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1 (1876)
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349
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Anacahuite. Anacardia.

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Spuren Blei im Brote schreiben sieh von einem Mehle her, welches aufmit Blei ausgegossenen Mahlsteinen bereitet ist. Brot, mit Arsenik, Phos-phorbrei, 151 ei weiss u. d. m. unabsichtlich oder absichtlich giftig gemacht,ist öfter nachgewiesen.

Die Prüfung des Brotes auf Mutterkornmehl ist bereits oben S. 346erwähnt.

Anacalmite.

Lignnm Anacahuite, Anacahuite, ein zuerst im Jahre 1859 (in FolgeEmpfehlung des Hannoverschen Consuls Gresser ) aus Tampico nach Europagebrachtes Holz, dessen sich angeblich die Eingeborenen gegen Brust- undLungenleiden mit vielem Erfolge bedienen. Dass hier nur eine kaufmännischeSpeculation berechnet auf die Leichtgläubigkeit der ehrlichen Deutschen vorlag,liess sich alsbald erkennen. Verf. dieses Werkes sagte in seiner pharmaceu-tischen Centralhalle 1860, Nr. 12: Was für eine grosse Menge Leidensformenumfasst das Wort Schwindsucht! Und das Anacahuiteholz sollte sich in allendiesen Leidensformen als Hülfsmittel bewähren? Uns beschleicht bei dieserFrage der lebendigste Skepticismus und erblicken wir in der Anacahuite nichtsmehr und weniger als eine neue Auflage der LiEBEß 'schen Kräuter." DieReclame in medicinischer und pharmaceutischer Literatur dauerte noch 5Jahre für diesen Schwindel, der noch eine besondere Erweiterung darin fand,dass man die Reife der aus Amerika kommenden Packfässer zerschnitt und alsAnacahuite in den Handel brachte.

Es blieb im Uebrigen die Mutterpflanze der Waare unbekannt. Nach desVerfassers Dafürhalten kam das blaue Sandelholz (Lignum nephriticum), fernereine Art Guajakholz, dann das Holz einer Erle als Anacahuite in den Handel.Eine sichere Charakteristik war nicht aufzustellen, obgleich Berg eine solchegeliefert hat und Walz einen besonderen Bitterstoff, Anacahuitin, gefundenhaben wollte.

Nachdem die Aerzte endlich einsahen, dass sie gründlich dupirt waren,Hessen sie die Anacahuite fallen, ohne jedoch eine Lehre daraus für Wieder-holungen zu nehmen!

Anacardia.

I. Anacardium occidentale Linn . Variet. Americanum (mit birnförmigemwohlschmeckendem Fruchtstiel, circa lOmal grösser als die Frucht) und Variet.Indicum (mit fleischigem Fruchtstiel aber kaum dreimal grösser als die Frueht).Westindischer Nierenbaum, Kaschubaum, Aeajubaum. Erstere Varietät ist einein Westindien und Südamerika, letztere auf den Ostindischen Inseln heimischeAnaeardiacee (R. Brown ) oder Terebinthacee.