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ZELLEB, — ZENON.
,,lieber Irre, Irren, Irrereden und Irrehandeln, Irrenanstalten und Irren-häuser" in Ersch und Gruber's Allgem. Encyklop. der Wissensch, und Künste;auch schrieb er zu der von Wunderlich herausgegeh. Uebers. von Güislain'sAbhandlung: „Ueber die Phrenopathien" (Stuttg. u. Leipz. 1838) ein Vorwortund Zusätze. Er hat sich endlich als Dichter durch „Das verschleierte Bild zu Sais"und „Lieder des Leids" (Berlin 1873) bekannt gemacht. In der Nacht vom23./24. Dec. 1877 starb diese Zierde der deutschen Psychiatrie.
Prager med. Wochenschr. 1878, pag. 19. — Allgem. Zeitschr. für Psych. XXXV.1879, pag. 117. G .
Zemplin, August Z. (eigentlich Zimpel), zu Salzbrunn in Schlesien,geb. 30. April 1784 zu Jauer, studirte von 1805 an in Halle Theol., war nachAuflösung der Universität Hauslehrer zu Waldenburg in Schlesien und studirte seit1809 Med. in Leipzig und Breslau, war 19 Monate in den dortigen Provinzial-
Lazarethen thätig, promovirte 1814 in Breslau mit der „Diss proponens
fragmenta quaedam de genere morbi, quem vulgo dicunt, choream Sancti Viti",Hess sich 1815 als Arzt in Waldenburg nieder, um dem Curorte Salzbrunn seineKräfte zu widmen. Die Hebung desselben gelang seinen Bemühungen in hohemGrade, auch wurde auf seinen Betrieb eine Molkenanstalt daselbst gegründet. Seineliterar. Arbeiten waren (seit 1817) nur diesem Curorte gewidmet, theils in eigenenSchrifteu, theils in Zeitschriften, wie: Hufeland' s Journ. (seit 1819), den Schles.Provinzialblättern (seit 1818) u. s. w. Er wurde 1821 zum Hofrath, 1836 zumGeh. Hofrath ernannt und starb zu Salzbrunn 30. Juli 1867.
Nowack, Heft 2, pag. 167. — Callisen, XXI, pag. 470; XXXIII, pag. 367.
G.
* Zenker, Friedrich Albert Z., geb. zu Dresden 13. März 1825,studirte in Leipzig 1843—47, sowie 1848—49 (unter den beiden Weber, Guenther,Oppolzer, Radius ) und inzwischen in Heidelberg ( Henle, Pfeüfer ). Nach derin Leipzig 1851 erfolgten Promotion begab er sich nach Wien zum Zweck pathol.-anat. Ausbildung (unter Rokitansky und Heschl ), nachdem er bereits von 1849bis 1851 (unter Radius ) am Leipziger Georgen - Hosp. Assistent gewesen war.Er übernahm 1851 die Stellung als Prosector am Stadt-Krankenhause zu Dresden,lehrte 1853—55 als Docent, dann als Prof. der allgem. Pathol. und pathol.Anat. an der chir.-med. Akademie daselbst und gab diese Stellungen erst 1862auf, um die ord. Professur in Erlangen zu übernehmen. Aus seinen zahlreichenfachwissenschaftl. Beiträgen ragen hervor: „Beiträge zur normalen und pathol.Anat. der Lunge" (1 Taf., Dresden 1862) — „TJeber die Veränderungen derwillkürlichen Muskeln im Typhus abdom." (5 Taf., Leipz. 1864) — „Krank-heiten des Oesophagus" (mit v. Ziehssen , Ib. 1867 ; auch in des Letzteren Hand-buch) — „TJeber den Cysticercus racemosus des Gehirns" (1 Taf., Bonn 1882)und in Zeitschriften: „TJeber die Trichinenkrankheit des Menschen" (Virchow'sArchiv, Bd. XVIII) — „TJeber Staubinhalationskrankhh. der Lungen" (Deutsch.Archiv f. klin. Med., Bd. II) — „Zur pathol. Anat. der acuten gelben Leber-atrophie" (Ib. Bd X). Seit 1865 redigirt Z. das genannte „Archiv für klin.Med." zusammen mit V. ZlEMSSENT. Wernich.
Zeno von Cypern, einer der berühmtesten Aerzte aus der Schule vonAlexandrien vom 4. Jahrh. n. Chr., von dem Patriarchen Georg von Kappadocienaus dem Museum vertrieben, später aber von seinem Gönner, dem Kaiser Julian,dahin zurückberufen, zählt unter den zahlreichen Schülern, die sein Ruf nachAlexandrien gezogen, auch Oribasius . Ueber seine sonstigen Lebensverhältnisseund seine literar. Arbeiten ist nichts bekannt. A. H.
Zenon, mit dem Beinamen Herophileus, im 3. Jahrh. v. Chr. in Ale-xandrien lebend, gehört zu den würdigsten Anhängern der empirischen Schule.Aus zahlreichen Citaten seiner Schriften bei Galexus geht hervor, dass er Erklä-rungen zu dem Texte der Hippokratischen Werke geliefert, namentlich eine diesen