Aethcr.
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wasserhaltigen Aether geschüttelt am Grunde der Aetherschieht zu einem Syrupzusammenfliesst. In wasser- und weingeistfreiem Aether bleibt das Tanninpulverig und wird nicht gelöst. Den Weingeistgehalt des Aethers bestimmtman annähernd durch die grössere oder geringere Löslichkeitdes Aethers in Wasser. Der Aether ist nämlich in Wasser vonmittlerer Temperatur um so löslicher, je mehr Weingeist erenthält. Reiner Aether löst an und für sich Wasser auf, sowie Wasser reinen Aether löst, enthält jedoch der AetherWeingeist, so ist auch das gegenseitige Auflösungsvermögen ein fitgrösseres.
Zur Erkennung dieses Lösungs-Verhältnisses bedient mansich eines kalibrirten, ungefähr 1 Ctm. weiten und 18,5 Ctm.langen, oberhalb graduirten Glascylinders. Der untere, nichtgraduirte Tlieil des Cylinders umfasst einen gleichgrossen Raum-inhalt, wie der obere in 10 Grade getheilte. Zuerst giesst manWasser in den Cylinder, so dass der vertiefte Punkt des Niveausder Wassersäule mit dem 0 Strich in einer Horizontalebene liegt,dann füllt man den Raum von 0—10 Grad mit dem Aether,verschliesst die Oeffnung des Cylinders mit dem Finger undschüttelt nun kräftig und anhaltend durcheinander. In der Ruheim Verlaufe von 5 Minuten scheiden sich beide Flüssigkeiten,aber in einem anderen Raumverhältnisse. Als Grenze zwischenAether und Wasser wird wieder der tiefste Punkt des Wasser-niveaus angenommen. Nach Versuchen bei einer Aetherrectifi-cation wurde gefunden, dass
Volumtheile
Volumth.
spec.
Gew.
10 Wasser
lösen
0,8 Aether
von
0,719
— 0,721
10 —
1,0 —
0,724
— 0,726
10 —
jy
1,3 -
»
0,729-
— 0,731
10 —
1,6 -
r>
0,733-
—0,735
10
;?
2,0 —
>7
0,738 ■
-0,741
10 —
))
2,3 —
»
0,743-
—0,746
10 —
2,6 -
»
0,748-
-0,750
Fig. 45. Aether-probircylinder.
Die Temperatur ist von wesentlichem Einflüsse auf das Maass der gegen-seitigen Auflösungsfähigkeit beider Flüssigkeiten. Je wärmer das Wasser,um so weniger löst es Aether. In obigen Versuchen war die Tem-peratur des Arbeitsraumes 14—16° C. Ein Aether von 0,725 spec. Gew.bei 17,5° sollte höchstens 1,3 Volumtheil an Wasser abgeben.
Man kann den Weingeist im Aether auch auf die Weise erkennen, wennman den Aether mit destillirtem Wasser schüttelt, das abgesonderte Wasserbis zum Verschwinden des Aethergeruches in einem offenen Gefäss erwärmtund dann nach der LiEBEN 'sehen Methode (vergl. unter Weingeist) prüft.
Aufbewahrung. Den Aether bewahrt man wegen seiner Flüchtigkeit aneinem kühlen Orte, also im Keller, in nicht zu grossen starken Glasflaschenauf, die mit guten Korken verschlossen und mit Blase oder Pergamentpapiertectirt sind. Weil sich der Aether bei geringer Temperaturerhöhung bedeutendstärker ausdehnt als andere Flüssigkeiten, so füllt man die Flaschen nur zu8 / 9 ihres Rauminhaltes an. Je nach dem Bedarf wird die Grösse der Flaschegewählt. Zu grosse Flaschen meidet man; Flaschen von 1 — 2 Liter Raum-inhalt werden genügen. Die Aetherflaschen stehen in einer mit Deckel ver-sehenen Kiste, jede Flasche in einem von Holzbrettern abgeschlossenen Fache,