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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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ZELLER.

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Zeller, Julius Albert Heinrich Z., zu Malchin in Mecklenburg,geb. 1. Juli 1729 zu Güstrow, promovirte zu Jena 1751 mit der Diss.:Denatura febris", war prakt. Arzt zu Malchin und schrieb:Aufsätze und Be-merkungen aus der prakt. Arzneiwissensch, und der Geburtsh." (Rostock undLeipz. 1791); ferner eine Reihe von Aufsätzen in B aldinger's Neuem Magaz.(VIIIXII), darunter:Ein nicht häufig vorkommender Fall vom Abgange vonHydatiden und geleeartigen Stücken aus der Mutter und zum Theil aus demHintern" TJeber den Nachtheil der Mode in dem Beschneiden der Haupt-haare" u. s. w.

Blanck, pag. 76. G.

Zeller, Simon Z. Edler vonZellenberg, zu Wien, geb. 1 3. Jan. 1746zu Nieder-Leis in Nieder - Oesterreich, war im Gebärhause zu St. Marx unterA. R echberger gebildet, übernahm in' der neu errichteten Gebäranstalt (1784)das Amt eines Obergeburtshelfers, war später k. k. Rath und Leibchirurg, wurde1802 geadelt und verfasste die folgenden geburtshilfl. und chir. Schriften:Grund-sätze der Geburtshilfe" (Wien 1781 ; 3. Aufl. u. d. T.:Lehrb. der Geburtsk.,sammt einem Anhang in Betreff der den Wöchnerinnen vorzüglich gefährlichwerdenden Entzündungskrankh.", 1806, m. 2 Kpf.)Bemerkk. über Gegen-stände aus der prakt. Entbindungskunst. Nebst der Beschreib, eines all gem.Gebärhauses" (Ib. 1789, m. Kpf.)Aufsätze und Bemerkk. aus der prakt.Arzneywissensch. und Geburtsh." (Rostock und Leipz.)Prakt. Bemerkk.über den vorziigl. Nutzen des Badeschwamms und des kalten Wassers beychir. Operatt. u. s. w. Nebst einem Anhange von der Salzsäure in Bezug aufdie Lustseuche, sammt den vorzüglichsten Geburts- und Krankheitsvorfällen imWiener Gebährhause" (1797)Abhandl. über die ersten Erscheinungenvener. Local - Krankheitsformen and deren Behandl., sammt Anzeige zweierneuen Operationsmethoden, nämlich die verwachs. Finger und die Castrationbetreffend" (Ib. 1810, m. 6 Kpf.). Er starb 4. Febr. 1816. Z.'s Bedeutung fälltnamentlich in das Gebiet der Geburtshilfe, in welcher er mit einer für die damaligenZeiten küfinen Reform auftrat, deren Hauptgrundsatz war, die Natur walten zulassen, so lange Dies ohne Nachtheil möglich sei, namentlich auch bei den bisherso gefürchteten Gesichtslagen. So fing in Wien die Geburtsh. an, eine andereGestalt anzunehmen und eine neue Bahn einzuschlagen, welcher Deutschland späterseine schönsten Erfolge zu danken hatte.

Ed. v. Siebold, Versuch einer Geschichte der Geburtsh. II, pag. 479. G.

Zeller, Ernst Albert von Z., Ob.-Med.-Rath zu Winnenthal, berühmterPsychiater, geb. zu Heilbronn 6. Nov. 1804, studirte in Tübingen, machte nachVollendung seiner Studien, 1826, zu weiterer Ausbildung eine Reise nach Nord-Deutschlaud, liess sich dann als Arzt in Stuttgart nieder und wurde, als der sehrveraltete und vernachläss. Zustand der bisher. Irrenanstalt Zwiefalten die Ein-richtung des königl. Schlosses Winnenthal zu einer Heilanstalt für Geistesgestörteveranlasst hatte, zu deren Vorstande ernannt, für welches Amt er sich durchmehrmonatl. Verweilen in der von J acobi geleiteten Heilanstalt Siegburg unddurch eine Reise nach England, Schottland und Frankreich vorbereitete. NachVollendung der Einrichtungen der neuen Anstalt, 1833, zog er in dieselbe ein,widmete derselben 44 Jahre lang seinen ganzen Eifer und seine ganze Kraft undbehandelte in dieser Zeit ungefähr 3600 Kranke, von denen beinahe 2 3 die Anstaltgenesen oder gebessert verliessen. Die Stadt Winnenthal ehrte seine verdienstl.Thätigkeit durch Verleihung des Ehrenbürgerrechtes; sein 50jähr. Dr.-Jubil. wurde1876 zu Stuttgart, unter Theilnahme einer grossen Zahl von Collegen, feierlichbegangen. Z. hat seine Ansichten und Lehren nicht in einem besonderen Werkeniedergelegt, sondern dieselben finden sich zerstreut in den verschiedenen, imWürttemb. med. Correspondenzbl. erschienenen Berichten über die Wirksamkeitder von ihm geleiteten Heilanstalt in den J. 1834 54; ferner in den Artikeln