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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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ZIZUKIN. ZOECKEL.

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Kiew berufen; 18571861 war Z. Präsident der Warschauer med.-chirurg.Akademie, bis er 1862 zum obersten Chefarzt des Militär-Medicinalwesens nachPetersburg berufen wurde, welche Stellung er bis 1867 behielt. Von 18671883war er Chef des Hof-Medicinalwesens. Literarisch ist Z. wenig thätig gewesen.

0. Petersen (St. Pbg.).

Zlamäl, Wilhelm Z. von Morva, geb. 21. Juni 1803 in Morsitz(Mähren), machte seine med. Studien zu Wien im Josephinum, wurde, nachdem erals Oberarzt in Zloczow (Galizien) gedient, 1833 vom Hofkriegsrathe in die WienerThierarzneischule und, nach Vollendung des 2jähr. Yeterinärcurses, nach Temesvarcommandirt, wo er das Garnisonspital und die Veterinärpolizei der Militärgrenzeleitete und sich die ungar. Sprache aneignete. Im J. 1838 erhielt er die neuge-schaffene Stelle eines ungar. Laudesthierarztes, begann noch in demselben Jahrezu Ivända die Versuche mit Impfung der Rinderpest, beobachtete zu Janoshidadie exanthemat. Form dieser Krankheit, machte auf die in Ungarn bisher unbekanntenModificationen des Krankheitbildes aufmerksam, welche das ungar. Kind als zuroriental. Race gehörig, gegenüber dem deutschen Hornvieh, bei der Rinderpest zeigt,wies in einer Rinderpestverbreitungs-Karte nach, dass diese Seuche nach Ungarnimmer nur aus der Walachei eingeschleppt worden sei, und arbeitete, woran es inUngarn bisher gebrach, veterinärpolizeil. Instructionen und Verordnungen aus, dievon der Statthalterei gutgeheissen und in Wirksamkeit gesetzt wurden. Im J. 1843wurde Z. o. ö. Professor der Viehseuchenlehre an der Pester Universität undDirector der dortigen Thierarzneischule, die freilich ausser ihm nur noch 2 Assisten-ten und einen Hufschmied als Lehrkräfte besass und deren zeitgemässe Reor-ganisation Z. erst nach vieljährigen Bemühungen gelang; 1864 wurde er corresp.Mitglied der ung. Akademie, 1867 Sectionsrath in der von ihm organisirtenAbtheilung für Veterinär-Sanitätswesen. Bei der Alters halber nachgesuchtenPensionirung wurde er in den ungar. Adelstand erhoben, war ausserdem Landes-sanitätsrath u. s. w. Er starb, bis zum Tode sich geistige Frische und biswenige Monate vor demselben auch körperliche Rüstigkeit bewahrend, 11. Nov.1886 in Budapest. Von seinen das Hundert übersteigenden Veröffentlichungenerwähnen wir folgende: In deutscher Sprache:Entwurf zur Reorganisirung deskön. Universitäts-Thierarzneiinstitutes" (Zeitschr. f. Nat. und Heilkunde, 1850).,,Condylome bei einem Hunde durch Tinct. Thujae occid. geheilt" (Ib., 1852).In ungar. Sprache: zahlreiche, hier nicht näher anzuführende Schriften aus allenZweigen der Thierheilkunde und Viehzucht. G. Scheutliauer.

*ZJobikowski, Thaddeus Z., geb. 28. Mai 1840 zu Przechody in Pod-lachien, studirte (185865) in Warschau Med., wurde 1867 dort 2. Prosector,war 186974 Assistent an der Klinik für Geistes- und Nervenkranke, wurdeausserdem 1867 Hausarzt und nachträglich Primarius im Warschauer Irrenhausefür Weiber, wo er bis heute thätig ist. Die meisten seiner Arbeiten sind in deuJournalen Klinika und Gazeta lekarska zu finden. K. & P.

Zoeckel, Wilhelm Johann Engelbrecht von Z., geb. 27. Mai 1783zu Mehrhof in Livland, studirte von 1803 an Med. in St. Petersburg, später inWürzburg, wurde daselbst 1808 Dr. med. und liess sich in Riga als prakt. Arztnieder, verliess aber 1828 die Stadt, zog auf sein Gut Adsel Schwarzhof, warzuletzt Kirchspiel Richter-Substitut und starb daselbst 9. Aug. 1840. Er verfasste:Anleitung zur Erkenntniss und Behandlung der gewöhnlichsten Krankheitender liefländischen Bauern" (Riga 1821; 2. Aull. 1828; 3. Aufl. 1845); ferner:Das Trockenlegen der Moore und Sümpfe" (Livl. Jahrbücher der Landwirt-schaft, N. R. II).

v. Recke-Napiersky, IV, pag. 598. Beise, IT, pag. 286- L. Stieda.