Aqua.
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dasjenige Wasser, welches auch als Trinkwasser für Menschen verbrauchbarist. Ist ein solches nicht zur Hand, so wird es durch Flusswasser (Aquafluviatilis) oder Regenwasser (Aqua pluvialis) ersetzt. Letztere bei-den Wässer sind zwar weiches Wasser, aber gewöhnlich unreiner als dasBrunnenwasser. Sie sind also nur im Nothfalle verwendbar.
Ein gemeines, für den pharmaceutischen Gebrauch genügend reines Wasserist farblos, geruchlo.s, ganz oder doch fast geschmacklos und völligklar, darf innerhalb 24 Stunden sich nicht merklich trüben oder einen Boden-satz bilden. Wenn das Wasser diese Eigenschaften nicht aufweist, so musses filtrirt werden.
Filtration des Wassers. Für gemeines Wasser, welches keine Riech-theile und keine färbenden Substanzen enthält, genügt eine einfache Filtrationdurch Fliesspapier. Um aber für den stärkeren Verbrauch im Dispensirge-schäft stets frisches und filtrirtesWasser zur Hand zu haben, ist
es nöthig, an einem kühlen Orte " u,.
einen Filtrirapparat in Thätigkeit £f- ä tSp Sr. \
zu erhalten. Zu den in dieser —=J lW ?
Beziehung brauchbarsten Vorrich-tungen gehören thönerne Gefässe,welche gehörig gebrannt, abernicht mit Glasur überzogen sind.
Diesen Gefässen (Fig. 102), welcheman sich bei den Töpfern be-stellt, lässt man die Zuckerhut-form geben. Man füllt sie täglichmit frischem Wasser. Sie gebenmehrere Wochen ein klares Filtrat,und wenn sie nicht mehr zur Ge- M / fjÄ
nüge functioniren, lässt man sie /aK* ------ (J) t M
trocknen und wiederum im Töpfer- = l W
ofeu ausbrennen oder man wirft ^Jsie weg, da ihr Beschaffungswerth JV fS
nur ein sehr geringer ist. [ M IM
Enthält das Wasser Riech- a
Stoffe und färbende organische IM
Substanzen, so muss es, wie Phar- rjt TW wk
macopoea Germanica auch ver- kj i® V*
langt, durch Schichten von grobem
Holzkohlenpulver und Sand filtrirt Fig. 102. Thönerner Trichter zur Wasserfiltration,
werden. Der hierzu verwendbareSand ist nothwendig vorher reich-lich mit Wasser auszuwaschen. Ein für diese Art Filtration geeigneter undauch viel gebrauchter Apparat*) ist in folgenender Abbildung wiedergegeben.Er besteht aus drei Töpfen («, b, c) aus Steingut oder feuerfestem Thon, vonwelchen der erste a um 1 / 3 —y 2 ma i grösser ist als die Töpfe b und c. DerTopf a hat über seinem Boden einen Tubus. Die nach innen gehende Oeff-
*) Diesen Filtrirapparat erhält man in der March'schen Thonwaarenfabrik zuCharl'ottenburg, in der Niederlage pharm. Geräthschaften von Warmbrunn, Quilitzu. Cp. in Berlin etc.