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1 (1876)
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Aether.

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bend. Man gebrauchte ihn besonders als ein die Menstruation beförderndes Mittel,auch als Lithontripticum, so wie zum Vertreiben der Milch aus den Brüstenentwöhnender Mütter. Gewöhnlich liess man 5,0 im Aufguss oder Decoct (auf300,0 Wasser), gemischt mit einem gleichen Volum Milch in zwei Theile ge-theilt, Morgens und Abends je einen Theil, trinken.

Tinctura Adianti aurei wird durch mehrtägige Maceration von 1 Th.grobgepulvertem Vegetabil und 10 Th. Spiritus aethereus bereitet.

Aether.

Aether, Aether sulfiirious, Naphtha Vitrioli, Schwefelätlier, Aether, Aethyläther(C 4 H 5 0 = 37 oder C 4 H, 0 O = 74).

Darstellung. Die Darstellung im kleineren und grösseren Maassstabefindet sich umfangreich in Hager's Commentar zur Pharmacopoea Germanica(1873) beschrieben. Sie ist kaum noch ein Gegenstand für das pharmaceu-tische Laboratorium.

Im Handel giebt es mehrere Aethersorten, welche sich nur durch dasspecifische Gewicht unterscheiden. I ist absoluter Aether von 0,720 spec.Gew., II der officinelle, III von 0,730 und IV von 0,745 spec. Gew. SorteIII ist zur Darstellung der Hoffmannstropfen für den Handverkauf ganz ge-eignet, Sorte IV ist nicht rein genug hierzu.

Eigenschaften des officinellen und des reinen Aethers. Dieser bildeteine klare, farblose, sehr dünne und bewegliche, völlig flüchtige, an der Luftunter starker Kälteerzeugung schnell verdunstende, sehr leicht entzündliche,neutrale Flüssigkeit von eigenthtimlich erfrischendem Geruch, flüchtig brennen-dem Geschmacke und 'kühlendem, aber kaum bitter zu nennendem Nachge-schmäcke. Das spec. Gew. des officinellen Aethers ist bei 17,5° C. = 0,725,bei 15° = 0,728. Dieser Aether kocht bei 38° C. Dagegen hat der reinewasser- und weingeistfreie Aether bei 17,5° C. ein spec. Gew. von 0,7185,und siedet bei 35°. Bei100° erstarrt der reine Aether nicht, wasser-haltiger Aether dagegen schon bei 40° zu einer weissen krystallinisehenMasse. Bei mittlerer Temperatur lösen 12 Th. Wasser circa 1 Th. Aetherund 35 Th. Aether 1 Th. Wasser auf. Wasser, welches in Aether unlöslicheSalze enthält, löst äusserst wenig Aether. Warmes Wasser löst weniger Aetherals kaltes. Der Aether ist mit Weingeist in jedem Verhältniss mischbar, ebensomit Chloroform, Schwefelkohlenstoff. Der mit atmosphärischer Luft oderSauerstoff gemischte Aetherdampf verbrennt in geschlossenen Räumen unterExplosion. Angezündet brennt der Aether mit leuchtender, aber russenderFlamme. Mit atmosphärischer Luft in Berührung unterliegt er einer sehr lang-samen Oxydation unter Bildung von Essigsäure.

Der Aether ist ein Lösungsmittel für die meisten Alkaloide, Fette, Harze,flüchtigen und fetten Oele, Kautschuk, auch für Schwefel, Phosphor, Jod, Queck-silberchlorid, Eisenchlorid, Goldchlorid, mehrere organische Säuren. In Aethernicht löslich sind Morphin und die meisten Glykoside und indifferenten Bitterstoffe.

Behufs Trennung des Aethers von Weingeist schüttelt man die Flüssig-keit mit einem gleichen Volum Wasser und destillirt den Aether aus einem