung der Kalkerdeund des Kalksulfats im Wasser, wenn der aus einem Liter Wasser gewon-nene Verdampfungsrückstand mehr den 0,5 beträgt. Man übergiesst ein ge-wisses Quantum des Verdampfungsrückstandes mit verdünnter Salzsäure, dampftbehufs Absonderung der Kieselsäure zur Trockne ein, nimmt den Rückstandmit salzsäurehaltigem Wasser, welchem man etwas reines Chlornatrium zuge-setzt hat, auf, filtrirt, wäscht das Filtrum mit salzsäurehaltigem Wasser nach,macht das Filtrat schwach ammoniakalisch und fällt mit Ammonoxalat dieKalkerde aus. In dem nach Verlauf einer Stunde gesammelten Kalkoxalatwird entweder die Kalkerde in gewöhnlicher Weise oder auch volummetrischbestimmt. Im letzteren Falle nimmt man einen aliquoten Theil des getrocknetenKalkoxalats mit heisser stark verdünnter Schwefelsäure auf, erhitzt bis auf6070° C. und titrirt mit der oben Seite 382 erwähnten Kalihypermanganat-lösung, deren Titre auf eine y i00 -Normal-Oxalsäure gestellt ist. Jeder CC.dieser Kalihypermanganatlösung entspricht 0,00063 Gm. krystallisirter Oxal-säure oder 0,00028 Grm. Kalkerde (CaO).

Die Schwefelsäure bestimmt man in dem bis auf circa ein halbes Volumeingedampften und dann mit Salzsäure sauer gemachten Wasser mittelst Chlor-baryum. Das Gewicht des gefundenen Barytsulfats giebt mit 0,34335 mul-tiplicirt das Quantum wasserfreier Schwefelsäure, mit 0,5837 multiplicirt dasQuantum des Kalksulfats (CaO,SO 3 ) und mit 0,24 multiplicirt das Quantumder zur Bildung von Kalksulfat erforderlichen Kalkerde (CaO) an.

III. Der qualitative Nachweis der im Trinkwasser vorkommenden Sub-stanzen geschieht, wie folgt:

Ammoncarbonat mittelst bohliß 'schen oder nessler 'schen Reagens(vergl. S. 292).

Sa 1 petrigs;fure mittelst jodcadmiumhaltiger Stärkelösung. Bei Erman-gelung dieses Reactivs versetzt man ungefähr 100 CC. des Wassers mit einigenTropfen Jodkaliumlösung, etwas Stärkeschleim und verdünnter Schwefelsäure.Bei gegenwärtigem Nitrit entsteht sofort Blaufärbung. Nach Fresenius ent-halten manche Wässer auch noch andere Stoffe, welche Jod frei machen. Erversetzt das Wasser mit Essigsäure und destillirt, das Destillat in mit Schwefel-säure angesäuerter und mit Stärkekleister versetzter Jodkaliumlösung auffangend..Es erfolgt hier, war ein Nitrit im Wasser gegenwärtig, sofort Bläuung.

Salpetersäure. Ist Salpetrigsäure nicht gegenwärtig, so versetzt mancirca 50 CC. des Wassers mit 10 CC. verdünnter Schwefelsäure und stellteinen Zinkstab hinein. Nach circa 15 Minuten ist ein grosser Theil gegen-wärtiger Salpetersäure zu Salpetrigsäure reducirt, welche letztere, wie vorher-gehend angegeben ist, erkannt wird. War Salpetrigsäure von Hause aus im