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1 (1876)
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Amylum.

sichtigen; erkaltet mehr durchscheinenden, schwach bläulich weissen, nichtconsistenten, sondern schleimähnlichen Kleister. Schüttelt man 1,0 der Maran-tastärke mit einem kalten Gemisch aus 6,6 reiner officineller (25proc.) Salz-säure und 3,3 Wasser zehn Minuten lang, so ergiebt sich eine Flüssigkeit,welche weder gelatinös oder dickschleimig ist, noch einen Geruch nach frischenBohnenhülsen entwickelt , in welcher sich vielmehr in der Ruhe der grössteTheil der Stärke unverändert absetzt. Zwisehen den Fingern oder beim Zer-reiben knirscht die Marantastärke wie jedes andere Stärkemehl. Sie ist spe-cifisch schwerer als andere Stärkemehlarten.

Ihr Feuchtigkeitsgehalt darf 15 Proc. nicht übersteigen (in der Wärmedes Wasserbades zu erforschen). Der Aschengehalt geht über 0,75 nicht hinaus.

Die Marantastärkemehlkörnchen, unter dem Mikroskop betrachtet, sind imGanzen kleiner als die der Kartoffelstärke, welche am häufigsten als Verfäl-schung angetroffen wird. Bei letzterensind die Schichten scharf hervortretendund daher auffallend sichtbar, bei,ersteren dagegen sind diese Schichten/iwJdMPw sehr zart und wenig sichtbar. Statt

/0\ des punktförmigen Nabels oder Kernes

/L^-r ^ \\ des Kartoffelstärkekörnchen zeigt sich

ßjn\ an dem Körnchen der Marantastärke[ j k . I eine kurze, selten 3- bis 4strahlige

\ I Querspalte oder eine kleine runde

\D t ''7/ schattige Vertiefung, meist in der Mitte

\ oder dem stumpferen Ende zu, während

der Nabel bei den Körnchen der Kar-Wgpj/ toffelstärke fast immer am spitzeren

Mo S Ende liegt.

In England kommt auch das Stärke-

Fig. 82. Bermuda-Arrow-Eoot. Maranta- mehl der Wurzel von Canna coccinea

Stärkemehl. 400 mal vergr. . , r . ,

Aiton , einer Westindischen und Sud-amerikanischen Cannacee, unter demNamen Tolomane (Tous-les-mois, Amylum Oceani australis) als Arrow -root in den Handel, mit welchem es gleiche Eigenschaften gemein hat.

Das Brasilianische Arrow-root,Tapiocca,Kassavastärke, welches

Sim wärmeren Amerika aus den Knollender Manihot wtilissima Pohl (Ja-tropha Manihot L.) und Manihot AipiPohl , zweier Euphorbiaceen, derenKnollen reich an Blausäure und sehr\ giftig sind, gewonnen wird. Es ist einschmutzig mattweisses sehr feines Pul-J ver. Die Körnchen sind denen der' Marantastärke ähnlich, jedoch mehrpaukenförmig oder abgestumpft-drei-eckig gestaltet oder an der Grundflächemit zwei bis vier Sich schneidenden Flächen abgestumpft. Auf ihrer Grund-fläche liegend erscheinen sie kugelig.Fig-83 ' B t&AeSi" A Mrma®°T 0 eV KaSSaTa " Die concentrischen Schichten sind sehr

zart und undeutlich.