Acacia — Gummi Arabicum.
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Als incompatibel, wenigstens wenn es sich um die Darstellung klarerGummilösungen oder Gummimassen handelt, gelten: Metallsalze, besondersBleiessig, Ferrisalze, ferner überhaupt Sulfate, Oxalate, grössere Mengen Wein-geist, Aether, Tincturen. Kleine Mengen Jod färben anfangs die Gummilösung,treten dann aber unter Entfärbung in den Elementar-Bestand des Gummis ein.
Darstellung klarer Gummilösungen. Die Lösungen aus unreinen undminderguten Gummisorten können nicht durch Filtration, auch nicht mittelstEiweisses geklärt werden. Um eine concentrirte Gummilösung klar und rein zumachen, stellt man sie an einen 70—90° C. heissen, wenn möglich geschlossenenOrt ein bis zwei Tage bei Seite. Die schwereren Unreinigkeiten setzen sichzu Boden und die leichteren treten an das Niveau der Flüssigkeit, wo sie vonder in Folge der Verdampfung sich bildenden Gummihaut eingeschlossen undfest gehalten werden. Diese Haut entfernt man nach dem Erkalten unddecanthirt.
Mucilago Gummi Arabiei, Gummilösung, Gunimisclileira (Ph. Germanica).Echtes Gummi Arabicum wird durch schnell auszuführendes Abwaschen oder Ab-spülen mit kaltem destillirten Wasser von anhängendem Staube befreit und inder doppelten Menge destillirtem Wasser gelöst. Die Lösung pflegtman in der Weise zu bewerkstelligen, dass man das Gummi in Stücken ineinen porcellanenen oder steingutenen Durchschlag giebt, in demselben abwäschtund nun so in die Wasserschicht stellt, dass das Gummi in dem Durchschlagmindestens zur Hälfte des Volumens untergetaucht ist. Die FranzösischePharmakopoe lässt Gummipulver in gleichviel Wasser lösen.
Pasta gummosa, Pasta Altliaeac, weisse Keglisc, weisser Lederzuker, Eibisch-pasta, Jungfcruleder. Pharmacopoea Germanica giebt folgende Vorschrift:
Nimm: Arabisches Gummi und besten Zucker, von jedem zwei-hun dert (200) Theile. Löse sie in sechshundert (600) Theilen kaltemdestillirtem Wasser auf. Die durch Absetzen und Durchseihen gereinigteFlüssigkeit lasse man in einem kupfernen, in ein Dampfbad gestellten Kesselunter Umrühren mit einem hölzernen Spatel zur Honigdicke abdampfen, dannsetze man hundertfünfzig (150) Theile Eiweiss von frischen Eiern hinzu,welches man in einen dichten Schaum verwandelt hat. Unter beständigemUmrühren lasse man sie bei gelinder Wärme abdampfen, bis eine herausge-nommene Probe von dem bewegten Spatel schwer abfliesst. Endlich, nachdemein (1) Theil Pomeranzenblüthenölzucker hinzugefügt worden ist,giesse man die Masse in Papierkapseln aus und trockne sie an einem warmenOrte, alsdann aus den Kapseln herausgenommen und in Stäbe oder parallele-pipedische Stücke zerschnitten, bewahre man sie an einem trocknen Orte auf.
Bei dieser Bereitung sind folgende Cautelen zu beachten: Eiweiss, wennmöglich des Eies vom Deutschen Haushuhne, Eiweissschaum aus gut gekühltemEiweiss, Erwärmung und Abdampfen der mit dem Eiweissschaum versetztenMasse bei einer Temperatur von höchstens 60°, Trocknen cer Paste bei 35bis 40°.
Steht ein sehr weisses und reines Pulver von Gummi und Zucker zurDisposition, so lässt sich die Darstellung der Gummipasta um Vieles ab ürzen.Man giebt ein Gemisch aus 600,0 Gummipulver und ebensoviel Zuckerpulverin einen blanken kupfernen Kessel des Dampfapparats oder eines Wasserbadesvon 60 bis 70° C. Temperatur, versetzt mit dem Schaume des Eiweisses voncirca 18 Eiern nebst 25,0 Pomeranzenblüthenwasser, 25,0 destillirtem Wasser