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Apomorpkium hydrochloricum. — Aqua.
rothe, mit concentrirter Salzsäure eine bräunlichrothe Lösung. Die Apomor-phinlösungen wirken besonders in der Wärme reducirend auf die edelen Metalle.Mit Goldehlorid entstellt ein purpurroter, mit Pikrinsäure, selbst in verdünntenLösungen, ein gelber Niederschlag. Im Uebrigen giebt das Apomorphin mitfast allen Alkaloidreagentien Keactionen.
Aufbewahrung. Apomorphin oder Apomorphinhydrochlorat gehört zu denGiften und ist neben Strychnin im Giftsehranke, und wegen seiner Empfind-lichkeit gegen die atmosphärische Luft in kleinen l-Grammfläschchen verkorktund versiegelt und in einer Blechbüchse aufzubewahren.
Anwendung. Das Apomorphinhydrochlorat wurde zunächst in innerlicher,besonders aber subcutaner Anwendung als ein alle unerwünschten Nebenwir-kungen ausschliessendes, bequemes und gefahrloses, dabei aber sicheres Eme-ticum empfohlen und gerühmt, vornehmlich anwendbar bei Vergiftungen, Pneu-monien, Croup, Diphtherie etc.
Innerlich genügt eine Dosis zu 0,008 — 0,01 — 0,012 , subcutan zu0,006 — 0,008—0,01, in besonderen Fällen zu 0,012, um innerhalb von 5 —15Minuten ein Ausbrechen des Mageninhaltes zu bewirken. Dass es auch Indi-viduen giebt, bei welchen eine subcutane Dosis von 0,015 ohne Erfolg bleibt, sowie andre, bei welchen sich nach der lnjection bedenkliche Vergiftungssymptomeeinstellen, hat die Erfahrung schon einige Male constatirt. Diese Erfahrungenund dann die nicht zu hemmende Zersetzbarkeit des Präparats mögen dieUrsache sein, dass das Apomorphin heute nur noch selten in Gebrauchgenommen wird.
Die Injectionsflüssigkeit wird aus 1 Th. Apomorphin und 100 Th. destil-lirtem Wasser bereitet. Statt des Wassers ist Syrupus Sacchari empfohlen,indem diese Lösung bei sorgfältiger Aufbewahrung sich besonders gut con-serviren, wenigstens zwei Wochen unverändert bleiben soll.
Die Maximaldosis ist zu 0,02, die Gesammtdosis auf den Tag zu 0,08anzunehmen.
In neuerer Zeit hat man das Apomorphin als Expectorans und den Husten-reiz milderndes Mittel zu 0,001 — 0,002 — 0,003 drei- bis vierstündlich beiAsthma pituitosum, stockendem Auswurf etc. angewendet.
Mixtura expectorans Jukasz.
K- Apomorphini hydrochlorici 0,01(-0,03)
Aquae destillatae 120.0Acidi hydrochlorici Guttas 5
Syrupi simplicis 30,0.
M. D. S. Zweistündlich einen Esslöffel.(Der Salzsäurezusatz beseitigt die grün-liche Färbung zersetzten Apomorphins).
Aqua.
Aqua, Wasser (HO = 9 oder H 2 0 = 18). Für den pharmaceutischenBedarf kommen 1) gemeines Wasser und 2) destillirtes Wasser in Betracht.
I. Aqua communis, Aqua fontana, Aqua, Quellwasser, Brunnenwasser, gemeinesWasser. Unter diesen Benennungen versteht man in der Pharmacie zunächst