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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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ZINN. ZIZÜEIN.

die Staatsaufsicht über die Irrenanstalten" (1877)lieber die Stellung desGeistlichen an der Irrenanstalt 11 (1880) Ueber die Versorgung geistes-kranker Verbrecher" (1882) Ueber die öffentl. Irrenpflege der ProvinzBrandenburg" (1884). Er ist Geh. Sanitäts - Rath, Mitbegründer (1865) desSt. Gallischen und (1873) des Branden burgischen Hilfsvereins für Geisteskranke,war 187481 Mitglied des deutschen Reichstages, 187576 Mitglied der Reichs-JuRtizconmiission (Civil-Strafprocess-Ordnung und Gerichtsverfassungsgesetz) und alssolcher namentlich bei Feststellung desVerfahrens in Entmündigungssachen wegenGeisteskrankheit", ferner in Betreff der Stellung der ärztl. Sachverständigen vorGericht, der Untersuchung zweifelhafter Seelenzustände Angeklagter, der Strafvoll-streckung, des Rechtes der Aerzte zur Verweigerung der Zeugenaussage über beiAusübung ihres Berufes ihnen Anvertrautes thätig; war 187879 Berichterstatterder Reichstags-Commission über das Nahrungsmittelgesetz, trat ferner im Reichstagefür das Impfgesetz, das Viehseuchengesetz, die Errichtung des Reichs-Gesundheits-Amtes u. s. w. entschieden ein, war beim Entwurf des Programms und der Plänezahlreicher Irrenanstalten und Krankenhäuser (Zürich, Rheinau, St. Pirminsberg,St. Gallen, Marsens, St. Urban, Dalldorf bei Berlin, Neustadt bei Danzig, Lands-berg a. W. u. s. w.) als ärztlicher Sachverständiger allein oder mit Anderen thätig.

Red.

*Zilinis, Anastase Z., geb. 1832 auf Corfu, kam früh nach Athen,wo er seine Studien betrieb und vollendete. 185658 studirte er speciell Kinder-krankheiten in Paris unter BODCH üt, G üillot und B lachk . In seine Heimathund nach Athen zurückgekehrt, übernahm er 1859 das Findelkinderspital undwurde 1879 zum Dirigenten der pädiatr. Klinik in Athen ernannt. Hauptsäch-lichste Schriften:De la mortalite chez les enfants a la mamelle a Äthanes"(1877)De la prophylaxie des maladies contagieases etc." (1878, preis-gekrönt)Htude sur les principales causes lethiferes chez les enfants etc."(1880, preisgekrönt). Demnächst noch über Zahnen, Athemkrankheiten der Kinderund Aehnliches. Wem ich.

Zittmann, Johann Friedrich Z. (geb. 1671, gest. 15. Mai 1757), warkönigl. poln. und kurfürstl. sächs. Generalstabsarzt, Leibarzt und Ilofrath. SeinName ist heute in ebenso unschuldiger Weise iu dem Munde eines jeden Arztes,wie der des Pontius Pilatus bei den Christen. Z. verwendete während seiner lang-jähr. Praxis eines der zu und lange vor seiner Zeit in hunderterlei Formelugebräuchlichen Sassaparilla-Decocte gegen Syphilis. Die Vorschrift zu diesem Decoctetheilte er dem damaligen preuss. Reg.-Chirurgus Proebisch mit, welcher sie eben-falls mit Erfolg benutzte. Von diesem erhielt sie Theden , der dieselbe in seinenNeue Bemerkungen und Erfahrungen zur Bereicherung der Wundarzneykuust undArzneygelahrheit" (Berlin u. Leipzig 1795, III) wie ein grosses Geheimniss ver-öffentlichte. Seither ist eine kleine Bibliothek über das sogenannte DecoctumZittmanni, mit dessen Erfindung dieser Mann nichts zu thun hat, entstanden.Ausserdem war Z. an der Herausgabe der nachbenannten Sammlung, welche sichin dem Nachlasse des Leipziger Professors Che. Joh. Länge vorfand, betheiligt :Medicina forensis, hoc est response facultatis medicae Lipsiensis ad quaestioneset casus medicinales ab anno 1650 vsque 1700" (Frankf. a. M. 1706, 4.;auch deutsch Ib. 1706, 4.; 2 Bde.). Auch veranstaltete er neue Ausgaben vonChrist. Gotth. Schwenke's Schrift:Prakt. Anmerkk. von dem Toeplitzer Bade,dem Böhm. Bitter u. Biliner-Wasser u. s. w." (Dresden 1743; 1752; 1756).

Dict. hist. IV, pag. 436. J. K. Prokscli.

* Zizurin. Fedor Z., geb. iu Birutsch (Gouv. Woronesch) 1814, studirtein Charkow, erhielt den Arztgrad 1835 und wurde Landarzt. 1839 trat er indas Professor-Institut zu Dorpat, wo er 1842 Dr. med. wurde (Diss.:Nonnullade typho abdominali"). 1844 wurde er als Prof. ord. der therapeut. Klinik nach