Amylum.
339
Dasselbe Stärkemehl kommt auch in harten durchscheinenden, gerucli- undfast geschmacklosen, in Wasser stark anschwellenden Körnern in den Han-del. Diese Waare ist aus feuchter Kassavastärke in der Wärme bereitet.Ein Erkennen der Stärkemelilktigelchen darin ist nicht mehr möglich.
Das Malabar-, Bombay- oder Curcuma-Arr ow-root, Tikor,Tikmehl, wird in Ostindien aus den Wurzelstöcken und Wurzeln, von Cur-cuma leucorrhiza Roxb., C. angustifolia Roxb . und anderen Curcumäartengewonnen. Es ist ein mattweisses feinkörniges Pulver, das beim Drückenzwischen den Fingern nur schwachknirscht. Die Stärkemehlkörnchen sindverschieden gestaltet, flach, scheibenför-mig, langgezogen, in eine, auch in zweiund mehr stumpfe Spitzen auslaufend.
Der Nabel liegt an der äussersten Spitze /\
und ist von sehr zarten, wenig sieht- , /< Jsg*
baren concentrischen Schichten umgeben. I j§ 1
Tahiti- oder Tacca-Arrow-root j
wird von Tacca pinnatißda und ocea- I t «v j
nica Fobst . abgeleitet. Es ist dem V»- /
Brasilianischen Arrow-root sehr ahn- I
lieh, soll aber einen schwachen Geruch ||)
nach Schimmel haben. Die Körnchensind theils eckig, theils haben sie ge-
rade Seitenflächen. Diese Sorte trifft Fig 84 Bombay-oder Malaie-Arrow -
man selten im Handel. Root, Ourcuroa- Arrow -JJoot.
Verfälschungen können in Stärkemehl-arten anderer Pflanzen bestehen. Die
Kartoffelstärke (vergl. S. 333) ist durch die Gestalt und Beschaffenheitihrer Körnchen und durch das Verhalten gegen 16,6proc. Salzsäure (vergl.S. 232) sehr leicht zu erkennen. So ist es auch mit dem Reisstärkemehl, dassich durch die eckige Form seiner Körnchen, die theils in Ktigelchen zusam-menhängen , erkennbar macht. Diese Stärkemehle geben im Uebrigen mitheissem Wasser keinen durchsichtigenSchleim, und dieser ist nicht geruchlos.
Beigemischte erdige Substanzen erforscht ^'S
man, wie unter Ami/htm Tritici ange- f "§f 1 -\
Aufbewahrung der Marantastärke f
l l o i i-i i -r> • l Cli... /7 ^WSL I " / A«»' \ /■ 1 \
oder deren Substitute. Da jedes Star- ff 8p4'j $$4 \
kemehl ein starkes Flächenanzieliungs- I ,^§£M§jer
vermögen besitzt und daher leicht Ge- ~ iRTi^
rüche so wie Feuchtigkeit auf der ' (rv/vß™]
Oberfläche seiner Körnchen verdichtet, \ A *
so ist eine Aufbewahrung in gut ge- y
schlossenen Gefässen, am besten in K
Weissblechgefässen erforderlich.
Anwendung. Die kaufmännische Spe-
culation hat dem Arrow-root einenbe- ■ pig >85 _ TS Tahiti- «der Tacca-Arrow-Eoot.
sonderen Werth als Ernährungsmittel toomai vergrössert.
n.. -i l TT-* t /'ii • l E. S. Reisstärkenieiii. lOOmal vergrössert.
rar schwache Kinder empfohlen ? es istjedoch ebenso wenig für sich Nahrungs-mittel wie jedes andere Stärkemehl. Ein Kind, welches nur mit diesem
22 *