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1 (1876)
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Amylum.

Das Roggenmehl ist von geringerer Weisse als das Weizenmehl, gewöhn-lich grauweiss; nach dem Gehalt an Kleientheilen unterscheidet man 1) feinstesKornmehl, 2) Mittelmehl, 3) Grob- oder Schwarzmehl.

Die Hauptbestandtheile sind 54 61 Proc. Stärkemehl, 1218 Proc.Kleber, bei feinem Mehle bis zu 1,5, bei grobem Mehle bis zu 3,0 Proc.Asche inclusive Mahlsteindetrit. Der Feuchtigkeitsgehalt steigt höchstens biszu 18 Proc.

Pulver -Oblaten, Lamellae pastillaceae, Cachets, sind von S. Limousin indie pharmaceutische Receptur eingeführt und haben den Zweck der Umhüllungschlecht schmeckender Pulver. Der Apparat zur Einschliessung der Pulver in

Oblatenblatt besteht 1) aus einerPresse A mit bewegliehen Ma-1 ? _ trizen {E) , welche gestatten,

^ Oblaten von 3 verschiedenen

«B m Grössen zu verwenden, 2) aus

drei Brettchen mit oben hohlausgedrehten Scheibchen (B)aus Holz besetzt, deren Grösseund Form derjenigen der ver-schiedenen Oblaten-Grösse ent-spricht, 3) aus drei An-feuchtern (C), aus Metallringenmit dazwischen liegendem Baum-wollengewebe bestehend, um dieRänder der Oblaten anzufeuch-ten, 4) aus einer Porcellan-büchse, welche eine Filzscheibeenthält , die mit Wasser genässtist.

Der Einschluss der Pulver inOblaten geschieht in folgenderWeise: Man bringt die Oblatenauf die Holzscheibchen (B) derentsprechenden Grösse, giebt aufjede Oblate das Pulver, so dassdieses nur die Mitte der Oblatebedeckt. Röthigen Falls drücktman das Pulver etwas zusammen.Mit dem durch Drücken auf dieFilzscheibe in der Porcellan-büchse genässten Anfeuchter (C)macht man nun den Rand derOblate, welche als Deckel aufdie mit Pulver beschickte Oblatedienen soll, feucht. Dies geschiehtunter Drehung des Anfeuchtersum seine Axe. Jetzt legt mandie an ihrem Rande gefeuchteteOblate auf die mit Pulver bedeckte,

Fig. 86. Limousin's Presse für Pulver - Oblaten.

Fig. 87.

fcö m

Fig. 88.